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New # Is

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New # Is
New # Is, Supermusic, 2002 (VÖ: 07.01.2002)
El Mex Wieshofer Guitar & Vocals
Tiger Würtl Bass & Vocals
Mike Jöbstl Drums & Vocals
Produziert von: Shlong Länge: 23 Min 22 Sek Medium: EP
1. New # Is (2:32)5. That's What You Say (2:54)
2. Hip Joint (3:37)6. Went Down (2:11)
3. Braindead (2:40)7. World's Worst Rock'n Roll Band (3:31)
4. Fred (5:57)

Waschzettel von Plattenfirmen sind manchmal absurde Wortmonster. Man liest Sachen wie "Whitney rockt auf ihrer neuen Platte das Haus wie nie zuvor", oder "in den düster bedrohlichen Momenten glaubt man, im Auge des Hurricanes zu stehen". Dabei geht es nur um "Live at the Blue Öyster Bar" von Marianne Rosenberg.
Lese ich aber Sätze wie "...der Applaus auf den Live-Tracks ist übrigens gesampelt, oder habt ihr wirklich geglaubt, Van Halen hätten heute noch soooo viele Fans" oder "...in den Songs...geht es um's Autofahren, Telefonieren, Essen, Trinken, Rauchen, Onanieren...", krieg ich direkt Lust auf die Platte.

SHLONG sind Tiroler, haben bisher eine CD und diverse Maxis draußen, treiben ihr Unwesen seit etlichen Jahren in Österreich und D-Land, werden vermutlich von Herrn Haider argwöhnisch beäugt und machen Musik, zu der mir beim besten Willen keine Schublade einfällt. Deswegen noch mal Pressetext: "Noise-Power-Punk-Pop". Ähm, ja. So ungefähr klingt das. Und außerdem haben sie mit den Guano Apes zusammen gespielt. So viel dazu.

Die vorliegende EP ist in Teilen (3 von 7 Songs) dem Album "Glones" entnommen und macht Spaß. Der steht bei SHLONG eindeutig im Vordergrund. Textlich sowieso und musikalisch wird ebenfalls nicht todernst vor sich hin improvisiert, sondern gradeaus gerockt. Entsprechend schleicht sich schon mal ein etwas schräger Ton ein. Hip Joint klingt beispielsweise wie eine Proberaumnummer bei den Toten Hosen. Die mag ich auch.

Das Trio dürfte große Erfolge in der Skater- und Boarderszene haben. Passt auch ganz gut, obwohl Shlong lange nicht so hibbelig sind, wie andere Kapellen dieses Genres. Dazu sind die Wurzeln zu stark im traditionellen Punk (ohne wirklich primitiv zu sein) und klassischen Power Pop (Television, Greg Kihn zu besten Zeiten etc.) verblieben.
Der Gesang (von allen Drei) ist reichlich rotzig, der Bass ballert, die Gitarre sägt. Was will man mehr.

Ganz besonders Stolz bin ich natürlich, dass mir die Jungs ein Lied gewidmet haben. Fred überzeugt voll und ganz, ist ein musikalisches Schmankerl, textlich nahe an ganz großer Literatur (..kissed Fred, she kissed Fred...), live aufgenommen (und ich bin ganz fest überzeugt, hier sind die Zuschauer nicht gesampelt, sondern einfach nur begeistert von Fred). Kurz: Fred ist ein kommender Klassiker für das 21. Jahrhundert, Mädels.

Schade, dass ich die Band im November in München verpasst habe. Wäre ein Mordsspaß gewesen. Anspruchsfrei, schnell, laut, gefährlich. Wie Fred halt...

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste) 04.12.2001

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