HoR Logo kl CD-Review:

Robert Plant

Sixty Six To Timbuktu

Logo Home-of-Rock
Startseite > Alle Bands von A-Z > Robert Plant > Sixty Six To Timbuktu

Link Homepage:
Offizielle Robert Plant Homepage
Link Kaufen:
Amazon.de
Link Plattenfirma:
Universal Records
Mehr Info:
All Music Guide (englisch)

Unser Disclaimer
Sixty Six To Timbuktu
Sixty Six To Timbuktu, Universal Records, 2003
wegen der Vielzahl der mitwirkenden Musiker gibt es eine Auflistung am Ende der Besprechung
Produziert von: Greg England, Donnie Fritts, Gary Nicholson, Robert Plant, Jon Tiven, Sally Tiven Länge: 147 Min 10 Sek Medium: Do-CD
CD 1:
1. Tie Dye On The Highway9. Sea Of Love
2. Upside Down10. Darkness, Darkness
3. Promised Land11. Big Log
4. Tall Cool One12. Ship Of Fools
5. Dirth In A Hole13. I Believe
6. Calling To You14. Little By Little
7. 29. Palms15. Heaven Knows
8. If I Were A Carpenter16. Song To The Siren
CD 2:
1. You'd Better Run11. Louie, Louie
2. Our Song12. Naked If I Want To
3. Hey Joe13. 21 Years
4. For What It's Worth14. If It's Really Got To Be This Way
5. Operator15. Rude World
6. Road To The Sun16. Little Hands
7. Philadelphia Baby17. Life Begin Again
8. Red For Danger18. Let The Boogie Woogie Roll
9. Let's Have A Party19. Win My Train Fare Home (Live in Timbuktu)
10. Hey Jayne

Dass Robert Plant Mitglied und Sänger einer der erfolgreichsten Rockbands aller Zeiten, nämlich von LED ZEPPELIN war, muss man nicht extra erwähnen. Nachdem der Tod des Drummers John Bonham das jähe Ende der Band einläutete, versuchte sich Robert als Solokünstler. Er arbeitete mit den verschiedensten Musikern zusammen, so z.B. unter anderem mit Phil Collins als Drummer, Jimmy Page, seinem alten Bandkollegen, Jeff Beck, Alexis Korner, Mickie Most oder Cozy Powell. Die Liste der großen Namen ist lang. Natürlich blieb es dabei nicht aus, dass seine Mitstreiter die folgenden Solo-Alben mehr oder weniger stark beeinflussten.
Mit dem nun vorliegenden Doppelalbum "Sixty Six To Timbuktu" präsentiert uns Robert Plant eine wunderschöne musikalische Zeitreise durch sein Soloschaffen sowohl vor als auch nach LED ZEPPELIN. Klasse ist dabei, dass die Songs auf dem Silberling nicht chronologisch angeordnet, sondern schön bunt durcheinander gewürfelt sind. Besonders toll finde ich die Veröffentlichung früher Aufnahmen aus den 60er Jahren, als man bereits schon erahnen konnte, welche stimmliche Urgewalt später auf die Menschheit losgelassen wird, wobei diese Stimme damals noch gar nicht so Zep-typisch ausgebildet war. Man höre sich nur das Hendrix-Cover Hey Joe aus dem Jahre 1967, gespielt mit der BAND OF JOY. Ob diese Version nun geglückt ist oder nicht, mag jeder für sich entscheiden. Auf jeden Fall spricht dies für seine damalige Richtungslosigkeit und ich bewundere seinen Mut, dies jetzt mit aufs Album zu packen. Aber was solls, nur ein Robert Plant kann sich das leisten, denn wer die Stimme von LED ZEPPELIN war, steht natürlich jenseits von Gut und Böse. 35 Jahre später beglückt er uns auf "Dreamland" noch einmal mit einer völlig abgefahrenen Version dieses Hendrix-Klassikers. Jeder andere Künstler hätte dafür eimerweise Schelte bekommen, aber Robert Plant kann es sich ungestraft erlauben, solch einen Kultsong nach allen Regeln der Kunst durch den Wolf zu drehen.
(Schelte gewünscht? Kann er haben, der Herr Plant. Also: Beides sind Coverversionen, die die Welt nicht braucht! Gut so? Fred Schelter)

