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| A-Lex, Steamhammer/SPV, 2009 |
| Andreas Kisser |
Guitars |
| Derrick Green |
Vocals |
| Paulo Jr. |
Bass |
| Jean Dollabella |
Drums |
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Länge: 54 Min 16 Sek |
Medium: CD |
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| 1. A-Lex I | 10. Forceful Behavior |
| 2. Moloko Mesto | 11. Conform |
| 3. Filthy Rot | 12. A-Lex III |
| 4. We've Lost You! | 13. The Experiment |
| 5. What I Do! | 14. Strike |
| 6. A-Lex II | 15. Enough Said |
| 7. The Treatment | 16. Ludwig Van |
| 8. Metamorphosis | 17. A-Lex IV |
| 9. Sadistic Values | 18. Paradox |
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Das neuste Werk von SEPULTURA ist ein ganz harter Brocken. Sicherlich ist die Musik nichts für Liebhaber von Jürgen Drews, aber mit dem, was SEPULTURA stark, bekannt und groß gemacht hat, hat "A-Lex" nicht mehr viel gemein. Vorbei die Zeiten, in denen man noch lautstark "Roots, bloody roots!" oder "Waaaaar for territory" mitgrölen konnte. Vorbei scheinbar auch die Zeiten, in denen die Herren aus Brasilien mit innovativen Ideen den Metal wieder interessant machten.
Sicherlich mag das auch an den großartigen Zeiten der Cavalera-Brüder gelegen haben, denn die beiden sind und waren SEPULTURA. Schon mit dem Weggang seinerzeit von Max Cavalera knickten die Jungs ein. Seit sein Bruder Igor die Trommelstöcke an die Seite gelegt hat, hat sich auch die Musik weiter verschlechtert.
Das neuste Werk "A-Lex" ist für mich eher inspirationsloses Geballere und Gebolze mit viel Geröhre und gesanglichem Gerülpse, aber wenigen haftenden Trademarks. Gut, die Herren fiedeln mit Unterstützung klassischer Symphoniker aus Sao Paulo die 9. Symphonie von Beethoven ein, das ist auch ganz nett geworden, aber richtig überragend ist das alles nicht und hätte den Komponisten selbst wahrscheinlich in seiner Schwerhörigkeit bestätigt. "Besser taub, als das hören zu müssen…"
Warum eigentlich gerade Beethovens 9.? Die Herren um Paulo Jr., den letzten Original-SEPULTURAlisten, haben sich nach ihrem letzten Werk "Dante XXI" (in dem sie den Inhalt der göttlichen Komödie aufgreifen und ins Heute projizieren) wieder mal einer Literaturvorlage bedient und "Clockwork Orange" ihren eigenen Stil verpasst. Das hätte etwas ganz Großes werden können, ist es aber nicht. Sicherlich blitzt hier und da an gewissen Ecken etwas von der Innovationskraft der Brasilianer auf (man lausche nur mal We've Lost You!), im Großen und Ganzen bleibt "A-Lex" aber blass und langweilig. Da helfen auch die kleinen Preludien, die das in vier Teile geteilte Werk unterbrechen und für vorübergehende Verschnaufpausen sorgen, nicht, um einen großen Schritt im Thrash-Kosmos zu tun.
Bei der großartigen Vorlage, besonders bei der Aggressivität, die dahinter steckt, hätte ich mir mehr erwartet. So bleibt es ein Stück Musik, das nichts für schwache Nerven ist, aber auch keine Angst macht.
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