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Some kind of hate

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Some kind of hate
Some kind of hate, MTM Music/SPV, 2007
Mats NilssonVocals
Bobby HoGuitars
Robban MöllerBass
Stefan HalldinDrums
Produziert von: Maryscreek Länge: 50 Min 12 Sek Medium: CD
1. A little bit of everything7. I can fell it
2. Down8. New religion
3. She9. Hold on
4. There is no god10. State of mind
5. Things what you do11. Some kind of hate
6. I don't believe12. Dying for a new day

Wandeln MTM, die Gralshüter des Melodic Rock, nun auf den Pfaden von Sub Pop? Ganz so weit ist es sicher noch nicht gekommen, aber mit MARYSCREEK hat man eine Band unter Vertrag genommen, die so gar nicht zu den anderen Künstlern unter den Fittichen der Münchner passen will.

Oberflächlich betrachtet ist "Some kind of hate" ein Album, das stilistisch stark vom Grunge und Alternative der Neunziger geprägt wird. Die Vergleiche mit SOUNDGARDEN und KING'S X wirken jedoch eine Spur zu dick aufgetragen, und viel häufiger ertappt man sich dabei, Parallelen zu HAREM SCAREM zu entdecken.

Jetzt könnte man das Thema abhaken und zur Tagesordnung übergehen, doch damit würde man den Schweden absolut nicht gerecht.

Wenn man den Opener A little bit of everything hört, dann wünscht man sich es hätte in der letzten Dekade des vergangenen Jahrhunderts mehr Bands wie MARYSCREEK gegeben, die der Heulbojenarmada aus Seattle gezeigt hätten, dass sich harte (!) Gitarren auch durchaus gut mit den Markenzeichen des Alternative vertragen können.

An anderer Stelle begegnet einem plötzlich eine Nummer, die von der Struktur her einen perfekten Sleaze-Rocker abgegeben hätte. Dann unerwartet trockene hartmetallische Gitarrenriffs, die einem x-beliebigen ACCEPT-Album entsprungen sein könnten.

Nein, die Gitarrenfraktion von MARYSCREEK hat durchaus auch andere Vorlieben als sprödes Alternativegeschrammel. Sie befindet sich aber in einem ständigen Widerstreit mit dem Gesang und der atmosphärischen Grundausrichtung des Albums.

MARYSCREEK scheinen auf ihrem Debüt ganz bewusst mit den beiden vermeintlich unversöhnlichen Musikphilosophien Alternative und Metal zu spielen und daraus bezieht "Some kind of hate" diesen Funken Extravaganz, der einen dann ein ums andere Mal aufhorchen lässt.

So wächst "Some kind of hate" mit jedem Hördurchgang ein kleines bisschen und ist ein wesentlich spannenderes Album, als es zunächst den Anschein hat. Mit einfach mal kurz reinhören ist es bei MARYSCREEK jedenfalls nicht getan.

Martin Schneider, ( Impressum, Artikelliste), 07.03.2007

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