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| Trashed, lost & strungout, Spinefarm, 2004 |
| Alexi 'Wildchild' Laiho | Vocals, Guitar |
| Rope 'UKK' Latvala | Guitar |
| Janne 'Jameson' Warman | Keyboards |
| Henkka Blacksmith | Bass |
| Jaska 'J-COB' Raatikainen | Drums |
| Produzent: Peter Tägtgren |
Länge: 14 Min 54 Sek (Audio), ca. 25 Min (Video) |
Medium: CD |
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| 1. Trashed, lost & strungout | 4. She is beautiful |
| 2. Knuckleduster | 5. Trashed, lost & strungout (Video) |
| 3. Bed of nails | 6. Trashed & lost in Helsinki (Video) |
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Eine EP oder Mini-CD wird immer von dem leichten 'Geschmäckle' der Beutelschneiderei begleitet. Von hochoffizieller Seite,
sprich den Plattenfirmen, Managements und den Bands selbst wird das natürlich aufs Entschiedenste dementiert. Da heißt es
dann eher 'Ein Bonus für die Fans um die Wartezeit auf das nächste Album zu überbrücken'.
Im Falle von CHILDREN OF BODOM wird der Fan dem Gewissenskonflikt ausgesetzt, ob zwei neue Songs, zwei Coverversionen und
zwei Videos den Tausch von sauer verdienten Euromuffeln gegen die "Thrashed, lost and strungout"-EP rechtfertigen.
Auffällig bei allen vier Songs ist, das Alexi Leiho und seine Jungs vom Metzelkommando ihr bisheriges Erflogsrezept aus
extremem Metal mit melodischen Keyboardmelodien um eine punkige Schlagseite erweitert haben. Anders ausgedrückt, die
Gitarrenarbeit wirkt wesentlich einfacher und puristischer als auf den bisherigen Veröffentlichungen der Finnen. Wo bisher
ein edler Dobermann die Zähne fletschte knurrt einem nun ein räudiger Straßenköter entgegen.
Welche Variante der Band man persönlich nun höher schätzt sei einmal dahingestellt. Festzuhalten gilt, dass CHILDREN OF
BODOM mit dieser dezenten Veränderung in ihrem Sound eine Präventivmaßnahme ergreifen um die zunehmend auftretenden
Abnutzungserscheinungen einzudämmen und der sich langsam aber sicher ausbreitenden Langeweile auf den letzten Alben
entgegenzutreten.
Alice Coopers Bed of nails kommt im
runderneuerten CHILDREN OF BODOM-Sound klasse. Knuckleduster und der Titelsong der EP sind ganz nett, aber sicher
keine kompositorischen Meisterwerke der Band und She is beautiful ist ein einfach gestrickter Punk-Kracher, der
weder Glanzpunkte setzen kann, noch sonderlich unangenehm auffällt.
Dazu gibt es den ganz ordentlichen Promotionclip zu Trashed, lost & strungout und ein kleines Filmchen im
finnischen Original mit sporadischen englischen Untertiteln, das die Band knapp zwanzig Minuten lang beim rumalbern,
Possen reißen und sich betrinken in ihrer Heimatstadt Helsinki zeigt.
Um ehrlich zu sein, man kann zwanzig Minuten seiner begrenzten Lebenszeit sicher sinnvoller nutzen, als sich Trashed
& lost in Helsinki anzuschauen, und es hätte die EP doch wesentlich aufgewertet, statt dieses fragwürdigen Filmchens
das darin immer wieder angespielte RAMONES-Cover
Somebody put something in my drink als vollwertigen Audio-Track mit auf die EP zu packen.
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