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| Rock n Roll Machine, Anaphora Music, 2007 |
| Tony Mikus |
Vocals, Guitar |
| Hans Oellerich |
Guitar, Backing Vocals |
| Banner Thomas |
Bass, Backing Vocals |
| Benny Puckett |
Drums, Backing Vocals |
| Gäste: |
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| Ryan Williams |
Additional Guitars, Backing Vocals, Keyboards (Not Your Fool), Guitars (Just Another Night) |
| Jim Curtis |
Backing Vocals |
| Bobby Capps |
Keyboards (Be Your Man) |
| Produziert von: Ryan Williams & Jeff Tomei |
Länge: 46 Min 39 Sek |
Medium: CD |
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| 1. I'm Ready - Let's Go | 7. I Hate Love |
| 2. Party Like A Rock Star | 8. Sister Mary |
| 3. Be Your Man | 9. Bury The Hatchet |
| 4. Juggernaut (Built For Speed) | 10. Just Another Night |
| 5. Not Your Fool | 11. Ride It Like You Stole It |
| 6. Rock N Roll Machine | 12. Come Home |
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BIG ENGINE waren und bleiben eine Angeberkapelle. Tausende angebliche Konzerte, neun CDs (von denen nur die letzten drei jemals irgendwo zu hören waren), bah, das ist dieses alberne Florida-Überselbstbewusstsein, das richtig nervt. Wenn jetzt auch noch miserable Leistung folgen würde, Tony Mikus, der Chef, bekäme an dieser Stelle einen altbayrischen Abriss, der ihm für jede seiner Großmäuligkeiten eine saftige Watschn garantieren würde. Verdammt noch mal, wir haben es mit einer Band aus Jacksonville zu tun, die jedes Wochenende in einem verpissten Saloon spielt oder als Hausband in einem Pub Abend für Abend die Laufkundschaft mit nicht wenigen Coversongs (siehe "Live At Boot Hill Saloon") zum Saufen animiert. So schaut es aus, also können sich die Herren jede Anwandlung von Superstardom gepflegt stecken.
Einen echten Star haben sie allerdings nach wie vor und jetzt offenbar wieder fest in der Band: Banner Thomas, der bei den originalen MOLLY HATCHET für den incredible Bass-Druck gesorgt hat. Das macht was her, keine Frage. Und wenn Old Banner Bock auf Rock hat, oder schlicht die Kohle braucht, ist sein Einsatz bei BIG ENGINE völlig korrekt. Schön, ihn wieder zu hören.
Hier haben wir jedenfalls die dritte erhältliche Studio-CD vorliegen und degoutieren uns daran.
Um es vorweg zu sagen: Die Balladen sind bis auf das southern-rockige Sister Mary überflüssig. BIG ENGINE sind nur gut, wenn sie rocken.
"Rock n Roll Machine" heißt das Ding großspurig, und man erinnert sich an ein gleichnamiges Album der großen kanadischen Band TRIUMPH. Tja nun, nicht nur, dass die ihr Musterwerk leicht anders schrieben, den Anspruch auf die ultimative Rock & Roll Maschine dürfen BIG ENGINE nicht stellen. Sie haben wieder nur ein gutes, in vielen Teilen sehr gutes Album abgeliefert, auf keinen Fall die ultimative Lösung aller Rock'n'Roll-Probleme. Die Wandlungsfähigkeit der immer noch ziemlich frisch aussehenden Band scheint doch auf mangelnde Eigenständigkeit zu deuten. Oder wie kann man die Spreizschritte zwischen Metal, Boogie, Alternative, Southern und Schlager sonst verstehen?
Der Opener I'm Ready - Let's Go bratzt neu-rockig und ansehnlich, Party Like A Rock Star fetzt dick (wenn nur diese störenden Handclaps nicht wären), Be Your Man ist ein schicker Party-Boogie mit Honky-Tonk Piano von Bobby Capps (EvansCapps, 38 SPECIAL). Aber warum Juggernaut, I Hate Love und Sister Mary vom Album "Shifting Into Overdrive" nochmals vorgeführt werden? Sagt mal, wollt ihr uns verarschen?
Hilft ja nix, dass z.B. Juggernaut abgeht wie Nachbars Hund, das gab es schon vor fünf Jahren. Neu eingespielt? Ist doch piepegal! I Hate Love war damals in seiner punkigen Rotzigkeit cool, aber es jetzt noch mal zu verkaufen ist schäbig.
Es stellt sich die Frage, wie viele wirklich neue Songs Mikus mit seinen BIG ENGINE eingespielt hat. Kommt der Rest aus den nie gesehenen und gehörten anderen 6 CDs? Oder lebt hier noch irgendwas? So, meine Damen und Herren, macht sich eine Band komplett unglaubwürdig. Da gehen echte Perlen wie Bury The Hatchet oder Ride It Like You Stole It (sic!) leider unter.
Im Ergebnis ist eine solche Veröffentlichung für den wild entschlossenen Sammler eine Enttäuschung, auch wenn die Musik im Grunde okay ist und das Artwork zwei schöne Zeichnungen zeigt. Na ja, der Laie und Neueinsteiger wird's nicht merken. Das werden sicher wieder mindestens drei Leutchen sein.
Interessant ist übrigens die Rolle des co-produzierenden Ryan Williams. Der taucht in den Credits ganz klein gedruckt als "additional guitarist" auf. Wie viel "additional" das wohl ist? Bei manchen Bands hinterfragt man unwillkürlich mehr als bei anderen...
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