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| Tales Of The Psychic Wars, NMC Music/Sony, 2001 (rec. 1981 & 1983) |
| Eric Bloom |
Guitar, Keyboards, Vocals |
| Joe Bouchard |
Bass, Vocals |
| Rick Downey |
Drums |
| Allan Lanier |
Keyboards, Guitar |
| Donald "Buck Dharma" Roeser |
Lead Guitar, Vocals |
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Länge: 153 Min 44 Sek |
Medium: Do-CD |
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| CD 1 - New York, 1981: | |
| 1. Dr. Music | 7. ME 262 |
| 2. Burnin' For You | 8. Don't Fear The Reaper |
| 3. Fire Of Unknown Origin | 9. Godzilla |
| 4. Joan Crawford | 10. Born To Be Wild |
| 5. Veterans Of The Psychic Wars | 11. 5 Guitars |
| 6. Hot Rails To Hell | 12. Roadhouse Blues |
| CD 2 - Pasadena, 1983: | |
| 1. Stairways To The Stars | 8. Cities On Flame With Rock'n Roll |
| 2. Harvester Of Eyes | 9. Burnin' For You |
| 3. Workshop Of The Telescopes | 10. Joabn Crawford |
| 4. Before The Kiss | 11. Born To Be Wild |
| 5. Born To Rock | 12. Don't Fear The Reaper |
| 6. Hot Rails To Hell | 13. Roadhouse Blues |
| 7. Seven Screaming Dizbusters | |
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Ungefähr Mitte der Siebziger kamen die deutschen "Fachzeitschriften" auf die Idee, in BLUE ÖYSTER CULT die Erneuerer des Hard Rock zu sehen. Man konnte von "hochintelligentem Science-Fiction Rock", "genialen Konzeptalben" und "magischen Shows" lesen.
"Ach", dachte ich mir damals. Lang bevor die LPs im Programm der hiesigen Plattenfirmen waren, hatte ich sie schon bei meinem Kumpel gehört und auf Tape kopiert.
Die erste LP, "Blue Öyster Cult", war noch relativ braver Rock, dann kamen mit "Tyranny And Mutation" und "Secret Treaties" durchaus anspruchsvolle Hard Rock-Alben, aber erst das Doppelalbum "On Your Feet Or On Your Knees" (1975) zeigte die wahre Größe der Band. Live war BÖC gewaltiger, beängstigender, perfekter, dunkler Heavy Rock (SLAYER-Fans von heute mögen mir verzeihen, aber DAS war noch Musik). Die folgenden Studio LPs waren allesamt Millionenseller und dazu grandios.
Bereits 3 Jahre nach der ersten, kam die zweite Live-LP auf den Markt. "Some Enchanted Evening" war ein weiteres Meisterwerk. Die dritte Live-LP wurde dann 1982 veröffentlicht. "Extraterrestrial Live" war für lange Zeit das letzte livehaftige Lebenszeichen von BLUE ÖYSTER CULT. Bis Ende der 80er gab es noch einige Studioplatten, dann war Schluss. Erst vor ein paar Jahren war die Band auch wieder auf Tonträger präsent, vorher wurde ein paar mal in Europa getourt.
BÖC haben sich nie gescheut, Songs zu covern. Sinnigerweise haben sie sich immer Klassiker ausgesucht: We Gotta Get Out Of This Place, Kick Out The Jams, Born To Be Wild, Roadhouse Blues. Und denen haben sie ihren Stempel aufgedrückt. In Verbindung mit den vielen eigenen Klassikern ergab das eine hochbrisante Mischung und vor allem waren sie immer wichtig im Set der Band.
Und nun kommt eine Doppel-CD auf den Markt, die vermeintlich eigentlich niemand wirklich braucht. "Tales Of The Psychic Wars" ist eine Compilation aus zwei Shows von 1981 und 1983.
Gänzlich unwichtig ist dabei, dass CD 1 eines der letzten Konzerte von Drummer Albert Bouchard dokumentiert. Wichtiger ist vielmehr, dass mit Fire Of The Unknown Origin eine bisher nicht bekannte Liveversion veröffentlicht wird. Dazu die interessanten Solodemonstrationen auf 5 Guitars.
Der Rest ist von den anderen Livealben bekannt, teilweise in abweichenden (guten) Versionen gespielt. Nervend sind die Ausblendungen am Ende der Songs. Und einige unnötige Keyboardausrutscher, im damaligen Zeitgeist, sind zu vermelden.
Die zweite CD ist dann allerdings ein ganz anderes Kaliber.
Ich weiß nicht, ob sich die Band damals gewissermaßen neu erfunden hat, oder ob ein kreativer Engpass vorhanden war, oder ob einfach eine Rückbesinnung stattfand. Der Set startet jedenfalls mit Stairways To The Stars, nie vorher live gehört und schon damals uralt, rockt heavy weiter mit Harvester Of Eyes, setzt fort mit Workshop Of The Telescopes (als Livepremiere), bietet Before The Kiss in etwas anderer Version als auf "On Your Feet..." und dann spielen sie tatsächlich Born To Rock vom Soloalbum des Gitarristen und Sängers Donald "Buck Dharma" Roeser.
Der Rest ist von den anderen Alben bekannt.
Die Band hat an diesem Abend phantastisch gerockt. Einziger Negativpunkt sind einige Bandlaufschwankungen, zum Beispiel am Ende von Seven Screaming Diz-Busters. Ansonsten ist die CD 2 von "Tales Of The Psychic Wars" genial.
Zweifellos ein Dokument, wenn auch vielleicht nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit. Gute Linernotes sind inbegriffen.
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