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| Close Ups, Slovenly Recordings, 2004 |
| Vinz |
Guitar |
| Davide |
Guitar |
| Stefano |
Drums |
| Pico |
Bass |
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Länge: 30 Min 49 Sek |
Medium: CD |
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| 1. If I Had Wheels | 7. Surf Feva' |
| 2. My Pussycat | 8. Somethin' Voodoo |
| 3. Kerumph | 9. Beer Me Up Mr. Sten |
| 4. Rancho Relaxo | 10. Wicked |
| 5. Cold Lola | 11. Delawares (feat. Tim Kerr) |
| 6. Trinity | |
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Dass es in meinem, und des Bundeskanzlers, bevorzugten Urlaubsland neben Vino und Amore auch etliches an guter Musik gibt, ist bei uns ja nicht unbedingt so bekannt.
Dass es musikalisch noch was anderes als Ariensänger und Popschmalzler a la Ramazotti, Albano und Romina etc. gibt, wurde einem zumindest teilweise durch Sänger wie Celentano, Zucchero oder Conte signalisiert. Das läuft aber alles noch in eine ähnliche Ecke und von richtig guten Rockbands ist, trotz einer gewaltigen Prog-Rock-Szene, hierzulande kaum was zu hören.
Da gibt es allerdings die drei Kerle von W.I.N.D., die einen dermaßen geilen Southern-Blues-Rock spielen, dass man sie zwar im Süden vermutet, allerdings in dem der Vereinigten Staaten und kaum aus Italien.
Und dann gibt es da z.B. eine Band aus Turin, die man auch eher woanders ansiedeln würde.
Introducing: INTRODUCERS!
Diese vier Italiener haben sich einem "violent surf rock" verschrieben und sind geeignet jede Beachparty zum Kochen zu bringen. Schon die Instrumente auf dem Cover wecken Erinnerungen an die frühen 60er und wenn der Player anspringt, zuckt das Surfbrett an der Wand voller Vorfreude. Natürlich instrumental, rauschen die INTRODUCERS in typischem Tempo mit einem lupenreinen Surfrock daher, wie ihn Koryphäen wie Dick Dale propagierten.
Das geht gern auch mal abgefahrener zu, wie in Pussycat, wenn auch Einflüsse aus Punk und New Wave zu hören sind. In diesem Song gibt's auch etwas Gesang, jedoch bleiben die Gitarren tonangebend. Ich denke, auch ein Link Wray hätte an dem wilden Rhythmus und treibenden Tempo von Kerumph seine Freude.
Gern unterbricht die Band mal einen Song, um gleich darauf wieder vehement einzusteigen.
Klar erinnert das öfter mal an irgendwelche Filmmusiken. Rancho Deluxe lockt einen über die Grenze nach Mexico zu einem wilden Ritt durch die Wüste und eigentlich fehlt nur noch... ach nee, da kommt ja schon das "Arriba!".
Ihr Faible für die 60er ist nicht nur an dem "The Who Maximum R&B"-T-Shirt zu erkennen, sondern auch an Songs wie Cold Lola, bei dem sie durchaus den frühen WHO oder auch den KINKS ähnlich klingen, bzw. ist in dem Song auch ein gutes Stück Garagenrock a la REPLACEMENTS vorhanden.
Wenn die INTRODUCERS zur Akustischen greifen und die Lippen stülpen, dann ist man endgültig in einem Soundtrack angelangt. Ich weiß den Filmnamen jetzt nicht, aber mit Sicherheit ist es ein Spaghetti-Western! Könnte was mit Clint Eastwood sein, aber ich tendiere eher zu Terence Hill/Bud Spencer, so Richtung "Rechte und linke Hand des Todes". Irgendwas mit "with a bible and a gun" kommt mir in den Sinn, auch wenn es hier nur instrumental gespielt wird. Dafür steigt für das Solo auch eine E-Gitarre mit ein und macht dem Song zum Hit dieser Scheibe. Für einen Ausritt kann es kein besseres Stück geben als das hier. Zur Not tut's auch ein Drahtesel...
Bei Surf Feva' handelt es sich wieder um voll abgehenden Surf-Rock'n'Roll, dem eine in erster Linie auf den Basssaiten gespielte Melodie den Antrieb verleiht. Der Rock'n'Roll-Anteil ist hier recht hoch und ein BEACH BOYS-mäßiges "whoohoohoo" betont das Surffieber noch mehr.
Ein ganzes Stück bedrohlicher klingt Somethin' Voodoo mit seinem hypnotischen Groove.
Spaß zu haben verstehen die Turiner offensichtlich. Auch zu erkennen an Titeln wie Beer Me Up Mr. Sten, das sich ansonsten in gut tanzbaren Surf-Rock-Bereich bewegt.
Bei Wicked wird wieder eine Brücke zum Punkrock geschlagen während man sich mit Delawares ein weiteres Mal auf dem Weg durch die Sierra Madre, oder was ähnlichem, wähnt.
Wer sich gerade in den Urlaub begeben möchte, kann sich hier 'ne halbe Stunde prima antreiben lassen und sich schon mal auf die Strandfete freuen. Dürfte allerdings auch zuhause funktionieren. Wie sangen schon die RAMONES: "they got their surfboards and they're going to the discotheque..."
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