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| Lyve - The Vicious Cycle Tour, Castle Music, 2006 |
| Johnny Van Zant |
Lead Vocals |
| Garry Rossington |
Guitars |
| Hughie Thomasson |
Guitars |
| Rickey Medlocke |
Guitars, Vocals |
| Billy Powell |
Keyboards |
| Michael Cartellone |
Drums |
| Ean Evans |
Bass |
| Dale Krantz-Rossington & Carol Chase |
Background Vocals |
| Produziert von: Jon Small (DVD); Lynyrd Skynyrd & Ben Fowler (CD) |
Länge: ca. 100 Min (DVD) & 103 Min 55 Sek |
Medium: DVD & Do-CD |
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| CD 1: | |
| 1. That's How I Like It | 11. The Ballad Of Curtis Loew |
| 2. What's Your Name | 12. Tuesday's Gone |
| 3. I Know A Little | 13. Mississippi Kid |
| 4. Pick 'Em Up | 14. Workin' |
| 5. Simple Man | 15. Gimme Three Steps |
| 6. That Smell | 16. Call Me The Breeze |
| 7. Red White & Blue | 17. Sweet Home Alabama |
| 8. Down South Jukin' | 18. Travellin' Man (DVD only) |
| 9. Gimme Back My Bullets | 19. The Way |
| 10. Double Trouble | 20. Free Bird |
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Noch eine Wiederveröffentlichung einer quasi taufrischen CD/DVD und es gilt uneingeschränkt, was schon bei BLUE ÖYSTER CULTSs "A Long Day's Night" geschrieben steht: Warum ist erst der insgesamt vierte Release eines solchen Produktes ein kundenfreundliches Doppelpack? Wissen denn die Marketingstrategen nicht, dass der Kunde keine Kuh ist? Hier der biologische Unterschied: Kuh lässt sich bei gutem Futter täglich melken, Kunde nicht!
Auf die CD sind wir 2004 bereits eingegangen, auch im Abstand von zwei Jahren hat sich die Meinung dazu nicht geändert. Tolle Liveplatte. Reden wir also von der DVD und der dringenden Notwendigkeit sie zu besitzen.
Die 2003er Tour zum Album "Vicious Cycle" war mit Sicherheit die beste Konzertreise dieser Band seit Jahren. Die Band rockte spielfreudig und gut zusammen, was sicherlich nicht zuletzt am kolossalen Publikumszuspruchs lag, und zeigte sich in verblüffend guter körperlicher Verfassung, immerhin hatte Gary Rossington nicht all zu lange vorher drastische Herzprobleme.
Apropos Rossington. So eine DVD kann auch entlarvend sein. Gut auf den Beinen mag er gewesen sein, sein gitarristischer Einfluss hat sich dank Rick Medlocke (und teilweise auch Hughie Thomasson) inzwischen auf ein bisschen mehr als bloße Anwesenheit reduziert. Immerhin klappt Call Me The Breeze, wenn auch vereinfacht, immer noch vorzüglich.
Die seinerzeit gestellte Frage, ob "Thomasson seine Erfüllung in dieser Rolle findet", hat sich inzwischen beantwortet. Er ist raus und hat seine OUTLAWS wiederbelebt. Ob die jedoch jemals einen nennenswerten neuen Output veröffentlichen, sei dahingestellt. Vor drei Jahren spielte er seinen Part bei SKYNYRD toll und teilweise begeisternd herunter - auch wenn mancher Gesichtsausdruck doch eher gelangweilt wirkt.
Langeweile hatte Rick Medlocke ganz sicher nicht. Dieser Mann ist ein Naturereignis. Seine Performance auf dieser DVD ist eine der besten gefilmten Leistungen eines Gitarristen ever. Mehr Action, Show und Animation geht nicht und wenn er dann noch singt... wie überflüssig erscheint dagegen das halbgare "Comeback" seiner früheren Band. Sein Solo in Free Bird ist göttlich zu nennen, verziehen sind die von ihm gemochten Geiger davor.
Ebenfalls eine Augenweide: Drummer Michael Cartellone. Ein Glücksgriff für die Band. Dafür nervt Dale Krantz mit ihrem permanenten und gekünstelt wirkenden in jede verfügbare Kamera Gegrinse und nimmt dazu noch der wunderbaren Carol Chase jeden Spot.
Jim Horn und seine beiden Co-Bläser waren tatsächlich "echt" on stage, was die frühere Unterstellung, dass sie nämlich aus der Konserve kämen, erledigt. Ob sie an diesem Abend allerdings wirklich so dermaßen messerscharf ins anwesende Publikum gepustet haben...?
Es werden bald 20 Jahre, dass Johnny Van Zant Sänger der "neuen" LYNYRD SKYNYRD ist. Über ihn, all den von ihm verbreiteten Kitsch, all den Pathos und all die amerikanischen Kleinbürgerphrasen ist längst alles gesagt. Dass man ihn trotzdem mag, liegt wohl daran, dass er der einzig mögliche Sänger dieser Band ist und, vor allem, dass er es ehrlich meint (möglicherweise meint er auch den Arschbackenzusammenkneif-Country zusammen mit seinem Bruder ehrlich). Herrlich, sein Gesichtsausdruck bei der Ansage zu Red White And Blue: "... and we played it in Paris, France too!" Ganz offensichtlich war er überrascht, dass ihn die Franzosen für dieses Lied nicht als Froschschenkel serviert haben. Als Sänger ist er unantastbar.
Sollte es noch jemanden geben, der diese CD und/oder DVD nicht besitzt, muss jetzt zugeschlagen werden. Möglicherweise wird man LYNYRD SKYNYRD nie wieder so berauschend sehen.
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