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| Country Ghetto, Alligator Records, 2007 |
| JJ Grey |
Vocals, Guitars, Keyboards, Harmonica, Bass |
| Daryl Hance |
Guitar, Slide Guitar |
| Adam Scone |
Organ, Organ Bass |
| George Sluppik |
Drums |
| Gäste: |
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| Ian Hendrickson-Smith, Cochemea Gasleum, Dave Guy |
Horns |
| Batya MacAdam-Somer, David Medine, Hayley Neher, Jesse Marino |
Strings |
| Liza Oxnard, HazelMiller, Linda Lewellyn |
Background Vocals |
| Produziert von: Dan Prothero |
Länge: 45 Min 11 Sek |
Medium: CD |
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| 1. War | 7. Footsteps |
| 2. Circles | 8. Turpentine |
| 3. Country Ghetto | 9. A Woman |
| 4. Tragic | 10. Mississippi |
| 5. By My Side | 11. The Sun Is Shining Down |
| 6. On Palastine | 12. Goodbye |
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Fände ich einen der neuen MOFRO-Songs unwissenderweise auf einem unserer beliebten "Blindflüge", tippte ich wohl unweigerlich auf Endsechziger-Frühsiebziger Stax- und Hi Records beeinflussten Swamp-Soul, mal sachte vor sich hin glimmend, mal züngelnd auflodernd, so als bliese jemand mit voller Wucht stoßweise in die gemächliche Glut.
Okay, JJ Grey & MOFRO haben natürlich keine heiße Luft zu verkaufen, denn die Songs auf dem neuen Album "Country Ghetto" klingen substanziell und reif genug, um den Verdacht eines kurzen Strohfeuers weit hinter sich zu lassen. "Country Ghetto" geht ziemlich tief rein, besitzt, das kann man wohl nach sieben oder acht Hördurchgängen freimütig bekennen, das Potenzial zum Klassiker. Nicht zuletzt deswegen, weil es sich aus dem überbordenden Topf der Musikgeschichte so subtil wie geschickt bedient.
Die Südstaaten der USA, dieser vielfarbige Schmelztiegel, sind JJ Greys Heimat. Das spürt man im Zuge des Songwriting, hört es in den Arrangements, wo brennende Bläser und gelegentliche coole Streicher, sowie ein mehrköpfiger Damenchor für Spannung sorgen, das fühlt man anhand des unverschämt vibrierenden Groove und merkt es an JJ Greys Raspelstimme, die Soul/Gospel/Funk-Einflüsse offenbar verinnerlicht hat.
A woman ist sowas von klassischem Otis-Soul, dass man dem Irrglauben erliegt, es handele sich um ein Outtake von Mr. Redding aus 1967. Da nimmt man z.B. auch Spuren des guten alten Tony Joe White wahr, mal klingt das Gebräu auch wie zu Zeiten von Joe Cockers grandioser "Mad Dogs And Englishmen"-Tour oder auch schwer durch THE BANDs "Rock Of Ages" beeinflusst.
Das komplette Klangbild dieses hervorragenden Albums wurzelt tief in der Vergangenheit, gibt sich also nicht mit Grenzgängertum im Sinne einer Band wie NORTH MISSISSIPPI ALLSTARS (die hiermit nicht abgewertet werden sollen, nein...) ab, sondern vertraut demütig auf die ehernen Regeln des Soul, des Gospel, des Funk. Eine Herzensangelegenheit, eine tiefe Verbeugung, ein Dankeschön an die musikalische Kultur des Südens.
JJ Grey verfügt jedenfalls über die richtigen Rezepte. Auf seiner Website outet er sich als Gourmet und Hobbykoch. Kann es was sympathischeres geben?
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