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Silence Of Another Kind

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Silence Of Another Kind
Silence Of Another Kind, Inside Out Music/SPV, 2006
Petronella Nettermalm Vocals & Cello
Peter Nylander Guitar
Stefan Dimle Bass
Ricard Huxflux Nettermalm Drums & Percussion
Johna Wallen Keyboards
Gäste:
Anders Nygards Violin & Viola
Jonas Wall Saxophone
Produziert von: Paatos Länge: 42 Min 06 Sek Medium: CD
1. Shame6. Procession Of Fools
2. Your Misery7. There Will Be No Miracles
3. Falling8. Not A Sound
4. Still Standing9. Silence Of Another Kind
5. Is That All?

Die schwedische Band PAATOS bewegt sich auf ihrem dritten Album "Silence Of Another Kind" auf Pfaden, die schon von BJÖRK oder THE GATHERING beschritten wurden, ohne dabei stecken zu bleiben, sich zu verlaufen oder gar auf einer vierspurig ausgebauten Autobahn zu landen. Angeführt von einer großartigen Sängerin mit einem noch großartigeren Vornamen tropfen die Töne wie unwirklich aus den Lautsprechern (Falling) und die Zeit scheint still zu stehen. Ein anderes Mal fällt nach zerbrechlichem Beginn der Refrain so strahlend kraftvoll aus, dass man damit eine Kleinstadt erwärmen könnte (Is That All?).

Alles wirkt, trotz enormer Kunstfertigkeit und Geschmackssicherheit enorm entspannt und schillert in den buntesten Farben (Still Standing). Konterkarierend zu dem be- und verzaubernden Gesang sind gelegentlich für die Band ziemlich harte Gitarren, die hier dem Album ebenso ihren Stempel aufdrücken wie der reichlich vorhandene Mellotron-Sound und ein sehr differenziertes Drumming. Die Band selbst beschreibt ihre Musik übrigens als melancholischen Post-Rock, ihre Einflüsse bei CAN, KING CRIMSON, BJÖRK und PORTISHEAD. Gelegentlich kommt hier auch ein bisschen düsterer Folk hinzu (Silence Of Another Kind).

Eine wirklich schöne Sache, bei InsideOut im aufwändig gestalteten Digipack erhältlich und der ideale Soundtrack für länger werdende Abende. Von sphärisch bis treibend, von beschwörend bis kräftig haben PAATOS wirklich alles drauf und dazu diesen reizvollen Schuss Leiden, der sich schon im Bandnamen manifestiert ("Patos" ist schwedisch für Pathos, das zusätzliche "A" gab es aus rein optischen Erwägungen).

Ralf Stierlen, (Impressum, Artikelliste), 16.05.2006

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