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| Sixty Six To Timbuktu, Universal Records, 2003 |
| wegen der Vielzahl der mitwirkenden Musiker gibt es eine Auflistung am Ende der Besprechung |
| Produziert von: Greg England, Donnie Fritts, Gary Nicholson, Robert Plant, Jon Tiven, Sally Tiven |
Länge: 147 Min 10 Sek |
Medium: Do-CD |
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| CD 1: | |
| 1. Tie Dye On The Highway | 9. Sea Of Love |
| 2. Upside Down | 10. Darkness, Darkness |
| 3. Promised Land | 11. Big Log |
| 4. Tall Cool One | 12. Ship Of Fools |
| 5. Dirth In A Hole | 13. I Believe |
| 6. Calling To You | 14. Little By Little |
| 7. 29. Palms | 15. Heaven Knows |
| 8. If I Were A Carpenter | 16. Song To The Siren |
| CD 2: | |
| 1. You'd Better Run | 11. Louie, Louie |
| 2. Our Song | 12. Naked If I Want To |
| 3. Hey Joe | 13. 21 Years |
| 4. For What It's Worth | 14. If It's Really Got To Be This Way |
| 5. Operator | 15. Rude World |
| 6. Road To The Sun | 16. Little Hands |
| 7. Philadelphia Baby | 17. Life Begin Again |
| 8. Red For Danger | 18. Let The Boogie Woogie Roll |
| 9. Let's Have A Party | 19. Win My Train Fare Home (Live in Timbuktu) |
| 10. Hey Jayne |
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Dass Robert Plant Mitglied und Sänger einer der erfolgreichsten Rockbands aller Zeiten, nämlich von LED ZEPPELIN war, muss man nicht extra erwähnen. Nachdem der Tod des Drummers John Bonham das jähe Ende der Band einläutete, versuchte sich Robert als Solokünstler. Er arbeitete mit den verschiedensten Musikern zusammen, so z.B. unter anderem mit Phil Collins als Drummer, Jimmy Page, seinem alten Bandkollegen, Jeff Beck, Alexis Korner, Mickie Most oder Cozy Powell. Die Liste der großen Namen ist lang. Natürlich blieb es dabei nicht aus, dass seine Mitstreiter die folgenden Solo-Alben mehr oder weniger stark beeinflussten.
Mit dem nun vorliegenden Doppelalbum "Sixty Six To Timbuktu" präsentiert uns Robert Plant eine wunderschöne musikalische Zeitreise durch sein Soloschaffen sowohl vor als auch nach LED ZEPPELIN. Klasse ist dabei, dass die Songs auf dem Silberling nicht chronologisch angeordnet, sondern schön bunt durcheinander gewürfelt sind. Besonders toll finde ich die Veröffentlichung früher Aufnahmen aus den 60er Jahren, als man bereits schon erahnen konnte, welche stimmliche Urgewalt später auf die Menschheit losgelassen wird, wobei diese Stimme damals noch gar nicht so Zep-typisch ausgebildet war. Man höre sich nur das Hendrix-Cover Hey Joe aus dem Jahre 1967, gespielt mit der BAND OF JOY. Ob diese Version nun geglückt ist oder nicht, mag jeder für sich entscheiden. Auf jeden Fall spricht dies für seine damalige Richtungslosigkeit und ich bewundere seinen Mut, dies jetzt mit aufs Album zu packen. Aber was solls, nur ein Robert Plant kann sich das leisten, denn wer die Stimme von LED ZEPPELIN war, steht natürlich jenseits von Gut und Böse. 35 Jahre später beglückt er uns auf "Dreamland" noch einmal mit einer völlig abgefahrenen Version dieses Hendrix-Klassikers. Jeder andere Künstler hätte dafür eimerweise Schelte bekommen, aber Robert Plant kann es sich ungestraft erlauben, solch einen Kultsong nach allen Regeln der Kunst durch den Wolf zu drehen.
(Schelte gewünscht? Kann er haben, der Herr Plant. Also: Beides sind Coverversionen, die die Welt nicht braucht! Gut so? Fred Schelter)
Gerade die erste Scheibe bietet eine Art Best Of durch fast all seine Solo-CDs. So z.B. Big Log aus "The Principle Of Moments" oder Heaven Knows, Ship Of Fools oder Tall Cool One aus "Now And Zen". Aus dem Album "Manic Nirvana" hat er Tie Dye On The Highway ausgesucht.
Üppig vertreten sind Songs aus "Fate Of Nations". Mit Calling To You, I Believe, 29 Palms, If I Were A Carpenter und Promised Land wurde eine gute Auswahl getroffen, auch wenn ich den Memory Song schmerzlich vermisse. Aber man kann nicht alles haben im Leben.
