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| The Empire Strikes Back! - A Glitterhouse Compilation, Glitterhouse Records, 2007 |
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Länge: 108 Min 28 Sek |
Medium: Do-CD |
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| CD 1: | |
| 1. Vaults - Washington | 8. Joy - Lampshade |
| 2. Wings As Knives - Ben Weaver | 9. Silent Love - The White Birch |
| 3. Devil In The Details - The Walkabouts | 10. On The Bright Side - Hugo Race & True Spirit |
| 4. Hollywood Bungalow - The Great Crusades | 11. Over A Loveless Winter - Dakota Suite |
| 5. Settin' Fire To Flame - Bottle Rockets | 12. The Trap - Lilium |
| 6. If This Hat Is Missing - Get Well Soon | 13. Fly High Brave Dreamers - Chris & Carla |
| 7. The Sweetest Tooth - Camphor |
| CD 2: | |
| 1. No Backward Glances - Seachange | 7. You And I - Ai Phoenix |
| 2. Company Man - Michael J. Sheehy | 8. Flames Over Nebraska - Pere Ubu |
| 3. Suffocation Street - Boy Omega | 9. I Don't Wanna - BigBang |
| 4. Dirty Blue - Woven Hand | 10. What I Thought - Leslie Woods & Dark Mountain Orchid |
| 5. Broker - Transmissionary Six | 11. Let It Roll - Willard Grant Conspiracy |
| 6. Change Is An Engine - Savoy Grand | 12. Goodnight Irene - Timesbold |
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"Das Imperium schlägt zurück" oder "The Empire Strikes Back!" wird zunächst von Millionen Menschen mit dem schönen alten Film aus der George Lucas Trilogie "Star Wars" konnotiert. Wahrlich ein feines Stück Filmgeschichte und beste Unterhaltung für Sci-Fi Freaks.
Gute Unterhaltung unter diesem Namen findet man allerdings nicht nur in der Filmbranche, sondern neuerdings auch und gerade in Sachen Musik.
[Und der Preis "Fremdwort der Woche" geht einstimmig an Frank Ipach nach Duisburg. "Konnotation" ist zweifellos eines der schützenswertesten Geschöpfe zwischen "Kohlsuppe" und "Kopulation"; Red., Abt. Sprachwissenschaft]
Seit kurzem gibt es mal wieder eine empfehlenswerte Musikcompilation des Glitterhouse-Labels, seines Zeichens eine der führenden Indie-Firmen in unserem Heimatland, die mit dieser Doppel-CD, wie in den letzten Jahren quasi zur Gewohnheit geworden, Musikfans, die gerne mal auf leicht abseitigen Wegen stöbern, für ihr Labelangebot interessieren möchten. Eine ehrenwerte Ambition, die zudem von Glitterhouse in einem fast unschlagbaren Preis-Leistungsverhältnis angeboten wird. Sage nur jemand, 6 Euro für eine Doppel-CD sei zuviel...
"The Empire Strikes Back", Ausgabe 2007, präsentiert 25 Künstler und Interpreten aus dem Glitterhouse-Stall, die trotz einiger Gemeinsamkeiten in Ton und Ansatz die Zügel stets auf ihre ganz individuelle Art und Weise zu führen wissen. Hier liegt dann das vielbeschworene Qualitätspotenzial dieses Labels: Musiker, die jeweils ihre ganz persönliche Note, ihre eigene Philosophie verfolgen, Hörgewohnheiten auch mal gegen den Strich bürsten und sich, ohne dabei in künstlerisch überambitionierten Narzißmus zu verfallen, meist abseits des gemeinen Mainstreams bewegen. Dies bedeutet allerdings nicht, dass der eine oder andere zünftige Rock-Song hier fehlte. BIGBANG, THE GREAT CRUSADES oder auch THE WALKABOUTS z.B. reiten hier auch schon mal auf einer schäumenden Woge.
Mehrheitlich scheint der Himmel über dem Hause Glitter jedoch bedeckt zu sein, wolkenverhangen und trübe, die Stimmung selten überschäumend fröhlich, sondern eher von nachdenklicher Reseviertheit getragen.
Glitterhouse-Bands verwenden nicht immer nur handelsübliches Rock-Instrumentarium bzw. die gewohnte Singer-Songwriter-Akustikgitarre, sondern setzen ihre Akzente gerne mit Harmonium, Akkordeon, Trompete, Glockenspiel, molldurchsetzten Akkordverbindungen, spröden Stimmen und durchrüttelnden Dynamiksprüngen. Auf 25 Tracks von 25 unterschiedlichen Akteuren sammelt sich so einiges an Spannungsmomenten an.
Einige Glitterhouse-Akteure haben wir, neben oben genannten, im Home-of-Rock schon längst vorgestellt: WASHINGTON, HOBOTALK oder auch Chris & Carla.
Nicht alles wird jedem gefallen, doch darum geht es auch gar nicht. Dieses Doppelalbum will Anregungen schaffen, Fährten auslegen, Interesse entfachen, neugierig machen. Neugierig machen auf einen charmanten Haufen von Individuen, deren vordergründiges Ziel es sein dürfte, die eigenen Ideen von interessanter Musik mit einem mehr oder weniger großen Publikum zu teilen, sich nicht nur auf tumbe Art berieseln zu lassen, sondern sich mit der Musik zu beschäftigen und auseinanderzusetzen. Diese Maxime verfolgen im Grunde alle Glitterhouse-Künstler, was nicht heißt, sie unterlägen nicht auch den handelsüblichen, wirtschaftlichen Zwängen. Auch gute Musik will gekauft werden.
Also, Herrschaften, wer dieses deutsche Qualitätslabel nur vom Hörensagen kennt, erfährt hier die passende Gelegenheit, seinen Horizont ohne große Umschweife zu erweitern.
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