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Mary Gauthier:

Drag Queens In Limousines

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Drag Queens In Limousines
Drag Queens In Limousines, Munich Records (In The Black Records, 1999), 2001
Mary Gauthier Acoustic Guitar, Vocals
Bob Malone Accordion, Wurlitzer Piano
Brat Hatfield Keyboards, Organ
Caroline Aiken, McCawley Burke, Catie
Curtis, Conrad Deisler, Hank Card,
Richard Bowden, John Lincoln Wright
Background Vocals
Richard Gates Bass
Crit Harmon Acoustic & Electric Guitar
Doug Plavin Drums
Eric Parker Drums
Steve Wilkes Percussion
Jimmy Ryan Mandolin
John Troy Bass
Matt Leventworth Acoustic Guitar, Fiddle
Will Barrows Hammond B-3 Organ, Wurlitzer Piano
Mike Turk Harmonica
Produziert von: Crit Harmon Länge: 41 Min 53 Sek Medium: CD
1. Drag Queens In Limousines (5:39)6. Lucky Stars (3:23)
2. Our Lady Of The Shooting Stars (3:30)7. Different Kind Of Gone (3:38)
3. Karla Faye (4:37)8. Slip Of The Tongue (3:40)
4. I Drink (3:45)9. Lifetime (4:43)
5. Evangeline (5:32)10. Jackie's Train (3:20)

Ich bin ja schon seit langer Zeit davon überzeugt, dass jeder Mensch einen Doppelgänger hat.
Bei MARY GAUTHIER bin ich noch am rätseln, wem sie ähnelt. Nicht optisch, aber stimmlich und auch im Ausdruck ihrer Songs höre ich eindeutig JANIS JOPLIN, sowie eine stimmlich sehr erwachsene MELANIE. Irgendwo dazwischen ist sie angesiedelt, diese Sängerin aus Louisiana.

Hier mal ein paar Statements:
…..like a cross between John Prine and Kris Kristofferson…..Glass Eye, Toledo, OH
.…nor unlike a female version of John Prine…..The Boston Globe, MA
…..and sings ‘em like she’s sometimes channelling the voice of a folkier Janis Joplin…..Vin Scelsa, DJ WNEW-FM, NYC
…..with a little early Bob Dylan twanf and some Neil Young whine…..sonicnet.com
…..to say I was completely blown away is an understatement…..The Boston Globe, MA

Country noir beschreibt Mary selbst den Stil des vorliegenden Albums. Na, wenn das die Künsterin selbst sagt, werde ich mich hüten, nach einem anderen Stil zu suchen. Wäre mir nämlich verdammt schwergefallen.

"Drag Queens In Limousines" begeistert auf Anhieb: Janis lebt. Wenn Mary das Wort „Limousines“ auf der Zunge zergehen lässt, ja dann ist Frau Joplin mit im Zimmer. Ein toller, ein etwas ruhigerer, ein wunderschöner Song.
Noch etwas ruhiger, mit dezentem Mandolinenspiel dann Track zwei.
Auch Karla Faye schlägt in diese Kerbe der zwar ruhigeren Songs, die aber von einer stimmlichen Dynamik und einer enormen Ausdruckstärke leben. Mittlerweile klingt es auch ein wenig nach Country.

Eigentlich geht es auch in diesem Stil weiter. Diese CD lebt von der Stimme. Es sind zwar jede Menge Instrumente im Spiel, auch eine Hammond B3 und ein Wurlitzer Piano, aber Mary lässt nie auch nur den geringsten Zweifel aufkommen, dass ihre Stimme hier das sagen hat. Dementsprechend kurz sind z.B. auch die Gitarrensoli. Alles passt sich an, was aber nicht heißen soll, dass die Musiker zu kurz kommen. Nein, es ist halt eine CD die von den Vocals lebt.

Lifetime hebt sich urplötzlich vom Rest des Albums ab. Es klingt freundlicher, kein Country noir mehr, es wird sogar etwas fröhlich. Diesen Song mag ich besonders, neben Drag Queens In Limousines, einem Song, den man kennen sollte.

Hey, jetzt gibt es einen richtigen Uptempo Song: Jackie’s Train. Im Vergleich zum großen Rest der CD wird hier richtig losgefetzt. Nun sind sie warmgespielt und in Stimmung. Schade, dass dies der letzte Song ist. Etwas mehr aus dieser Richtung und es wäre ein richtig schönes Countryalbum geworden, so aber bleibt es bei Country noir.

Fazit: Eine bemerkenswerte Stimme und jeder Song für sich eine Perle, aber mit drei Ausnahmen ist mir das zu ofte Anhören dann doch etwas zu noir. Nichts desto Trotz, den Titelsong muss man kennen

Ulli Heiser, (Impressum, Artikelliste) 11.12.2001

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