|
CD-Review:
Mighty Sam McClainOne More Bridge To Cross |
|
|
|
|
Ich weiß nicht mehr so genau. Ungefähr im Jahre 1963 und im Alter von 8 Jahren hörte ich zum ersten Mal etwas von MIGHTY SAM McCLAIN im Radio. Damals war er noch Kopf des DOTHAN SEXTETTS. Da macht auch seine brandneue CD "One More Bridge To Cross" keine Ausnahme. Leute, die genug haben von der täglichen Radio- Techno und Superstars-Folter, sollten sich in aller Ruhe mal etwas Zeit für diese CD nehmen. Gleich beim ersten Song, der eindringlichen Ballade Why Do We Have To Say Goodbye, werden Erinnerungen an die Zeiten eines Otis Redding wach. Nach dieser kurzen Kindheits-Stippvisite wird es auf If It Wasn't 4 Da Blues wieder schön soulbluesig. Es gibt reichlich Bläser zu bewundern. Vermutlich ist Mighty Sam eines der großen Vorbilder von Robert Cray. Dieser Song erinnert an einige Cray-Nummern der späten Neunziger. Das liegt vielleicht auch an der sauberen Gitarrenarbeit von Chris Tofield. Richtig funkig wird die Band auf Are You Ready For Love. Besonderes Lob verdient Bassist Dave Smith mit seinem perlig groovenden Bass und, wie sollte es auch anders sein, die wieder imposant klingende 3-köpfige Horn Section. Höhepunkt ist zweifelsohne das Solo von Mark Paquin an der Trombone. What's Your Name klingt anfangs wie eine neue Nummer von Carlos Santana.
Chris Tofield's Gitarrensound klingt verdächtig nach dem legendären Gitarren-Virtuosen.
Allerdings drückt Mighty Sam mit seiner Stimme dem Song dann doch seinen Stempel auf. Nach weiteren starken Nummern wie The Other Man In The Band und Swweet Honey folgt mit One More Bridge To Cross der krönende Abschluß. "One More Bridge To Cross" zeigt Mighty Sam McClain und seine Band erneut in Höchstform.
Ein ausgezeichnetes Bluesalbum mit Soul- und Funkeinschlag.
Joachim Domrath , (Impressum, Artikelliste), 14.02.2003
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|