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CD-Review:
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Das sind sie nun, die traurigen Überreste des vor zwei Jahren so mächtig gestarteten Halycon Labels. Das Home of Rock ist ungefähr zur selben Zeit aus dem Ei geschlüpft und wir haben damals die Halycon-Veröffentlichungen abgefeiert ohne Ende. Zu Recht! CATAWOMPUS waren großartig. Und sind inzwischen leider bei Dumpfbackencountry gelandet. LIZARD sind die beste Southern Band Europas und haben glücklicherweise bei Biker Records ein neues Zuhause gefunden. Von DOC HOLLIDAY braucht eh kein Mensch reden, Bruce ist unvergleichlich und einer der fünf größten Southern Gentleman überhaupt. Gott sei Dank kommt seine nächste CD auch bei Biker Rec. raus. Bleiben ALLIGATOR STEW. Werner Saumweber hat damals geschrieben: "Für mich steht Alligator Stew ganz vorne bei den aktuellen Southern Bands...". Die Fakten: Rip-off? Na klar, Alligator Stew sind jetzt ne Coverband und zocken Green River und Susie Q im Medley und vergehen sich anschließend an Turn The Page von Bob Seger. Und ihre paar eigenen Nummern wärmen sie lauwarm auf und reiben sie uns Dummen noch mal unter die Nase. Hunderttausend Deppen werden es schon fressen. So wie die erste Platte auch. 121 Wochen in den Billboard Charts (bis auf Platz 7) und immerhin Platz 12 in der deutschen Hitparade. Bei MTViva über 3 Monate in der Heavy Rotation und die Auftritte bei Gottschalk, Schmidt und Raab. Logisch, deswegen hat Halycon auch die Flügel gestreckt. Oh weh, wenn ein Label aus solchen Gründen aufgeben würde, dann wäre die Southern Rock-Welt wirklich in Ordnung. Die Fakten, Teil 2 und subjektiv: Was nun die (Neu-) Interpretationen der Songs vom ersten Studioalbum betrifft, muss man den Jungs vom Krokodileintopf höchstes Können bescheinigen. Es passt einfach alles. Feeling, Groove, Spannungsaufbau im Set und natürlich das Handwerkliche. Vor allem die Kombination Lead-, Steel- und/oder Slide Gitarre ist traumhaft. Alligator Stew sind seit jeher keine wirklich hart rockende Band. Gefühl und tolle Songs gleichen das für die Headbangerfraktion aber aus. Die neuen Songs, ob live oder aus dem Studio, bekräftigen den Verdacht, dass A.S. sich künftig noch mehr in die Richtung "Melodie vor Härte" bewegen. Das tut dem Hörspaß aber keinen Abbruch, eine gelungene (Southern) Ballade ist tausendmal mehr wert als ein abgelutschter Rocker im Stil von "Vicious Cycle". Einzig The Heist (Studiofassung) gleitet mir persönlich etwas zu sehr ins Ruhige ab. Geschmackssache. Meinen Lieblingssong muss ich natürlich noch erwähnen. Blood Money lässt mir auch diesmal wieder Schauer den Rücken rauf und runter fahren. Warum in Herrgotts Namen explodiert so ein Lied nicht in den Charts? Eine sehr sehr schöne Scheibe, an der kein Pferdefuß auszumachen ist. Leute, kauft das Ding, damit uns diese Band auch weiterhin erhalten bleibt. Ich gebe gerne Tipps, auf welche halbgaren Veröffentlichungen aus dem Genre man verzichten kann um den Geldbeutel zu entlasten. Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 17.07.2003
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