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Silber

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Sanctuary Records

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Silber
Silber, Neue Zeiten/Sanctury Records, 2003
Tom v. K. Vocals
Guido Winter Guitar
Oli Emmrich Guitar
Sid Venus Bass
Thomas auf dem Berge Drums
Länge: 46 Min 35 Sek Medium: CD
1. Flieg6. Durch die Nacht
2. Greif zu den Sternen7. Deine Augen
3. Dreht sich die Erde8. In deinem Feuer
4. Niemandsland9. Heut Nacht
5. Grenzenlos10. Fieberträume

Die Band SILBER legt ihr selbstbetiteltes Debütalbum vor. SILBER ist hervorgegangen aus der Band WEISSGLUT. WEISSGLUT? Da war doch noch was. Richtig: Eine Neue deutsche Härte-Combo, die durch dämliche (oder mehr als das) Aussagen ihres früheren Sängers Josef Maria Klumb in die rechte Ecke gedrängt wurden und da nie so richtig wieder herausgekommen sind.
Sicherlich auch deshalb ein Neuanfang mit SILBER, wobei man gleich noch mit Oli Emmrich einen zweiten Gitarristen hereingenommen und den Sound etwas entschlackt hat.

Der Opener Flieg ist eine Mischung aus kernigem, aber melodischem Rock und emotionalen, fast schon ins Pathetische abgleitenden Vocals.
Greif zu den Sternen beginnt etwas verhaltener, schlägt aber in die selbe Kerbe: Kraftrock, ein wenig düster mit gelegentlichen Nu Metal Einschüben und ernster, schwerblütiger Lyrik.

Dreht sich die Erde ist eine emotionsgeladene Ballade, während Niemandsland mit kleinen Industrial-Einschüben losbrettert.
Grenzenlos ist ein groovender Electronic-Rocker mit Emo-Refrain, gefolgt vom zunächst düster-geheimnisvollen, dann elektropopartigen Durch die Nacht.
Deine Augen legt dann wieder eine kräftige Schippe (Nu) Metal auf, auch In deinem Feuer kleidet sich in ähnlichem Soundgewand mit großgefühligem Refrain.
Das SPLIFF-Cover Heut Nacht wird metallisch angereichert, den Schlußpunkt setzt Fieberträume als vergleichsweise straighter Melodic Rock Song. Der Hidden Track fängt klassisch elektronisch an und endet ziemlich metallisch.

Instrumental und soundtechnisch ist an "Silber" nichts auszusetzen, die Melange aus Metal, Rock, Electronics, einem kleinen Schuß Industrial und einer Prise Gothic funktioniert ganz gut und klingt auch wirklich eigenständig und nicht nach der Kopie einer Band aus Übersee (oder gar einer Berliner Truppe, deren Namen auf -stein endet).
Wer auf OOMPH!, TYPE O NEGATIVE oder STABBING WESTWARD steht, sollte der Band eine Chance geben (die alten WEISSGLUT-Fans sowieso, denn außer dem Namen hat sich im Vergleich zu "Zeichen" nicht viel verändert).
Ich für meinen Teil habe so meine Probleme mit der zwar markanten, aber etwas kalten Intonation von Tom v.K. und seinen Texten, die mir einfach zu schwer, bedeutungsschwanger, metaphernüberladern und gewichtig, mit einem Wort: Zu deutsch sind.

Ralf Stierlen, (Artikelliste), 22.09.2003

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