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25 & Alive - Live At Brixton Academy

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25 & Alive - Live At Brixton Academy
25 & Alive - Live At Brixton Academy, Steamhammer/SPV, 2002
Lemmy Kilmister Vocals, Bass
Phil Campbell Guitars
Mikkey Dee Drums
Gäste:
Fast Eddie Clarke, Whitfield Crane, Brian May, Doro Pesch
Länge: 105 Min 59 Sek Medium: Do-CD
CD 1:
1. We Are Motörhead7. Overnight Sensation
2. No Class8. God Save The Queen
3. I'm So Bad (Baby I Don't Care)9. Born To Raise Hell
4. Over Your Shoulder10. The Chase Is Better Than The Catch
5. Civil War11. Stay Out Of Jail
6. Metropolis12. Dead Men Tell No Tales
CD 2:
1. You Better Run7. Iron Fist
2. Sacrifice8. Killed by Death
3. OrgasmatronEncores:
4. Going To Brazil9. Bomber
5. Broken10. Ace Of Spades
6. Damage Case11. Overkill

Der unendliche Lemmy hat nun 28 Jahre MOTÖRHEAD auf dem Buckel respektive der Warze auf der Backe. Schöner ist weder er noch der Krach seiner Kapelle in all den Jahren geworden und jetzt gibt es (3 Jahre zu spät) das komplette Jubiläumskonzert zum 25. Wiegenfest auf Doppel-CD.
Was will man über diese Band noch schreiben? Alle Jahre eine neue Platte und Tour, Lemmy in den Zeitungen und sogar bei Stefan Raab, mal mit Kriegsabzeichen, meist in den obligaten weißen Stiefeln, Liveaufnahmen ohne Ende, Compilations zum Schweine füttern. Lemmy überall und KEINER kommt heute mehr drum herum, ihm absoluten Kultstatus zuzusprechen. Und außerdem mag man ihn und seinen kompromisslosen Weg einfach.

Am 22. Oktober 2000 fand nun dieses Jubiläumskonzert in Brixton statt und naturgemäß bolzen sich die drei Haudraufs durch ihre umfangreiche History. Angefangen bei We Are Motörhead über No Class, Metropolis, Orgasmatron bis zu Iron Fist und den unsterblichen Klassikern Bomber, Ace Of Spades und Overkill ist ein mehr oder minder repräsentativer Querschnitt durch das letzte Vierteljahrhundert zu hören und wer es bis jetzt noch nicht weiß, dem sei es ein letztes Mal gesagt: Lemmy Kilmister IST Rock & Roll. Man muss diesen Lärm nicht lieben, aber es ist in seiner Primitivität und schlicht denkenden Brutalität einfach einzigartig und unvergleichlich. Immer gradeaus auf die Schnauze und niemals auch nur einen Schritt zurück und trotzdem nicht halb so dämlich wie sich viele Fans bei den Konzerten aufführen.

Hört man die Version von God Save The Queen, dann wird klar, warum die SEX PISTOLS keine Überlebenschancen hatten, MOTÖRHEAD hingegen noch in 100 Jahren wichtig sein werden: Wo bei den Pistols hinter der vorgeschobenen Punk Attitüde ein schieres Nichts war, meint Lemmy das alles richtig ernst. Man glaubt ihm das gegrölte "No future" einfach.

Mikkey Dee und Phil Campbell reißen ihre üblichen Parts runter, von brillanter Technik natürlich weit entfernt, Lemmy prügelt seinen Bass und grunzt dazu und wenn's bei Born To Raise Hell oder Going To Brazil so richtig rock'n'rollig wird, dann muss die Boogiesau einfach mit einem durchgehen. Wem das nicht so geht sei mitgeteilt: Dead Men Tell No Tales!

Nett: Fast Eddie Clarke darf bei The Chase Is Better Than The Catch (von "Ace Of Spades", 1980) mal wieder auf die Bühne, außerdem sind Brian May, Whitfield Crane (das Äffchen von UGLY KID JOE) und Doro Pesch - mal mehr, mal weniger - zu hören, doch die stören nicht weiter, es kommt keine behäbige Jam-Session Atmosphäre a la Mick Jagger meets Tina Turner auf. Haha, wie auch.

Ergo: Was soll man über Lemmy und MOTÖRHEAD noch schreiben?

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 23.11.2003

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