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| Live In Australia, Edel Records, 2007 |
| Glenn Hughes |
Vocals, Guitar, Bass |
| JJ Marsh |
Guitar, Keyboards |
| Lachlan Doley |
Vocals |
| Gäste: |
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| Jimmy Barnes |
Vocals (Gettin' Tighter) |
| Tom Fitzgerald & Michelle O'Young |
Violin |
| John Philip |
Viola |
| Julia Ryder |
Cello |
| Produziert von: Drew Thompson & Carl Swann |
Länge: 76 Min 46 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Coast To Coast | 8. This Is How I Feel |
| 2. I Found A Woman | 9. Whiter Shade Of Pale |
| 3. This Time Around | 10. Mistreated |
| 4. Nights In White Satin | 11. Soul Mover |
| 5. Last Mistake | 12. Gettin' Tighter |
| 6. Frail | 13. You Keep On Moving |
| 7. The Divine | |
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Glenn Hughes stromlos. Ah je, musste das dann auch noch sein? Wie viele solcher CDs verstauben schon in irgendwelchen Kellern? Wie viele Rockbands sind an der Vorgabe, ihre eigenen Songs in akustischen Versionen darzubringen gescheitert? Will der Hardrockfan so etwas überhaupt hören?
Eines ist klar, Glenn Hughes' "Live In Australia" taugt nicht als Überzeugungsbeschallung beim ersten Date mit der neuen Flamme, dafür kreischt der Meister viel zu sehr und macht sogar den längst nicht mehr zu ertragenden Schmachtfetzen Nights In White Satin von den MOODY BLUES zum sprichwörtlichen Brüller. Für PROCOL HARUMs A Whiter Shade Of Pale gilt später selbiges, Geschrei plus Geigen plus solche Grablicht-Songs gehen wirklich ans Nervenkostüm. Spätestens an dieser Stelle wird die (hoffentlich) Schöne fragen, ob man denn nicht auch was angenehmes in der Sammlung hätte. Männer, nehmt gleich nen Klassiker von beispielsweise PURPLE, dann weiß die Braut direkt wo beim Rocker der Hammer hängt, und ihr erspart euch gestammelte Erklärungsversuche.
So weit so schlecht, die Zielgruppe solcher Veröffentlichungen beschränkt sich wohl auf Allessammler und Fans mit Hang zu melancholischen Stunden. Die werden hier ganz gut bedient, denn bis auf ein paar Töne im leicht gesteigerten Tempo hangelt sich Hughes vorwiegend betulich durch seine Historie. Zugute muss man ihm halten, dass er durchgehend versucht Stimmung und Spannung zu erzeugen - in mehreren Fällen gelingt das auch ordentlich (This Is How I Feel vom 2006er "Music For The Divine" ist so ein positives Beispiel). Mistreated kommt richtig gut, I Found A Woman vom ersten Soloalbum ("Play Me Out", 1977) und Coast To Coast (TRAPEZE, "You Are The Music…", 1972) sind dagegen ziemliche Rohrkrepierer, dafür bewegt das funkige Soul Mover vom gleichnamigen mediokren Album von 2005 tatsächlich. Hier und bei ein paar anderen Höhepunkten ist Hughes am elektrischen Bass zu hören; irgendwie stellt sich dieser Unplugged-Kram immer wieder selbst in Frage.
Durchgehend sehr schön ist die Gitarrenarbeit von JJ Marsh, der auf einigen CDs der letzten Jahre vertreten ist und beizeiten nicht unbedingt als besonders eigenständig auffiel. Diesmal bekommt er einen Extrapunkt für feines Spiel auf der akustischen Klampfe.
Einen echten Kaufgrund gibt es auch. Der unglaubliche Jimmy Barnes fetzt ein schwitziges Gettin' Tighter und zeigt Glenn bei dieser Gelegenheit auch gleich, dass man nicht in jedem Song die gesamte Tonleiter abarbeiten muss um ein großer Sänger zu sein. Hughes übertreibt die Vokalakrobatik im Verlauf des Gigs immer mal wieder und stört damit fast ein wenig die Intimität des Auftritts in diesem kleinen Club.
Die CD gibt es mit einem Song mehr auch als DVD, es muss jeder Kunde selbst entscheiden, ob er das "Spektakel" eines solchen Konzerts auch visuell erleben möchte.
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