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| Revelation, Frontiers Records, 2008 |
| Arnel Pineda |
Lead Vocals |
| Neal Schon |
Guitars, Backing Vocals |
| Deen Castronovo |
Drums, Percussion, Backing Vocals |
| Jonathan Cain |
Keyboards, Backing Vocals |
| Ross Valory |
Keyboards, Backing Vocals |
| Produziert von: Kevin Shirley |
Länge: 110 Min 13 Sek |
Medium: Do-CD |
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| CD 1: | |
| 1. Never Walk Away | 7. Where Did I Lose Your Love |
| 2. Like A Sunshower | 8. What I Needed |
| 3. Change For The Better | 9. What It Takes To Win |
| 4. Wildest Dreams | 10. Turn Down The World Tonight |
| 5. Faith In The Heartland | 11. The Journey (Revelation) |
| 6. After All These Years | 12. Let It Take You Back (Bonus Track) |
| CD 2: | |
| 1. Only The Young | 7. Separate Ways |
| 2. Don't Stop Believin' | 8. Lights |
| 3. Wheel In The Sky | 9. Open Arms |
| 4. Faithfully | 10. Be Good To Yourself |
| 5. Any Way You Want It | 11. Stone In Love |
| 6. Who's Crying Now | |
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Es ist vielleicht an der Zeit, ein paar alte Recken, die unter dem Decknamen JOURNEY wieder auf sich aufmerksam machen, nun endlich von Seiten der Fans in den musikalischen Ruhestand zu schicken. So mein Gefühl vor dem Einlegen der neuen Scheibe "Revelation" unter dem nachhaltigen Eindruck des zuletzt blassen "Generations" aus dem Jahr 2005. Und dann der ganze Hickhack um einen würdigen Nachfolger für die "AOR-Schmachtstimme" schlechthin namens Steve Perry (ex-ALLEN PROJECT). Da hatte man mit Steve Augery doch schon einen Sänger auf die Bühne geschickt, der stimmlich passte, den neuen Kompositionen das typische JOURNEY-Flair verlieh, der aber wohl leider schnell an seine Leistungsgrenzen stieß und so den Anforderungen insgesamt nicht mehr gerecht wurde. Schnell sprang Jeff Scott Soto auf den JOURNEY-Zug, wobei ich mich noch immer frage, was der denn da überhaupt wollte. Neal Schon duldet doch schon lange keinen Frontmann mit Charisma, die Show machen die Alten, er vorne weg und allenfalls Jonathan Cain, der seit 1980 die Tasten in der Band drückt und/oder Urgestein und Bassist Ross Valery, Gründungsmitglied, dürfen übergebührend auf sich aufmerksam machen. Schlagzeuger Deen Castronovo ist das vollkommen wurscht, aber dennoch konnte man sehr gespannt sein, wer sich nun für das neue Album vor den Karren spannen lässt.
Der Mann heißt Arnel Pineda, und genau der öffnet uns Augen und Ohren und macht unmissverständlich klar, dass ein Steve Perry zum zweiten Mal adäquat ersetzt werden kann. Verblüffend ist die Ähnlichkeit. Meinen es JOURNEY nun endlich dauerhaft ernst? Man muss es glauben, denn die außergewöhnlichen stimmlichen Fähigkeiten von Pineda haben die Band wohl dazu veranlasst, der neuen Scheibe noch einen zweiten Silberling beizulegen, auf dem sich 11 Klassiker befinden, die der neue Sänger eingesungen hat. Wie groß sind da die Unterschiede? Gering, und deswegen Danke für die soundtechnisch modernen Klänge der alten Songs. Da kann man für ein bisschen JOURNEY zwischendurch solche Überalben wie "Infinity", "Evolution", "Departure" und "Escape" getrost auch mal im Schrank stehen lassen.
Mehr gibt es zur CD 2 auch nicht zu sagen, die Auswahl der Stücke spricht im Grunde genommen für sich, und wer lieber den einen oder anderen Chartbreaker vorgefunden hätte, dem kann man vermutlich niemals alles recht machen.
Viel interessanter und entscheidend für einen möglichen Kauf ist das neue Material auf CD 1, welches schließlich auch darüber entscheiden soll, ob wir die Formation nun in den Ruhestand schicken oder nicht.
Die gut gewählte Melodie ist bei JOURNEY obligatorisch und fest gebucht. Na ja, bis eben auf "Generations", da zündete, ehrlich gesagt, keine einzige Nummer richtig. Doch auf "Revelation" vernehmen wir in der Eröffnungsnummer Never Walk Away eine Frische, wie man sie sicherlich nicht erwarten konnte. Na klar, irgendwie haben wir das schon mal gehört, aber das ist eben AOR, absolut charttauglich und vorzugsweise auf den amerikanischen Markt abgestimmt. Das ist glatte, technisch versierte Rockmusik, die von Keyboards und Gitarren dominiert wird. Wenn die Entscheidung gefallen ist, dass man von JOURNEY keinen neuen und ungewohnten Sound möchte, sondern darauf setzt, dass ein eingängiger Song nach dem anderen folgt, dann ist der Fan auch bei Like A Sunshower sofort auf der sicheren Seite. Arnel Pineda schafft sich durch das Repertoire und immer wieder muss angeführt werden, dass die Stimme vertraut klingt.
Change For The Better, das etwas dreckige Wildest Dream und auch die Herz-Schmerz-Ballade After All These Years, sie alle hätten das Potenzial für die vorderen Chartplatzierungen, wenn wir uns mitten in den 80er-Jahren befinden würden. JOURNEY 2008 klingen wie zu Zeiten von "Raised On Radio", noch wesentlich präziser als auf "Trial By Fire" und zeigen endlich wieder Biss, setzen auf eine bewährte Karte und bedienen den AOR-Fan voll und ganz. Und während ich mir das hammermäßige What It Takes To Win noch mal gebe, komme ich entgegen meiner Erwartung zu dem Schluss, dass Neal Schon und seine Jungs durchaus wieder einen Volltreffer gelandet haben. Und zwar einen, den ich ihnen nicht mehr zugetraut hätte. Ich bin mehr als überrascht, denn das sind die alten und erfolgreichen JOURNEY in einem modernen topp Sound! Da werden Jim Peterik und PRIDE OF LIONS ein gehöriges Brikett auflegen müssen, um erneut die Spitzenposition im Genre einzunehmen.
Unfassbar gute melodische Scheibe einer großen Band. Nix Ruhestand, ab auf die Bühne!!!
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