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Greg Wood

Ash Wednesday

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Sonic Rendezvous

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Ash Wednesday
Ash Wednesday, Sonic Rendezvous, 2002
Greg Wood Vocals
Ben Collis Bass, Backing Vocals
Scott Daniels Guitar
Jesse Dayton Guitar, Backing Vocals
Pete Gordon Keyboards
Chris King Drums
Rob Mahan Guitar (Thinkin' it over)
Charlie Sanders, Jr. Backing Vocals
Brian Thomas Banjo, Dobro, Steel
Produziert von: Charlie Sanders, Jr. & Jesse Dayton Länge: 39 Min 53 Sek Medium: CD
1. 37 Years8. She'll make a good Memory
2. Everything is ok9. Thinkin' it over
3. Covenant10. Coffee and Cornflakes
4. Ash Wednesday11. Black Leaves
5. End of the World12. Top of your Box
6. Smashed flat13. Wishful thinking
7. Sam Kinison 

In der Flut der CDs schien diese zuerst fast unterzugehen. Greg Wood? Unbekannt, laut beiliegendem Artistinfo von Sonic Rendezvous macht der aber schon seit seit 1990 Musik. In Bands, die Rockversionen von Country-Standards (Merle Haggard, Hank (der Sr.) und Allen Coe) vor kleiner Zuhörerschar in schlecht besuchten Jukejoints runternudelten. Muss schon ein ernüchterndes Erlebnis sein, in Texas damit durchs Land zu tingeln.

Ein paar Jahre später gelingt dann mit seiner Band HORSESHOE ein Achtungserfolg. Das Album "King of the World" wurde von der Houston Public News zum Album des Jahres 1996 gekürt. Nicht, dass der Rest der Welt was davon mitbekommen hätte. Vor den Aufnahmen eines Nachfolgealbums kam dann der Schicksalsschlag: Greg Wood musste sich einer Herzoperation unterziehen.

Nach langsamer Genesung, während Wood sich vom Business abwandte (wer wills ihm verdenken?) machten seine Freunde Dampf: Er soll ein Soloalbum aufnehmen, das hier vorliegende Album "Ash Wednesday" ist das Ergebnis.
Die Auseinandersetzung mit der Platte zeigt recht schnell, dass Greg Wood erstens über eine hervorragende (leicht whiskeygefärbte) Stimme verfügt, die einfach perfekt zu seinen Rootsrock/Countryrock-Kompositionen passt, zum zweiten ist er ein grosser Geschichtenerzähler.

Zynismus aber auch Spass sind die Themen seiner kleinen Epen, er fühlt wohl den Puls des texanischen Alltagslebens der "normalen kleinen" Leute. Er selbst meint dazu: You can't leave the bar every night without at least a glimmer of hope, even if it's only the hope that the bar is still there tomorrow.

Musikalisch baut die Platte auf Country auf, der mit fast allen Schattierungen des Rock, R&B und anderen Elementen amerikanischer Musiktradition verziert wird. Shuffle-Bar-Country-Rock (37 Years), astreine gitarrendominierte kleine Slidewunder (mein absoluter Favorit auf dieser Platte: Everything is ok, rocklastiger Bluegrass (Coventant) wechseln sich mit Alt. Country-Balladen ab.
In der Tat ein kurzweiliges Vergnügen, reichlich mit Banjo, Dobro und Steelgitarren instrumentiert. Über allem das schon angesprochene souveräne Stimmorgan Greg Woods.

Die Produktion kann auch voll überzeugen: Nichts ist mit unsäglichem Nashville-Zuckerwattenschmalz überproduziert, auch Understatement low-fi-Geschrammel wurde zum Glück vermieden. Der Klang entspricht dem heutigen hohen Standard. In einer anderen (gerechteren?) Welt würde Greg Wood soviel Platten verkaufen, dass er davon leben könnte.

Manni Hüther , (Impressum, Artikelliste), 30.11.2002

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