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Melanie Doane:Adam's Rib |
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Kanada ist seit Jahren ein wichtiger Schauplatz für gute und interessante Musiker
(Bryan Adams, Honeymoon Suite, Glass Tiger, Julian Austin.....). Melanie singt und spielt die Violine. Oh, werden eingeschworene Rockfans sagen, so ein Gefiddel kann ich nicht ab. Irrtum Freunde! Von Gefiddel kann hier nicht
im Entferntesten die Rede sein. Was Melanie auf den vier Saiten vollbringt, hat mit dem sonst üblichen Violinen-Klängen nicht viel gemein. Das Album nimmt mich gleich mit den ersten Takten des Openers ADAM’S RIB gefangen. Ein traumhafter Song. Knackig, rockig und ein Hochgenuß, was die Melodie angeht. Melanie’s Stimme klingt zunächts zart, kann aber wenn nötig,
dezent fauchen. Eine sehr schöne Mischung aus Sheryl Crow und Suzanne Vega. Drummer David Raven spielt sein knackiges Schlagzeug auf den Punkt,
die Gitarren werden von John Shanks, Tim Pierce und Rick Neigher sehr sauber und abwechslungsreich gezupft. Einer der schönsten Songs, MEL’S ROCK PILE, vereint die romantischen Klänge der irischen Volksmusik mit dynamischer Rockmusik. Ich kriege bei jedem Hören eine Gänsehaut, so schön klingt das. Auf diese Einflüsse angesprochen sagte mir Melanie, dass sie an der Ostküste von Kanada aufgewachsen sei. Dort spielt traditionell die schottische und irische
Volksmusik eine wichtige Rolle. Insofern also kein Wunder, das sie diese Einflüsse in ihre Musik einarbeitet. Die Zusammenarbeit mit ihrer Record-Company auf ADAM’S RIB scheint auch nicht unproblematisch zu sein. Zwar spricht sie nicht direkt von Schwierigkeiten.
Aber die Veröffentlichung ihres neuen Album’s wird in einigen Monaten bei einem anderen Label stattfinden. Ihr neues Live-Album „MELVIN-LIVE“ ist nur auf ihrer
Website zu beziehen. Wer zwischen den Zeilen liest, kann sich seinen Teil denken. ADAM’s RIB ist ein Füllhorn an sehr schönen melodischen Rocksongs und einfühlsamen Balladen. Das alles wird garniert mit Melanies superben Violinenkünsten, die so ganz anders klingen als die üblichen Geigen im Rock- und Pop-Business. Wen wundert’s da, das Melanie eine gefragte Studio-Musikerin ist. Durch eine CD von Julian Austin, wo sie die Geige spielt, bin ich auf sie aufmerksam geworden. Klang und Produktion sind ausgezeichnet. Die Instrumente kommen glaskar und sind frei von überzeichnender Härte, genau wie Melanies schöne Stimme. Joachim Domrath, (Impressum, Artikelliste) 09.06.2001 |
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