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Attak

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Attak
Attak, Metropolis Records, 2002
Sascha Konietzko Vocals, Drums, Programming, Synthesizers, Bass, Guitars, Metal-Percussion, Cockpitvoicerecorder, 777, Surprise-Guitars
Tim Skold Guitars, Vocals, Drums, Programming, Synthesizers, Bass, Percussions, Drumloops
Bill Rieflin Bass, Live-Drums, Programming, Synthesizers, Metal-Percussion, Percussion, Surprise-Guitars
Raymond Watts Vocals, Drumloops
Dorona Alberti Vocals
Gäste:
Lucia Cifarelli Vocals, Sidstation 'Ninja'
Arianne Schreiber Vocals
Joolz Hodgeson Guitars
Curt Golden Slideguitars
Produziert von: Sascha Konietzko, Bill Rieflin, Bill Skold & Raymond Watts Länge: 50 Min 32 Sek Medium: CD
1. Attak/Reload7. Superhero
2. Skurk8. Sturm & Drang
3. Dirty9. Preach/Pervert
4. Urban Monkey Warfare10. Risen
5. Save me11. Sleep
6. Yohoho

KMFDM sind zurück!
Ich war auch ziemlich überrascht, denn hieß es nicht, die Electrolurche hätten sich aufgelöst, oder sich zumindest eine Pause unbestimmter Dauer verordnet, um sich diversen anderen Projekten zu widmen?
Sei es drum, die EBM- und Industrialpioniere, ohne die Bands wie RAMMSTEIN oder MARILYN MANSON undenkbar wären, sind zurück und haben ein ordentliches Silberscheibchen, das auf den wunderbaren Namen "Attak" (kein Schreibfehler!) hört, im Handgepäck.

Vom Opener Attak/Reload blasen KMFDM zur Attacke auf... ja auf wen oder was eigentlich? Gott, die Welt, das Universum und den ganzen Rest? Kreativen Stillstand und neue Hörerschichten?
Letzteres eher nicht, denn "Attak" ist genau das Album, das man von KFMDM erwarten konnte. Das beginnt mit dem typischen Artwork und zieht sich vom ersten Beat an durch alle Songs.
Die Gitarren braten streckenweise so heftig, dass sich ein Großteil traditioneller Heavy Metal Bands wie die BEACH BOYS im Vergleich zu DESTRUCTION vorkommen müssen. Der Gesang von Sascha und Tim ist fies wie eh und je und die harten Elektronikbeats und Soundspielereien tragen ihren Teil dazu bei, dass "Attak" meist voll und äußerst aggressiv auf die Zwölf geht.

Mit Sturm & Drang, Dirty, Preach/Pervert und Risen sind einige potentielle Tanztempel-Hits der heftigeren Sorte am Start, aber auch das atmosphärische Save me ist nicht von schlechten Eltern.
Lediglich das seichte Geträller von Lucia Cifarelli und Ariane Schreiber trübt stellenweise den positiven Gesamteindruck, nimmt das Gezirpe der beiden der Attacke doch an einigen Stellen viel ihrer Schärfe und Schlagkraft.

Auch wenn dem Angriff die letzte Konsequenz fehlt, so landen KMFDM doch einige massive Wirkungstreffer und verschaffen sich gehörigen Respekt vor dem nächsten Vorstoß. Seid auf der Hut, denn der könnte weitaus überraschender und gefährlicher vorgetragen werden. Bei KMFDM weiß man ja nie...

Martin Schneider, (Impressum, Artikelliste), 06.03.2002

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