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John Miles
"Upfront"

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Upfront
Upfront, EMI, 1993
John Miles Vocals, Guitars
Jack Bruno Drums
Neil Stubenhaus Bass
Ollie Marland Keyboards
und jede Menge Bläser, Percussion etc.
Gast: Tony Joe White, Acoustic Guitar bei 'Pale Spanish Moon'
Produzent: Chris Lord-Alge Länge: 64 Min 04 Sek Medium: CD
1. Everything's OK (4:30)8. Body Of My Brunette (4:07)
2. Don't Get Through (4:35)9. Forever And Ever (4:54)
3. One More Day Without Love (6:02)10. It's Not Over Yet (4:52)
4. Oh How The Years Go By (5:06)11. Chains And Wild Horses (4:20)
5. What Goes Around (4:23)12. Absent Hearts (5:58)
6. Now That The Magic Has Gone (5:38)13. Pale Spanish Moon (5:10)
7. It's Such A Mystery (4:52)

John Miles, ein Musiker, bei dem bei mir, wie auch den meisten anderen, sofort das Wort 'Music' in den Kopf steigt, und leichtes Unwohlsein in der Magengegend auslöst.
Um so überraschter ist man dann, wenn man sein Werk 'Upfront' durchgehört hat. Ehrlicher, melodischer und erfrischender Blues-Rock und man weiß danach, warum er bei Tina Turner, Joe Cocker u. a. gern als Gitarrist und Keyboarder bei den Live-Tourneen verpflichtet wird.
Die traditionelle Miles-Fan-Gemeinde hat ihm die Scheibe allerdings wohl sehr übel genommen,sonst hätte es sicherlich ein entsprechendes Nachfolgewerk gegeben.
Note 2

Daniel Daus (Impressum, Artikelliste), April 2001

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Adelina hat Schiss vor der Schwiegermutter:

Fängt gut an. Das erste Lied ist ein super Lied. Beim 3en wird's etwas schmalziger. Erinnert mich irgendwie an Chris DeBurgh. Und so geht es weiter über Höhen und Tiefen (leider mehr Tiefen).
Teilweise klingt es, für mich, wie Eric Clapton in langsamen Phasen. Und es klingt kommerziell. Andere werden vielleicht "mainstreamig" sagen.
Lied 11 lässt die Stimmung wieder etwas aufleben, um sie gleich wieder runter zu drücken mit dem 12.
Das letzte Lied (Pale Spanish Moon) ist das einzige von allen "langsamen" auf der Platte, das mir gefällt. Wahrscheinlich, weil es "Lagerfeuerromantik"-Erinnerungen aus meinem Studium in mir weckt...
Die Platte kann man gut bei einer gemütlichen Party anhören, bei der sich die Leute auch mal unterhalten möchten. Oder wenn die Schwiegereltern zu Besuch sind.:o)
Note 3.

Fred versteht John-Boy nicht und ist sowieso ein Frauentyp:

Wer einem so den Mund wässrig macht und einen derartigen Opener vorlegt, der kann kein schlechter Mensch sein.
Aber wer anschließend von Nummer zu Nummer (höhö) so nachlässt und letztlich bei einem "Pale Spanish Moon" den selben anheult wie ein liebeskranker Ochsenfrosch, der muß ein furchtbarer Liebhaber sein ("Music" war eine Offenbarung dagegen). Ich frag mal Mrs. Miles.
Was bildet sich der Kerl ein? Will er die Hardcorerocker-Fraktion und die Bayern3-WDR-NDR-irgendwas-Hörerschaft vereinen? Kann er vergessen. Trotzdem sind etliche ganz ordentliche Nummern drauf. Irgendwo zwischen Bryan Adams, Joe Cocker und anderen "eigentlich ganz guten".

Eine klare 4 und mein Beileid an Mrs. Miles.

