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| Fang It!, APEX/BMG, 2000 |
| Gwyn Ashton |
Guitars, Mandolin, Harmonica, Vocals |
| Gerry McAvoy |
Bass, Backing Vocals |
| Brendan O'Neill |
Drums |
| Dennis Greaves |
Backing Vocals |
| Produziert von: Dennis Greaves |
Länge: 45 Min 48 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Breakin' All The Rules | 7. Leave That Girl Alone |
| 2. Livin' On A Faultline | 8. Hot In Here |
| 3. Gettin' On Down | 9. I Boogied |
| 4. How Can I Leave You (If You're Gonna Come Too?) | 10. Who's That Coming? |
| 5. Gettin' Better | 11. Faded Memory |
| 6. Cold As Ice | |
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Ganz brandneu ist diese CD nicht mehr. Sie erschien bereits im Oktober letztes Jahr. Das macht aber überhaupt nichts, denn Blues Rock und Boogie ist zeitlos.
Mit "Fang It!" hat der sympathische Australier auf jeden Fall die bisher beste seiner 3 CDs gemacht.
Nicht unwesentlich daran schuld sind die ehemaligen Begleitmusiker von Rory Gallagher, also Gerry McAvoy am Bass, Brendan O'Neill (Drums) und Dennis Greaves (Backing Vocals und Produktion).
Mit diesen Männern ist Gwyn Ashton bereits verschiedentlich bei Gallagher-Memorial Konzerten aufgetreten. Nicht ohne Grund, denn er hat alles, aber auch wirklich restlos alles incl. dem Aussehen von Rory drauf. Nachzuhören auf Who's That Coming?, der einzigen Fremdkomposition auf dem Album und natürlich von Gallaghers '73er "Tattoo" LP.
Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass Gwyn glaubhaft beteuert, Rory erstmals Anfang der 80er in Australien gehört und gesehen zu haben. Sowas nennt man Seelenwanderung.
Für Fans von Rory und überhaupt Bluesrocker ist die Platte natürlich Pflicht. Slide-Sahnestückchen wie Breakin' All The Rules oder Gettin' On Down wechseln sich mit akustischen Perlen (Faded Memory), gnadenlos stampfenden Bluesrockern (Leave That Girl Alone), einem krachenden Boogie - sinnigerweise I Boogied betitelt - oder einem sensationellen Rock & Roll wie How Can I Leave You ab und lassen keine Minute Langeweile aufkommen.
Langeweile ist bekanntlich - bei vielen Platten dieses Genres - in den letzten Jahren oft vorgekommen. All die jugendlichen Gitarrenhelden, die das Karohemd raushängen lassen, letztlich aber beim Plagiat von Stevie Ray und/oder Hendrix kleben bleiben und ihren eigenen Nummern den Wiedererkennungswert von Briefmarken verleihen.
Nicht so bei Gwyn Ashton. Natürlich erfindet er den Blues nicht neu. Aber er mischt ganz clever zwischen die bekannt klingenden Nummern immer mal wieder eine Überraschung. Cold As Ice, als Tribute an Albert Collins beispielsweise.
Oder meine Lieblingsnummer der CD, Getting Better. Hier klingt er nicht nach britischem Blues Rock, sondern nach australischem Rock. Mir drängt sich als Vergleich unmittelbar Kevin Borich auf. Relaxter Rock mit feinem Refrain und einer hinterhältig schiebenden Basslinie, die dem Song einen unwiderstehlich treibenden Charakter gibt. Und die hier gespielte Gibson Firebird tut ihr übriges.
Eigentlich unnötig zu sagen, aber McAvoy und O'Neill sind eine phantastische Backing Band. So und nicht anders muss Triosound klingen. McAvoy beherrscht den Wechsel zwischen Druck machen (I Boogied ist ein Bassmonster) und füllen von Löchern zwischen den Gitarrensoli, wie kaum ein anderer. Was Wunder, nach 20 Jahren Gallagher.
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