Gerade die erste Scheibe bietet eine Art Best Of durch fast all seine Solo-CDs. So z.B. Big Log aus "The Principle Of Moments" oder Heaven Knows, Ship Of Fools oder Tall Cool One aus "Now And Zen". Aus dem Album "Manic Nirvana" hat er Tie Dye On The Highway ausgesucht.
Üppig vertreten sind Songs aus "Fate Of Nations". Mit Calling To You, I Believe, 29 Palms, If I Were A Carpenter und Promised Land wurde eine gute Auswahl getroffen, auch wenn ich den Memory Song schmerzlich vermisse. Aber man kann nicht alles haben im Leben.
Auch sein im Jahr 2002 erschienenes Album "Dreamland" kam nicht zu kurz: Darkness Darkness und Song To The Siren fanden ebenso den Weg auf "Sixty Six To Timbuktu" wie Sea Of Love aus der HONEYDRIPPERS-Zeit. Rätselhaft bleib mir, warum "Pictures At Eleven" nicht mit einbezogen wurde.
Auf der zweiten CD gibt es den bereits erwähnten Querschnitt aus der Zeit, bevor er LED ZEPPELIN seine Stimmbänder zur Verfügung stellte. So z.B. rare Single-Tracks mit LISTEN von 1966, Demo-Aufnahmen mit THE BAND OF JOY, übrigens mit John Bonham an den Drums, wie eben jenes Hey Joe oder For What It's Worth (bekannt durch BUFFALO SPRINGFIELD). Außerdem Soundtrack-Titel und sogar bislang unveröffentlichte Songs wie beispielsweise Upside Down, Road To The Sun oder Red For Danger. Auch ein Gastspiel aus dem Jahr 1968 bei Alexis Korner wird uns serviert. Dieser zweite Teil steckt wirklich voller Überraschungen.

Beide Silberlinge sind keine Best Of, sondern ein schöner Querschnitt aus der Plant'schen Solo-Schaffensperiode. Die Auswahl aus seinem riesigen Fundus hat Robert Plant himself getroffen und das ist doch sehr begrüßenswert.
Der Klang des Doppeldeckers ist, wie von Robert Plant gewohnt, vom Feinsten und beide CDs sind mit einer gut über zweistündigen Gesamtspielzeit mehr als vollgepackt. Besonders hervorzuheben sind die ausführlichen, von Robert Plant selbst verfassten Linernotes, mit vielen persönlichen Anmerkungen sowie feinen Artworks versehen. Es gibt also "value for money". Eine Kaufempfehlung für alle ZEPPELIN- und Plant-Fans. Ja, ein wahrer Goldschatz. Und für Leute, die Roberts Soloschaffen noch nicht kennen, ist das Teil sowieso ein absolutes MUSS.

Hier nun noch die Liste aller Mitwirkenden in alphabetischer Reihenfolge:

Justin Adams The Extraordinaires Paul Martinez
Maartin Allcock Chris Blackwell Steve Miller
Phil Andrews George Fearon Pat Moran
Dave Bates Billi Fuller Andy Morgan
John Baggott Kevin Gammond Mickie Most
Barriemore Barlow   Robin George Julie Murphy
Roger Beamer Andrea Goldsborough   Lanton Naiff
Jeff Beck Mick Green Iarla ó Lionáird
Ted Benham Mike Grogovich Jimmy Page
Binky Toni Halliday Tim Palmer
Troy Blakely Richie Hayward Aubrey Powell
Rubbie Blunt Martin Hodgeson Cozy Powell
John Bonham Dave Hodgetts Richard Priest
Doug Boyle Jools Holland Rainer Ptácek
Chris Brown Jools Holland Hossam Ramzy
Phill Brown Joan Hudson Nile Rodgers
Roy Carr Chris Hughes Phil Scraggs
Phil Carson Phil Johnstone Paul Shaeffer
Cheggers Charlie Jones Innes Sibun
BJ Cole John Paul Jones Spike Stent
Phil Collins Nigel Kennedy Matt Straw
Robert Crash Rex King Geoff Thompson
John Crutchley Alexis Korner Pete Thompson
Bill Cursbishley Roy Lamb Porl Thompson
Clive Deamer Michael Lee Richard Thompson
Francis Dunnery Benji Lefevre Skin Tyson
Nigel Eaton Paul Lockie Roy Williams
Dave Edmunds Owain Lloyd Pete Willsher
Bill Elson Kirsty MacColl Jezz Woodroffe
Simon Emmerson Kevin MacMichael Oliver Woods
Enya James McNally Endlich
Ahmet Ertegun Rod McSween Ende ;-))

Ilka Czernohorsky, (Artikelliste), 27.03.2004

Startseite > Alle Bands von A-Z > Robert Plant > Sixty Six To Timbuktu

 
© Home of Rock 2001 & ff., Impressum & Kontakt