Heidi mäkelt:

Track 1 rockt ordentlich dahin, und da dachte ich auch noch: 'Everything ok'.
Aber dann wird's von Song zu Song ein wenig fader. Das klingt mir alles zu sehr nach dem, was man jeden Tag rauf und runter im Radio oder beispielsweise einer Opel-Werbung hören kann, plätschert an mir vorbei ohne Eindruck zu hinterlassen. Zu viel Einheitsbrei zu wenig Kreativität.
Und 'It's not over yet' klingt fast wie eine Drohung, obwohl mir gerade der Song noch eher positiv auffällt. Eine Drohung, die mit dem letzten Lied der CD wahr werden soll. 'Pale Spanish Moon', ich erblasse. Was ist denn das? Was wohl irgendwie spanisch klingen soll, kommt mir genau so vor. Ich glaube das sollte eigentlich ein schwülstiges Weihnachtslied werden.

Meine Note deshalb: 4, weil zu wenig Highlights und ein Minus extra für den spanischen Mond.

Joachim ist Sonntags immer besonders gnädig:

Eine überwiegend starke CD mit guten Rockern wie 'Everything's o.k.', 'Can't get Through' und 'What goes around'. Absolute Höhepunkte sind 'Body of my brunette' (obwohl ob blond ob braun ich liebe alle Frauen) und der Abräumer 'Chains and wild horses' mit herrlichen Gitarren-Brettern.
Sehr schön klingt 'Absent Hearts' mit perfekten Bläser-Arrangements. Feine Ballade.
Nun ja, die Schmachtfetzen 'Pale Spanish Moon' und 'Oh what the years go by' hätte er sich sparen können, sind ziemlich kitschig und passen so gar nicht auf dieses ansonsten stimmige Blues/Rock Album.

Note 2-.

Manni fasst sich kurz:

John Miles - Startet mit einem geilem Opener, die Vorfreude auf die Platte ist da natürlich gross.
Leider driftet das ganze für meinen Geschmack zu stark in den Pop-Bereich. Wegen m.E. nur zwei hervorragender Songs eine 4

Markus braucht keinen Kuschelrock:

John Miles liefert mit seinem neuen (naja, neu? Red.) CD-Silberling "Upfront" zwar ein solides Album ab, bei dem er von hervorragenden Musikern unterstützt wird, z.B. Jack Bruno am Schlagzeug, mit dem er auch bei der Tina Turner-Band aktiv ist, das mich aber nicht vom Hocker reißt.
Highlights von "Upfront" sind der Blues Rock-Titel "Everything's OK", als Opener, danach "Can't Get Through", ein sehr gelungenes Soul-Blues Stück, bei dem John Miles beweist, dass er ein excellenter Gitarrist ist. Bei "Now that the Magic Has Gone", einem traditionellen Blues beweist der Meister welch guter Komponist und Musiker er ist.
Auf dem Album sind aber zu viele Balladen, herausragend von diesen ist "It's Not Over Yet". Neben den excellenten Gitarrensoli bei diesem Titel ist vor allem die Gesangsleistung von John und seinen Back-Up Sängern Maxine Sharp und Cydney Davis sehr stark.
"Chains & Wild Horses" ist endlich ein dynamischer Rock-Song, bei dem die Gitarren krachen und der sehr viel Spaß macht beim anhören. John hätte mehr solche Power-Songs auf dieser CD veröffentlichen sollen.
"Upfront" von John Miles ist vor allem Fans von Balladen zu empfehlen und Verliebten, die bei Kerzenschein und einem Glas guten Rotweins kuscheln möchten.
Gesamtbeurteilung Note 3,5. Hier hätte man von John Miles wirklich mehr erwarten dürfen!

Martin zählt bis 5:

John Miles ist sicher ein großer Bewunderer von B. B. King. Dessen Geist schwebt über Johns durchaus ansprechendem Gitarrenspiel und findet sich auch in den ruhigeren Kompositionen wieder, die teilweise auch der Bluesphase eines Gary Moore entstammen könnten.
Ansonsten pflegt John Miles alle denkbaren Unarten des Soul von penetranten Bläsereinsätzen über lästige Backgroundchöre, glatt produziert wie ein Kinderpopo und überaus kommerziell ausgerichtet.
Mehr als einmal drängt sich der Vergleich zu den BACKSTREET BOYS auf, die ja mittlerweile auch in Soulgewässern fischen. Wohlwollender ausgedrückt sollten Anhänger von Joe Cocker, Roger Chapman oder Jimmy Barnes in seiner Soul deep-Phase mal ein Ohr riskieren.
Ich dagegen stelle fest, dass ich mit Upfront mit jedem Hördurchgang weniger anfangen kann und bevor gar keine Punkte mehr übrigbleiben...
(5)

