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Chris Knight

The Jealous Kind

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The Jealous Kind
The Jealous Kind, Blue Rose Records, 2003
Chris Knight Acoustic Guitar & Vocals
Bob Britt Electric & Lap Steel Guitar
Dan Baird Electric, Acoustic & Slide Guitar, Backing Vocals
Ty Tyler Electric Guitar, Bouzouki
Keith Christopher Bass
Greg Morrow Drums & Percussion
Joe Hardy Acoustic Guitar
Tony Harrell B-3 Organ, Accordion, Harmonium
Tammy Rogers Violin & Viola
Dan Dougmore Pedal Steel & Electric Guitar
Dave Pomeroy Bass (The Border)
Biff Watson Acoustic Guiat (The Border)
Shannon Forrest Drums (The Border)
Christy Sutherland Harmony Vocal (The Border)
Matraca Berg Harmony Vocal (Devil Behind The Wheel)
Produziert von: Dan Baird & Joe Hardy Länge: 45 Min 40 Sek Medium: CD
1. The Jealous Kind7. Me And This Road
2. Banging Away8. Broken Plow
3. The Border9. Devil Behind The Wheel
4. Staying Up All Night Long10. Hello Old Man
5. A Train Not Running11. Long Black Highway
6. Carla Came Home 

Wer Chris Knight noch nicht kennt - diese CD könnte der perfekte Einstieg sein. Man darf nur nicht vor den Bildern im Innencover zurückschrecken - nein, Chris Knight ist kein hoffnungsloser Redneck!
Er ist inzwischen ein gern gesehener Gast im Home of Rock - seine ersten beiden Alben wurden an dieser Stelle schon vorgestellt - und auch diese Platte haut in die selbe Kerbe. So genau, dass manche sagen, er trete auf der Stelle, entwickelt sich nicht weiter. Aber, Leute... Moment mal. Klar, diese Scheibe ist wie der eineiige Zwilling zu "Pretty Good Guy", aber wenn jemand auf diesem Niveau agiert, spreche ich lieber von Beständigkeit.
Ich liebe diese vertonten Geschichten, vor allem liebe ich diese Stimme, die genau die richtige Portion Kuhfladen in der Kehle vorweist. Wie schon auf den Vorgängern handeln seine Songs vom ganz normalen Wahnsinn in Amerika, pendeln zwischen blutiger Gewalt (Carla came home), nackter Verzweiflung (Broken Plow) oder auch Eifersucht und Highways, zwischen den Tragödien und Träumen des kleinen Mannes eben.
Musikalisch gibt es zu der Einschätzung meines Kollegen Epi Schmidt (bei "A Pretty Good >Guy") nichts hinzuzufügen. Außer dass ich vielleicht der Meinung bin, dass der oft vernommene Vergleich zu Springsteen ziemlich hinkt - denn beim Boss aus New Jersey klingt so was zu aufgesetzt, zu bemüht. Da ist der Mann aus Kentucky ein anderes Kaliber. Und obwohl auch ein John Prine aus Kentucky stammt, kann ich dem Vergleich zu dieser Legende auch nicht verstehen. Sei's drum...

Wie man aus den Namen der Besetzung vermuten könnte, lässt es Knight auch mal krachen, bleibt aber trotzdem immer kontrolliert. Alle Akteure adeln jeden Song mit sehr organischem, ungekünsteltem Musizieren. Logisch, denn hier ist alles echt. Das nur mal für die vielen verzweifelten Talent-Scouts: So hört es sich an, wenn echte Menschen echte Instrumente spielen.
Wieder von Dan Baird (mit-)produziert - heutzutage ein Gütesiegel im anspruchsvollen Rock - das garantiert eine Produktion, die dem Hörer direkt aus den Lautsprechern ins Gesicht springt. Blue Rose liefert wieder ein pralles Booklet mit, in dem alle Angaben zu Musikern und auch die Songtexte zu finden sind. Die CD enthält zudem noch ein Video mit dem Song Oil Patch Town vom Vorgängeralbum. Vorbildlich!

Manni Hüther, (Artikelliste), 25.09.2003

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