| Rebel Radio, Perdernales Records/SPV, 2001 |
| Calvin Russell |
Vocals, Guitar |
| Riley Osbourn |
Keyboard |
| Richard Bowden |
Violin |
| Gabe Rhodes |
Guitar, Pump Organ |
| T. Stephen Bruton |
Guitar, Backing Vocals |
| Lloyd Maines |
Dobro |
| John Blondell |
Bass |
| Freddie Krc |
Drums |
| Kimmie Rhodes |
Backing Vocals |
| Produziert von: Joe Gracey |
Länge: 53 Min 24 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Shadow Of Doubt | 8. Still Lookin' For You |
| 2. It Is What It Is | 9. Wild Rose |
| 3. Barroom Girls | 10. I Never Cared For You |
| 4. No Expectations | 11. Ain't Leavin' Your Love |
| 5. Country Boy | 12. I'll Be Here In The Morning |
| 6. Freight Train Blues | 13. Nothin' Is |
| 7. Pass You By | |
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Nachdem Home-Of-Rocker Martin Schneider seine Review über Calvin Russell's letztes Album "Sam" mit den enttäuschten Worten "das war es dann wohl, Calvin" abschloss, liegt heute nichts näher als zu konstatieren: Calvin's back!!!
Der gebürtige Texaner liefert auf seinem neuen Album "Rebel Radio" 13 Stücke zwischen Roots-Rock, Country und Blues, von denen lediglich zwei (Barroom Girls und I Never Cared For You) einen gewissen Gähn-Faktor aufweisen - eine Traumquote!
Der Rest: Wunderbarer Country-Rock mit mindestens sieben Liedern, die so richtig Spaß machen - ebenfalls eine Traumquote!
Besonders gelungen: die Mischung aus Mitreißern und melancholischen Träumern.
Unter Ersteren gefallen besonders die groovigen Shadow Of Doubt und It Is What It Is, außerdem Freight Train Blues, bei dem es sich nicht um ein Cover von Dylan's gleichnamigen Song handelt, sondern um einen Eigenerguss. "Rebel Radio" verlangt, dass man das dazu sagt, denn Russell bringt hier lediglich drei eigene Stücke unter. Ob das noch für die Singer-Songwriter-Ecke reicht?!
Er covert z.B. Willie Nelson, die Stones und gleich dreimal, ich vermute seinen Liebling, Townes Van Zandt. Von Van Zandt sind dann auch die Highlights der melancholischen Fraktion: Still Lookin' For You und I'll Be Here In The Morning, bei dem Russell leider etwas den Drive aus dem Refrain nimmt. Ist aber nicht sonderlich tragisch.
Dazu gesellt sich das wunderschöne Wild Rose von Kimmie Rhodes, die auch gleich die Background Vocals übernimt - hätte ruhig weniger "back" sein können...
Irgendwo mittendrin befindet sich das spartanische Country Boy, ebenfalls von Calvin Russell himself und ein reines Country-Kleinod. Aber keine Angst - mit Russell's ich-hab-schon-viel-erlebt-Organ wird nichts schmalzig.
Fazit: Ob mitreißende E-Gitarren oder verträumte Violine - das Entscheidende haben die meisten Lieder gemein: eine Melodie, die zwar nicht die Rockgeschichte neu schreiben wird, die aber doch überdurchschnittlich ist.
Meine persönliche Note: Für die große Anzahl an brauchbaren Songs hat er sich locker gute 7 von 10 möglichen Öhrchen verdient, und damit ebenso locker einen Platz in meiner Top10 aus 2001.
Außerdem gilt: Bei solch einem Album im Gepäck sollte man eventuell nach dem nächsten Konzert Ausschau halten!
Andreas Futschik (Artikelliste), 05.01.2002
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