Ralf der kleine Bussibär:

Wie ein Radiohit einem doch die Karriere versauen kann.
Seit seinem 1976er Top 5 Hit "Music", den ich sogar damals gar nicht mal schlecht fand, bin ich trotzdem nie auf die Idee gekommen, mich mit John Miles zu befassen, obwohl er u.a. ja auch auf Alben wie Jimmy Page's "Outrider" zu finden ist.
"Upfront" ist eine eingängige, radiotaugliche Hard/Bluesrockmischung irgendwo zwischen Joe Cocker, Roger Chapmann, The Commitments, Gary Moore und Stevie Ray Vaughan ( bitte großzügig auslegen ).
Kann man auf jedem Themenabend im Hintergrund laufen lassen.
Note 3

Ulli, der Demokrat, ist unentschieden:

Ich glaub' es nicht. Das kann nicht DER "Music" John Miles sein. Kann man sich musikalisch so verändern wie es Track 1 mit Gitarren in ZZ Topscher Manier glauben macht?
Nun, "Nichts ist unmöglich" suggeriert uns ja auch die Werbung.
Also schnell AMG bemüht und siehe da: dort läuft er unter "Heavy Metal" und "Hard Rock".
Das kann's aber auch nicht sein. War "Music", diese allseits bekannte Ballade ein stilistischer Ausrutscher? Wie auch immer, "Everything's ok" ist geil - eine starke Rocknummer. Track 2 wird dann etwas gezähmter, rockt aber auch ordentlich. Die Titel 3 und 4 sind dann schon eher "musicmässig.
"What goes around" wird wieder rockiger und würde vorzüglich ins Mainstreamrepertoire eines Herrn Clapton passen. "Now that the magic has gone" eine wunderschöne Ballade mit passendem "Gibson-Sound".
Track 7 und 8 grooven wie Robert Palmer Nummern und werden von dem unheimlich relaxten "Forever and ever" abgelöst. Eine Nummer, die mit ihren Saxophon Parts wunderbar in ein amerikanisches Seafood Restaurant passt. Ich muß beim Hören an die "Blue Crab" in Norfok, VA denken. Es sind schöne Gedanken.
Auch die letzten 4 Tracks passen in jedes dritte Programm der einschlägigen Radiosender. Sie tun niemanden weh und zwingen nicht zum Tuningregler zu greifen.
Man kann "Upfront" einfach hören, es nervt nicht - es begeistert aber auch nicht über Gebühr.
Gäbe es mehr Songs vom Kaliber "Everything's ok", ja dann....
So denke ich, dass für mich die Beschreibung der Note 3 am ehesten zutrifft.

Wie immer der Letzte, ist Werner.

"Music" ist mir in jahrzehntelanger Gehirnwäsche bis ins Genom meiner letzten Zelle programmiert worden. So, wie "O sole mio" oder diverses Gesangsgut, dem man einfach nicht ausweichen kann, weil es einen überall einholt. Dabei weiß ich doch noch ganz genau, dass mir der Titel, als er damals rauskam, nicht besonders gefallen hat. U.a., weil mir John Miles Stimme und sein Stil nicht so gefielen, was Geschmackssache ist, denn Singen kann er. Und er kann auch Gitarrespielen und komponieren.
Nach langen Jahren habe ich mir nun auf Wunsch (vielleicht eher Zwang) sein 1993er Opus angehört. Und zwar viermal hintereinander. Die langsam(er)en Lieder ertrage ich sofort ohne erkennbare negative Symptome, bei anderen wie dem Opener, streckt sich der Arm und die Hand nimmt die Fernsteuerung und drückt auf Skip. Wenn ich diese Aktion unterdrücke, beginne ich, auf dem Stuhl hinundherzurutschen, was nicht gut für Stuhl und Jeans ist.
"Music" war damals für mich konstruiert, gekünstelt, und genau dies fühle ich auch bei der 93er CD. Nein, meine Zeit ist mir zu schade, um sie mit John Miles zu verbringen. Würde ich wenigstens richtig Geld dafür bekommen, dann quälte ich mir ein paar unverbindliche Worte ab.
Sorry, John, Du bist einfach nicht mein Fall. Note 4.


 
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