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| Electrified, HN Records, 2005 |
| Patrick Pfau |
Vocals |
| Malte Triebsch |
Guitars |
| Ulrich Bichmann |
Bass |
| Dominique "Gaga" Ehlert |
Drums |
| Gäste: |
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| Tobias Cosler |
Organ |
| Chris Kramer |
Harp |
| Jane Palmer & Katja Kutz |
Background Vocals |
| Martelle |
Piano (Foolin' Around), Bass (Crossing The Dessert) |
| Produzier von: Andreas Schmid-Martelle |
Länge: 55 Min 32 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Foolin' Around | 8. See Who's Coming |
| 2. Can't Get Your Love | 9. Hard Working Band (live) |
| 3. Last Night | 10. Maybeline (live) |
| 4. Electrified | 11. Hell To Pay (live) |
| 5. Crossing The Dessert | 12. Big Easy (live) |
| 6. Desert Stomp | 13. Going Down (live) |
| 7. Shotgun | |
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Das Quartett aus dem Ruhrpott (bereits on tour u. a. mit Walter Trout, Stan Webb, Chris Farlowe) definiert seine Musik treffend als "Power Blues".
Der Bandname dürfte sich wohl eher vom HUMBLE PIE-Klassiker, weniger vom namensgleichen Song der US-Truppe BLACK OAK ARKANSAS ableiten. Gleichwohl stehen sie eben Blues- und Southern Rock sehr nahe. Nach ihrem Debüt "Rock'n'Roll World" legen sie nunmehr ein Folgealbum vor, das Freunde des genannten Genres gewiss aufhorchen lassen sollte.
Die vier erfahrenen Musiker spielen handwerklich auf hohem Niveau, dabei sehr druckvoll und geradlinig, ohne Tricks und doppelten (Studio-) Boden. Leadsänger Patrick Pfau verfügt über eine fulminante, intonationssichere Stimme. Die acht Studiosongs sind absolut professionell produziert; gesorgt hat dafür Andreas Schmid-Martelle, seines Zeichens einst Gitarrist in der JULE NEIGEL BAND mit ungebrochener Liebe zum Bluesrock.
Fast alle Songs sind Eigenkompositionen der Band, und das Songwriting kann sich sehr wohl hören lassen. Es überwiegt der "klassische", Blues-geschwängerte Rock wie in Shotgun oder Can't Get Your Love, daneben gibt es eingängigen Boogie-Rock (Desert Stomp) oder eine softe R&B-Ballade (Last Night), wie man sie sich auch gut von "good ole" Joe Cocker vorstellen könnte. Etwas aus dem Rahmen fallend und somit für Abwechslung sorgend der Acoustic-Track See Who's Coming, gewiss eine der überzeugendsten Nummern auf "Electrified".
Fünf Live-Stücke ergänzen den Studioteil und bilden mit dem Standard Going Down (von Don Nix), der auch zum Repertoire von Freddie King, J.J. Cale oder DR. FEELGOOD gehört(e), den krönenden Abschluss.
Die Jungs wissen, dass sie an der großen Konkurrenz aus dem UK oder den USA gemessen werden; aber sie müssen sich nicht hinter diesen verstecken. Sie haben genügend Talent und Potenzial für satten Bluesrock - made in Germany.
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Seit Mitte der 80er Jahre existiert die Bluesrock-Band HOT'N'NASTY aus Dortmund. Durch unzählige Liveauftritte auf Festivals und in Clubs im In- und Ausland und als Support-Act für Bands wie WISHBONE ASH, DR.FEELGOOD, Walter Trout, Chris Farlowe, Stan Webb und Ana Popovic hat sich die Band bereits einen Namen erspielt.
"Electrified", ihre erste 'full-length'-CD, wird Malte Triebsch & Co. definitiv einen weiteren, erheblichen Schritt zu einer noch größeren Fangemeinde führen.
Im Laufe der 15-jährigen Bandgeschichte hat es die eine oder andere Umbesetzung gegeben. Auf ihrer Debüt-CD präsentieren sich HOT'N'NASTY als perfekt eingespielte Band. Das Album, auf dem nicht nur Bluesrock der kräftigen Gangart geboten wird, ist, wie der CD-Titel bereits signalisiert elektrisierend, begeisternd.