Auch sein im Jahr 2002 erschienenes Album "Dreamland" kam nicht zu kurz: Darkness Darkness und Song To The Siren fanden ebenso den Weg auf "Sixty Six To Timbuktu" wie Sea Of Love aus der HONEYDRIPPERS-Zeit. Rätselhaft bleib mir, warum "Pictures At Eleven" nicht mit einbezogen wurde.
Auf der zweiten CD gibt es den bereits erwähnten Querschnitt aus der Zeit, bevor er LED ZEPPELIN seine Stimmbänder zur Verfügung stellte. So z.B. rare Single-Tracks mit LISTEN von 1966, Demo-Aufnahmen mit THE BAND OF JOY, übrigens mit John Bonham an den Drums, wie eben jenes Hey Joe oder For What It's Worth (bekannt durch BUFFALO SPRINGFIELD). Außerdem Soundtrack-Titel und sogar bislang unveröffentlichte Songs wie beispielsweise Upside Down, Road To The Sun oder Red For Danger. Auch ein Gastspiel aus dem Jahr 1968 bei Alexis Korner wird uns serviert. Dieser zweite Teil steckt wirklich voller Überraschungen.
Beide Silberlinge sind keine Best Of, sondern ein schöner Querschnitt aus der Plant'schen Solo-Schaffensperiode. Die Auswahl aus seinem riesigen Fundus hat Robert Plant himself getroffen und das ist doch sehr begrüßenswert.
Der Klang des Doppeldeckers ist, wie von Robert Plant gewohnt, vom Feinsten und beide CDs sind mit einer gut über zweistündigen Gesamtspielzeit mehr als vollgepackt. Besonders hervorzuheben sind die ausführlichen, von Robert Plant selbst verfassten Linernotes, mit vielen persönlichen Anmerkungen sowie feinen Artworks versehen. Es gibt also "value for money". Eine Kaufempfehlung für alle ZEPPELIN- und Plant-Fans. Ja, ein wahrer Goldschatz. Und für Leute, die Roberts Soloschaffen noch nicht kennen, ist das Teil sowieso ein absolutes MUSS.
Hier nun noch die Liste aller Mitwirkenden in alphabetischer Reihenfolge:
| Justin Adams |
The Extraordinaires |
Paul Martinez |
| Maartin Allcock |
Chris Blackwell |
Steve Miller |
| Phil Andrews |
George Fearon |
Pat Moran |
| Dave Bates |
Billi Fuller |
Andy Morgan |
| John Baggott |
Kevin Gammond |
Mickie Most |
| Barriemore Barlow |
Robin George |
Julie Murphy |
| Roger Beamer |
Andrea Goldsborough |
Lanton Naiff |
| Jeff Beck |
Mick Green |
Iarla ó Lionáird |
| Ted Benham |
Mike Grogovich |
Jimmy Page |
| Binky |
Toni Halliday |
Tim Palmer |
| Troy Blakely |
Richie Hayward |
Aubrey Powell |
| Rubbie Blunt |
Martin Hodgeson |
Cozy Powell |
| John Bonham |
Dave Hodgetts |
Richard Priest |
| Doug Boyle |
Jools Holland |
Rainer Ptácek |
| Chris Brown |
Jools Holland |
Hossam Ramzy |
| Phill Brown |
Joan Hudson |
Nile Rodgers |
| Roy Carr |
Chris Hughes |
Phil Scraggs |
| Phil Carson |
Phil Johnstone |
Paul Shaeffer |
| Cheggers |
Charlie Jones |
Innes Sibun |
| BJ Cole |
John Paul Jones |
Spike Stent |
| Phil Collins |
Nigel Kennedy |
Matt Straw |
| Robert Crash |
Rex King |
Geoff Thompson |
| John Crutchley |
Alexis Korner |
Pete Thompson |
| Bill Cursbishley |
Roy Lamb |
Porl Thompson |
| Clive Deamer |
Michael Lee |
Richard Thompson |
| Francis Dunnery |
Benji Lefevre |
Skin Tyson |
| Nigel Eaton |
Paul Lockie |
Roy Williams |
| Dave Edmunds |
Owain Lloyd |
Pete Willsher |
| Bill Elson |
Kirsty MacColl |
Jezz Woodroffe |
| Simon Emmerson |
Kevin MacMichael |
Oliver Woods |
| Enya |
James McNally |
Endlich |
| Ahmet Ertegun |
Rod McSween |
Ende ;-)) |
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