HoR Logo kl CD-Review:

Cowboy Mouth

Voodoo Shoppe

Logo Home-of-Rock
Startseite > CD-Reviews > Cowboy Mouth > Voodoo Shoppe
Link Homepage:
Offizielle Cowboy Mouth Homepage
Link Kaufen:
www.amazon.de
Link Plattenfirma:
Eleven Thirty Records
Link Vertrieb:
Cargo Records
Mehr Info:
All Music Guide (englisch)

Unser Disclaimer
Voodoo Shoppe
Voodoo Shoppe, Eleven Thirthy Records/Cargo Records, 2006
Fred LeBlanc Vocals, Drums, Percussions
John Thomas Griffith Guitars, Keyboards, Vocals
Paul Sanchez Guitars, Vocals
Sonia Tetlow Bass, Vocals
Produziert von: Russ T. Cobb, Mitch Allen, Mark Bryan, Mike Mayeaux Länge: 48 Min 32 Sek Medium: CD
1. Joe Strummer7. This Much Fun
2. Misty Falls8. Supersonic
3. Winds Me Up9. I Told Ya
4. Hole In My Heart10. Home
5. Voodoo Shoppe11. Glad To Be Alive
6. Slow Down12. The Avenue

Das Leben als Musikschreiberling ist schön. So viel neue Musik, so viele tolle Bands, so viel unerträglicher Schwachsinn. Und zwischendurch immer mal wieder eine Überraschung. So wie COWBOY MOUTH aus New Orleans. Die gibt es seit 1991 und sie haben 11 Platten seitdem eingespielt. Bloß ich, der schreibende Dummbatz, hab nix mitgekriegt und lieber eineinhalb Jahrzehnte über längst vergangene Zeiten sinniert.
Derweil sind die Zeiten gar nicht vergangen, es ist alles wie früher, eine gutgelaunte Band kann den Buchstabenjongleur immer noch glücklich machen. Und COWBOY MOUTH sind gut gelaunt!

Vielleicht liegt es am sozialen Umfeld der Band, New Orleans strahlt auch nach Katrina noch Lebensfreude aus (wenigstens in den Stadtvierteln, die von der Schweineregierung als erhaltenswerte Touristenziele betrachtet werden), Mardi Gras, Voodoo und vor allem die Menschen vermitteln Lust und Laune, Fred LeBlanc, J.T. Griffith, Paul Sanchez und Sonia Tetlow tun das auch. Bloß der Rezensent hat Probleme mit der Einordnung der Band. Ist es Power-Punk-Pop, College-Rock, Classic Rock'n'Roll? Wisst Ihr was? Es ist völlig egal!
Nehmt Euch was zu trinken, macht die Anlage richtig laut und habt eine gute Zeit mit "Voodoo Shoppe".

Normalerweise ist es verheerend, wenn ein Übersong wie Joe Strummer gleich am Anfang einer CD kommt. Großartig, ein Hit, ein Geniestreich. LeBlanc macht mit einer stylishen Tussi Schluss, weil sie Strummer nicht kennt. Das beste Drop-Argument seit Jahren. Die Band tobt dazu herzerfrischend herum, volles Melodie'n'Roll-Programm. Ein wenig ärgerlich ist dabei allerdings, dass Joe Strummer von der Plattenfirma direkt als "Focus Track" angepriesen wird. Sorry, auf die Idee käme jeder halbwegs intelligente Hörer oder Radio-DJ ganz von selbst.
Warum geht die Platte so gut rein? Vielleicht weil sie ganz bewusst auf ein erwachsenes Party-Publikum abzielt, weil die Mischung aus Mainstream und Rhythm & Groove die niedersten Mitsing-Instinkte anspricht (hört mal This Much Fun an und singt nicht mit!), weil COWBOY MOUTH fröhlichen Dilettantismus mit perfekten Gitarrenlinien kombinieren, vielleicht weil die Produzenten der Scheibe allesamt erfahrene Hit-Lieferanten sind, weil die Dreieinhalbminüter samt und sonders rockende Ohrwürmer sind? Hat jemand etwas gegen Hits? Dann geht in Eure depressive Jammer-Kammer und stänkert gegen einen Text wie "I wanna go home where the good times roll" (Home; das im übrigen den direkten Bezug zum Hurrikan herstellt und eine Abrechnung ist).

"Voodoo Shoppe" ist also Popmusik. Fette, abgehende Popmusik. Und Rock & Roll. Nicht nur Joe Strummer, die ganze Scheibe ist so. Keine Anspieltipps, keine Highlights, nur eine Kaufempfehlung. Haut rein und spendet mit dem Erwerb ein paar Cent für die bandeigene "Cowboy Mouth Hurricane Relief Foundation".

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 24.04.2006

Sagt uns die Meinung zu diesem Artikel oder ergänzt oder verbessert ihn:

Startseite > CD-Reviews > Cowboy Mouth > Voodoo Shoppe
© Home of Rock 2001 - 2008, Impressum