Alle 8 Studioaufnahmen stammen aus der Feder von HOT'N'NASTY. Die 4 Liveaufnahmen, aus dem Dortmunder Club 'Limericks' vom 12.3.2005, sind mit den 3 Coversongs Maybelline, Big easy und dem Don Nix Klassiker Going Down gut besetzt. Aktueller kann der Livemitschnitt nicht sein, zeigen die Aufnahmen doch, was bei einem Livekonzert abgeht. Aufnahmetechnisch in hervorragender Qualität auf CD gebannt.
Zunächst möchte ich mich jedoch den Studio-Aufnahmen widmen.
Foolin' around, besser hätte man einen Opener nicht wählen können. "Crazy" Chris Cramer, Dortmunder Harpspieler und Martelle am Piano ergänzen den satten Bandsound blendend. Patrick Pfau mit seiner kraftvollen, rauhen Stimme, passt wie die Faust auf's Auge zum HOT'N'NASTY Bluesrock. Malte Triebsch schneidende Gitarre weiß vom ersten Ton an zu gefallen. Bass und Schlagzeug treiben die Band nach vorne. Ein solcher Einstieg ins Album macht neugierig.
Nach dieser Uptempo-Nummer geht's nahtlos weiter mit Can't get enough. Jane Palmer und Katja Kutz bilden mit ihren Backing Vocals einen großartigen Gegenpol zu Pfaus Bluesröhre. Am Ende des Gitarrensolos spielt Malte Triebsch nur einen Ton, "zieht" dann die Saite, um in einen Rhythmuswechsel überzuleiten. Der Ton macht's.
Genauso vielsaitig wie Malte Triebsch Gitarrenarbeit, so vielseitig ist auch Patrick Pfaus Gesang. Last Night, eine Ballade auf der Pfau durch die andere Seite seiner vorzüglichen gesanglichen Quatitäten zu überzeugen weiß. Waren die Backing Vocals der Damen im vorherigen Song noch ein Kontrast zu Pfaus Stimme, verschmelzen die drei hier auf angenehmste Weise.
Eine weitere Ballade wird mit See who's coming geboten. Im Duo, Triebsch an der Akustischen (fabelhaft), liefert er mit Pfau einen Slowsong erster Qualität ab.
Im instrumentalen Titelstück Electrified zeigt der Gitarrist, wie gut er mit dem Wah-Wah-Pedal umgehen kann. 2:40 Minuten, kurz aber heftig.
Als eine Einheit sind Crossing the desert und Desert stomp anzusehen. Kurzes Shaker-Rascheln, dann Malte Triebsch an der Slidegitarre. Dominique "Gaga" Ehlert steuert dezente Beckensounds bei. Auch Desert stomp ist prächtig slidelastig. Das gefällt dem Rezensenten. Ruhig mehr davon...
Dann kommen wir zu den Livesongs. Bereits bei Hard working band wird deutlich, dass bei den Studioaufnahmen nichts geschönt wurde. Sind die vielleicht sogar live im Studio eingespielt worden? Wahrlich, bestimmt ein hartes Stück Arbeit bis zu dieser CD.
Ein schwerer, schleppender Rhythmus eröffnet Hell to pay. Pfau steigert sich zur Höchstform und singt sich die Seele aus dem Leib. Vortreffliche Rhythmusgitarre und ein Solo vom Feinsten in diesem knapp über 9 Minuten dauernden Song. Triebsch zeigt allen, wo die Gitarrenglocken hängen. Hoch, verdammt hoch. Auch er beherrscht den Umgang mit dem Regler an seiner Gitarre, um seinem Instrument diese für Walter Trout typischen weinerlichen Töne zu entlocken. Leider fehlt der Szenenbeifall des Publikums für diese Leistung.
Nach dem locker groovenden Big easy, als Sahnehäubchen obendrauf zum Abschluss Going down.
HOT'N'NASTY haben mich mit ihrem Erstlingswerk erstklassig unterhalten. Eine beeindruckende CD, die ganz einfach dazu führen muss, in vielen CD-Sammlungen ihren Platz zu finden. Eine weitere deutsche Band, die das Blues-Feuer hier zu Lande weiter brennen lässt. Glückwunsch, Leute.
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