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| Still Open..., Eigenvertrieb, 2004 |
| Sartez |
Vocals, Bass |
| Chrille |
Guitars |
| Olle |
Drums, Percussion |
| Gast: |
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| Johan Eriksson |
Piano & Organ |
| Produziert von: Mouth Of Clay |
Länge: 58 Min 50 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Why Don't You? | 7. Not My Style |
| 2. I Gave Up | 8. Obe Man Standing |
| 3. Woman In Green | 9. Crazy Way |
| 4. Cardigan | 10. Funk It! |
| 5. Black Rose | 11. Long Ago |
| 6. Talk Like A Woman | |
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Oha, die hatte ich eigentlich abgeschrieben. Nach 3 Demos und intensivem Kontakt mit dem Gitarristen, brach dieser plötzlich ab, die Homepage der Band war ständig irgendwie "under construction", und plötzlich liegt dieser Tage die erste reguläre CD dieser schwedischen Band in meinem Briefkasten. Freude einerseits und Bedenken andererseits, denn es ist nur noch ein Trio übrig und dazu neue Akteure.
Aber es ist alles im grünen Bereich. MOUTH OF CLAY rocken auch im Jahr 2004 nach wie vor, als ob die letzten dreißig Jahre nicht passiert wären.
Ein paar Namen die mir sofort durch den Kopf gegangen sind nach dem ersten Hördurchgang: DEEP PURPLE, TRAPEZE, MOUNTAIN, LED ZEPPELIN und natürlich WHITESNAKE. Nicht so schlechte Referenzen und Frontman und Bassist Sartez macht diesen Bands wahrlich keine Schande. Irgendwo zwischen Glenn Hughes (auch wegen der Kombination Bass und Gesang), Gillan, Coverdale und Paul Rodgers singt und shoutet er sich durchs Repertoire. Sensationell ist seine Leistung auf Crazy Way. Liebe Güte, da darf man Child In Time als Vergleich heranziehen. Absolute Extraklasse ist das.
Man kann auch den einen und anderen Vergleich mit heutigen Trios wie GOV'T MULE bemühen. M.O.C. jammen ihren Heavy-Bluesrock gelegentlich gehörig (Talk Like A Woman).
Aber sind GOV'T MULE nicht die konsequente Fortsetzung von MOUNTAIN? Der Kreis schließt sich also wieder.
"Still Open..." beeindruckt durch seine Dynamik und den durchgehend prägenden Groove. Jedoch werden Menschen, die auf moderne Sounds stehen nichts mit der Band anfangen können. Es ist retro und nichts anderes will diese Band. Es (die oben genannten) sind ihre Helden und sie (M.O.C.) besitzen die großartige Gabe, im 21. Jahrhundert eigene Songs mit dem Spirit von damals zu schreiben.
Nimmt man als Beispiel Woman In Green heraus, mit seinem Bassfundament, der wunderbaren Orgel bzw. dem grandiosen Piano von Gastmusiker Johan Eriksson und dem endlos antreibenden Drumming, dann hat man einen Song von heute im Gewand von damals. Und das ist was mir gefällt. Dazu gesellt sich der wunderbar zurückhaltende Gitarrist Chrille, der nur immer dann in den Vordergrund tritt, wenn die Gitarre in den Vordergrund gehört. Ansonsten rifft und "rhythmt" er maximal banddienlich. So etwas ist ein Ohrenschmaus in Zeiten von Dauerdudlern und dilettantischen Schrabblern mit einem "The" vor dem Bandnamen.
Der eine und andere psychedelische Part a la Hendrix' Experience oder IRON BUTTERFLY schleicht sich ein, aber das hardrockige Bluesgerüst wird nie über Gebühr verlassen. Dazu kommen noch diverse Heavy-Funk Einwürfe (Funk It!), die mörderisch grooven. Apropos Groove. Man hört selten einen Drummer, der so powert und gleichzeitig swingt. Olle macht dies mit nur einem Arm. Den anderen hat er tragischerweise verloren. Dazu möchte ich an dieser Stelle nicht mehr sagen, so einen Schlagzeuger muss man hören.
Wer all die oben genannten Bands und Musiker mag und trotzdem auf neues Material steht, sollte sich die CD schleunigst bei der Band holen!
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