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June

Silver Road

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Bad Land Records

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Silver Road
Silver Road, Bad Land Records, 2003
Tom Wagner Vocals, Electric Guitar, Slideguitar, Percussion
Bernie Schroeter Electric & Acoustic Guitars, Vocals
Gregg Wittner Piano, Organ, Synthesizer
Andi Kristall Bass
Wolfgang Rösch Drums
Gast:
Donnie Wardlaw Radio-DJ
Produziert von: Tom Wagner & Bernie Schroeter Länge: 49 Min 43 Sek Medium: CD
1. Tune In7. Hearts In Troubled Times
2. Each And Every Minute8. I'll Always Remember
3. Summerchild9. Waitin' On The 5:15
4. This Ain't Hollywood10. Old Stereo
5. Ordinary Day11. Make It Last Forever
6. Here's To The Good Days12. Night Train

Über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Rock & Roll kann man ziemlich ausführlich diskutieren und philosophieren. Wenn mir zum Beispiel jemand erzählen will, Pappkameraden wie Marilyn Manson wären die Zukunft, dann kann ich nur leise hüsteln. Andersrum sind ganz sicher auch Eric Clapton und artverwandte Museumsstücke nicht wirklich Kandidaten für den Innovationspreis 2004. Überhaupt, warum suchen Greti und Pleti und Hinz und Kunz ständig nach neuen Sensationen und noch obskureren Klangmodulationen? Reicht denn das hinlänglich bekannte Spektrum zeitgenössischer Rock- und Popmusik nicht aus? Brauchen wir wirklich noch abgefahrenere Neutöner, noch schrillere Schminktöpfe und noch nabelfreiere Biedermännchen/-frauchen? Oder reicht im Zweifel das altbekannte Rezept "Gitarre, Bass, Schlagzeug, Piano und Sänger plus ein paar ordentliche Songs"?

Wer auf Exzesse, Blut und Verdammnis verzichten kann, 6 Saiten und einen Song einer mehr oder minder robusten Casting-Couch-Tussi vorzieht und keinen Ausschlag bei durchaus schon mal beschrittenen Rock- und Pop-Pfaden bekommt, der ist bei der Münchner Band JUNE richtig.
Ursprünglich starteten die beiden Bandköpfe Tom Wagner und Bernie Schroeter als Duo, inzwischen ist eine richtige Band daraus geworden und in dieser Besetzung gibt es jetzt das erste Album.
Um oben anzuknüpfen, bei "Jugend forscht" wird "Silver Road" bestimmt nicht nominiert. Dafür bekommt der qualitätsbewusste Hörer gut abgehangenen Rock der Abteilung "Melodie ist geil!" und darf sich an einem Dutzend gepflegter Ohrwürmer irgendwo zwischen WHITESNAKE, den EAGLES, Dave Edmunds oder meinetwegen FLEETWOOD MAC erfreuen. Man könnte auch sagen: Melodic Rock ohne Keyboardschwulst, Rock & Roll ohne Highspeed-Overkill, Pop-Rock ohne Peinlichkeit.

Eine CD die nicht nur physikalisch eine runde Sache ist. Astreines Handwerk, wirklich feine Songs die man gerne im Radio hören würde und wenn's rockt, dann aber richtig.

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 01.12.2003

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