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| Back To The Rock, Phoenix Records, 2007 |
| Steve Grisham |
Guitar, Slide Guitar, Vocals |
| Pug Baker |
Drums |
| Phil Stokes |
Bass, Vocals |
| Jimmy Bennett |
Guitar, Slide Guitar Lap Steel Guitar, Vocals |
| Barry Rapp |
B-3, Piano, Vocals |
| Gäste: |
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| Fast Fred Cole |
Harmonica (Missin' Dixie & Hoot Owl) |
| Tommy B. |
Bass (Missin' Dixie) |
| Produziert von: Steve Grisham |
Länge: 40 Min 49 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Back To The Rock | 6. Missin' Dixie |
| 2. Don't Know Where I'm Bound | 7. Fortunate Man |
| 3. Fightin' Fire | 8. Lone Star Sky |
| 4. Love And Pain | 9. Hoot Owl |
| 5. Live Together | 10. She Just Wants To Be Loved |
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Kurzer Rückblick. Das Debut "Fortune Teller" spaltete vor dreieinhalb Jahren die Gemüter. Meine persönliche Meinung ist nach wie vor felsenfest die, dass diese CD niemals hätte erscheinen müssen, vielleicht sogar dürfen. Bloß weil jemand einen halbwegs bekannten Namen hat bzw. in halbwegs bekannten Bands mitspielen durfte und sich das Südstaatenfähnlein umhängt, muss man nicht widerstandslos jede Umweltverschmutzung sanktionieren. "Fortune Teller" war eine miese Platte, basta.
Schlechte Voraussetzungen für ein weiteres Album dieser Band, die sich personell in der Zwischenzeit nicht verändert hat. Immer noch sind Steve Grisham (war auf der mediokren LP "Soldiers Of Fortune" der OUTLAWS dabei) und Barry Rapp (HENRY PAUL BAND) die beiden geläufigeren Protagonisten, immer noch schmückt man sich mit vergangenen Meriten. Bei den relativ wenigen Auftritten hilft zurzeit Johnny Neel an den Keyboards aus und bis vor kurzem steuerte der am 29. Juni dieses Jahres verstorbene George McCorkle (von 1973 bis 1983 bei der MARSHALL TUCKER BAND) ein paar Gitarrenläufe bei. Auf der neuen CD sind beide nicht zu hören.
Erstes Aha-Erlebnis. Was da erschallt, hat mit dem stümperhaften Erstling wenig bis nichts zu tun. Richtiger Sound, sogar eine durchaus anhörbare Produktion sind zu vermelden. Das kommt überraschend, hatte man doch deutliche Zweifel am handwerklichen Geschick der Herrschaften haben müssen. Möglicherweise liegt es daran, dass diesmal Steve Grisham anstatt Barry Rapp als Producer tätig wurde, vielleicht haben sich auch einfach nur die technischen Bedingungen in Grishams Heimstudio verbessert.
Zweites Hoppla. Gesang und Gitarren sind als solche anzuerkennen und beeindrucken in etlichen Teilen gar. Die Keyboards haben das elende Heimorgel-Gewimmer abgelegt und tönen seriös, nur der Schlagzeugsound wurzelt immer noch irgendwo in den mittleren Achtzigern und ist damit Geschmackssache.
Größte Überraschung. Der Titel ist tatsächlich wörtlich zu nehmen. Die GHOST RIDERS haben in puncto Drive und Rock-Faktor gehörig zugelegt und lassen es teilweise richtig rauschen. Das gesamte Songwriting erscheint schlüssiger und zwischendurch beinahe "modern". Nicht missverstehen, natürlich rankt sich alles um 20 und 30 Jahre alte Songstrukturen, allerdings von einem frischen Frühlingslüftchen durchgepustet. Auch nach einer Woche Dauereinsatz mag sich der Übelkeit erregende Verwesungsgeruch der ersten CD nicht einstellen, obwohl natürlich ein Text wie der zu Fortunate Man in seinem einfältigen U.S.-Chauvinismus durchaus Abstoßungsreaktionen hervorrufen kann. Aber so sind sie halt, die Rednecks und Cowboys dieses "land of the free".
"Back To The Rock" bewegt sich zwischen New Country, echtem Southern Rock und teils beachtenswertem Mainstream. Peinsame Ausfälle gibt es nur zwei, so schmiert She Just Wants To Be Loved als Rausschmeißer wirklich jedes Ohr gnadenlos zu und Love And Pain könnte anders arrangiert von einer beliebigen Boygroup gesäuselt werden. An beiden Nummern ist der Schlagzeuger Pug Baker schuld, Grisham sollte also wissen, wer auf einem dritten Album nicht mehr als Songschreiber tätig werden muss. Rapp und Grisham steuern mit Missin' Dixie eine zwar völlig innovationsfreie, aber dennoch sehr schöne Country-Ballade bei und Jimmy Bennett (ansonsten zuständig für Gitarre und Lap Steel) bringt ein funkig stampfendes Live Together mit ein. Die ungewöhnlichste Nummer, gleichzeitig die beweglichste. Rapps Lone Star Sky hätte in früheren Zeiten sogar ohne weiteres Hitchancen gehabt. Angenehmer Radiosong.
Für die Rock-Fraktion sind nach dem noch im mittleren Tempo verharrenden, dennoch gut groovenden Titelsong Feger wie Don't Know Where I'm Bound (richtig rotziger Rock & Roll), das pumpende Fightin' Fire oder das swampige Fortunate Man zuständig. Die Inspirationsquellen all dieser Nummern sind jeweils nach wenigen Sekunden klar, Hoffnungen auf Einflüsse außerhalb des begrenzten Südstaatenkosmos braucht niemand hegen, aber auch komplette Tiefflieger wie Charlie Daniels haben vor Dekaden tolle Musik gemacht. Heute servieren eben die GHOST RIDERS einen solchen Schlager und nennen ihn Hoot Owl. Genehmigt.
Eine gute CD einer Band, der man das so nicht zugetraut hätte. Dass es sich um stockkonservative Musik handelt, und wer es reaktionär nennen will wird auch nicht aufgeknüpft, steht auf einem anderen Blatt.
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