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| My Life - My World, Point Music, 2004 |
| Mark Fox |
Vocals |
| Thom Blunier |
Lead Guitar |
| Thomas Muster |
Rhythm Guitar |
| Oli Linder |
Bass |
| Roger Tanner |
Drums |
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Länge: ca. 110 Min (DVD) & 70 Min 53 Sek (CD) |
Medium: DVD & CD |
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| DVD: | |
| 1. Now Or Never | 11. Who's Got The Rhythm |
| 2. Done Me Wrong | 12. Rising High |
| 3. Too Good For Me | 13. My Life - My World |
| 4. Watching You | 14. Trapped |
| 5. Sign In The Sky | 15. Don't Try To Call |
| 6. Little Stories | 16. Nothing To Lose |
| 7. She's My Pride | 17. Why Don't You Call Me |
| 8. I Will Be There | 18. Hands On The Trigger |
| 9. Anything | 19. Wonder |
| 10. Too Close | Interview |
| CD: | |
| 1. Now Or Never | 9. Rising High |
| 2. Done Me Wrong | 10. My Life - My World |
| 3. Too Good For Me | 11. Trapped |
| 4. Watching You | 12. Don't Try To Call |
| 5. Sign In The Sky | 13. Nothing To Lose |
| 6. Little Stories | 14. Why Don't You Call Me |
| 7. I Will Be There | 15. Hands On The Trigger |
| 8. Anything | |
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Schweizer Bands stehen immer ein gewisse Zeit unter Naturschutz, werden gestreichelt, gehegt und gepflegt, haben aufgrund ihrer Possierlichkeit relativ großen Erfolg und irgendwann enden sie gut gefüttert dann doch im Fonduetopf. SHAKRA sind noch in der Mastphase, selten habe ich eine Band gekannt, die ab ihrem ersten Album (1998) so einheitlich von der Musikpresse abgefeiert wurde. Sie sind aber auch nett. Lassen sich ohne zu beißen alle Vergleiche mit GOTTHARD, KROKUS, BONFIRE, BON JOVI und Wilhelm Tell gefallen und ziehen beharrlich ihr Ding durch. Ihr Label Point Music dürfte mit ihnen wohl den größten kommerziellen Erfolg überhaupt eingefahren haben. Fein. Kein Neid an dieser Stelle. 4 Studioplatten, eine Livescheibe ("The Live Side", 2000), ein Sack Support-Tourneen, diese Band arbeitet hart genug für den Erfolg.
Seit 2003 haben sie einen neuen Sänger, der ist genau so gut wie der frühere, und voller Enthusiasmus haben sie ihren ersten Headlinergig im Z7 in Pratteln/CH vom März 2004 jetzt als DVD plus CD veröffentlicht.
Ich habe kaum je eine solche Divergenz zwischen CD und DVD erlebt. Gleicher Sound, beinahe identische Tracklist, und trotzdem ... bei der DVD bin ich auf dem Sofa eingepennt. Nicht mitten in der Nacht betrunken und müde, nein, Sonntagmittag kurz vor Formel 1. Bei Autorennen schlafe ich auch immer ein. Weil nämlich außer Reifenwechsel, Tankstopp und ab und an einem Motorschaden nichts passiert. Und auf "My Life - My World" passiert außer ein wenig Publikumsanmache und ab und an einer eingeschobenen Ballade (Motorschaden) auch nicht viel. Knapp 2 Stunden rocken SHAKRA brav dahin, tun nicht weh, schütteln ihre langen Haare ... und langweilen (mich) auf hohem Hardrock-Niveau. Nur die Ansagen von Mark Fox nötigen zwischendurch zum zurückspielen, man versteht sie aber trotzdem nur als Schweizer. Das ist wirklich lustig.
Der Berichterstatter sucht in solchen Fällen immer die Schuld bei sich selbst. Ist er also zu alt und dröge für diese Musik? Zu weich, zu hart oder zu ignorant?
24 Stunden später. CD läuft. Und macht Spaß! An den vier fehlenden Tracks liegt es sicher nicht. Eher daran, dass Musik auch etwas mit Phantasie zu tun hat und man bei der reinen Audiobeschallung nicht von hüpfenden Bildern abgelenkt wird (ich bin männlich - Multitasking ist für Mädels!). Was hapert an der DVD? Knapp 2 Stunden ohne nennenswerten Höhepunkt, kaum visuelle Abwechslung, düsen an einem vorbei. Das Auge wird müde und das Hirn schaltet ab. Ganz anders bei der CD: Pure Musik, gute Musik obendrein.
Auf einer DVD müssen keine spektakulären Actionszenen stattfinden, Modenschauen sind überflüssig, Gina Wild hat eigene DVDs (ohne Musik, wenn ich mich richtig erinnere), eingestreute Interviewsequenzen stören in aller Regel nur den Konzertfluss. Ich beschwere mich oft über hektische Kameraführung und hyperaktive Schnitte im MTV-Stil - nichts davon bei SHAKRA. Sehr gute Kamera, angenehme Perspektiven, ordentliches Licht, alles bestens, dennoch schlummert man sanft dahin.
SHAKRA haben generell alles richtig gemacht. Nur haben sie vergessen, dass ihre Präsentation und ihre Musik wohl den Konzertbesucher vor Ort über 90 Minuten begeistern kann, beim Heimkinokonsumenten aber nur ein Bruchteil davon ankommt. Headbangende Musiker und relativ gleichförmige Musik nämlich. Es gibt keine hüpfenden, schreienden und schwitzenden Nachbarn, bestenfalls den Gang zum Kühlschrank um sich ein neues Bier zu holen. Da muss mehr passieren, vor allem wenn eine Band "nur" altmodischen Hardrock ohne größere Ups and Downs bietet. GOTTHARD machen das irgendwie geschickter, streuen zwischendrin auch mal einen derben Boogie ein, KROKUS würzen ihren Boogie mit ein paar Metal-Krachern, Jon Bongiovi hat hübsche Frauen im Publikum und über BONFIRE lästert man die halbe Spielfilmlänge. SHAKRA rocken nur hard und sonst nix, das ist zu wenig für eine DVD!
Dies ist keine generelle Kritik an der Musik, die ist für sich alleine völlig korrekt, überzeugt sogar, deswegen funktioniert die CD auch problemlos. Das letzte Album "Rising" wird bis auf zwei Nummern komplett präsentiert, der Rest stammt von den Vorgängern.
Für die Zukunft wünsche ich mir von SHAKRA ein wenig mehr kompositorische Abwechslung, dann sollte auch ihr nächstes Studioalbum bei mir gut ankommen. Diese DVD ist wohl eher für die beinharten Fans.
Ländercode: Codefree
Audio: Stereo (fad) & 5.1 (sehr gut)
Bild: 4:3 PAL (gut)
Untertitel: Deutsch & Englisch (nur beim Interview)
Specials: Interview
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