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| Frei!, s4-music, 2002 |
| Andy Klein |
Schlagzeug & Gesang |
| Peter Klein |
Piano & Hammond, Streicher- & Synth-Programming |
| Günni Stöckel |
Gitarre & Gesang |
| Timo Holstein |
Gesang & Bass |
| Gäste: |
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| Joachim Braun, Joe Denzer & Jens Vollmer |
Bläser (Ich geb' dir all die Liebe & Halt mich nirgendwo fest) |
| Annabell Owusu-Ansah, Otis Homer |
Vocals (Ich geb' dir all die Liebe & Halt mich nirgendwo fest) |
| Andreas Rauth |
Percussion (Ich geb' dir all die Liebe) |
| Alfred Kritzer |
String-Arrangement (Der Sonne heller Schein) |
| Ralf Erkel |
Strings & Pipes (Das Glück trägt dein Gesicht) |
| Produziert von: Uli Pfannmüller, Hartmut Pfannmüller & Snailshouse |
Länge: 55 Min 43 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Frei! (4:04) | 10. Ohne Dich (4:33) |
| 2. Krieger II (4:17) | 11. Versprich mir, dass (3:55) |
| 3. Das Glück trägt dein Gesicht (3:35) | 12. Der Sonne heller Schein (4:40) |
| 4. Ich geb' dir all die Liebe (3:40) | 13. Stadtstreicher (4:07) |
| 5. Amadeus (3:15) | Bonus Track: |
| 6. In deiner Welt (4:35) | 14. Wenn ich wollte (Jammix) (4:37) |
| 7. Dein Gewissen (3:33) | Bonus Video: |
| 8. Halt mich nirgendwo fest (4:05) | Weichei - Das Video |
| 9. Weichei (3:29) | |
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"Endlich frei", sagte TAFKAP (the artist formerly known as Prince) und produzierte fürderhin nur noch unanhörbaren Soundschrott. Selbstverwirklichung nennt man das.
"Frei!" heißt die neue CD der Deutschrocker SNAILSHOUSE und der Titel ist Programm. Die Band ist nach nur einer CD bei einem großen Label auf eigenen Wunsch zurück ins Independent-Lager gewechselt und versucht ihr Glück wieder auf eigene Faust. Oder anders: Die Erwartungen - Plattenvertrag, Tournee, Charts etc. - haben sich nicht erfüllt und was bleibt einem Künstler dann anderes übrig? Schlechter war es vorher auch nicht.
Gott sei Dank gibt es einen Unterschied zwischen stinkreichen Superstars, die sich von ihren Millionen erdrückt fühlen und lieber in künstlerischem Dadaismus schwelgen wollen, und einer deutschen Rock/Pop-Band, die mit sämtlichen Beinen auf dem Boden des täglichen (miefigen) Lebens steht.
Deshalb hören wir auf "Frei!" eine der überraschendsten Metamorphosen einer Band, die dem Rezensenten je untergekommen ist.
Was ist passiert? Auf dem Vorgänger "Sternzeit" war mir die Band zu angepasst, brav, deutsch. Für einen Rock'n'Roller klang es fast wie eine Anbiederung an den Popmarkt. Also "back to the roots" und was fetzt plötzlich aus den Boxen:
Deutschrock mit heftiger Betonung auf ROCK, bewusst rau produziert, teils sogar leicht "alternative" angehaucht, Gitarrenpower, ein Sänger der richtig röhrt und brüllt, knackiger Funkrock, Ohrwürmer ohne Ende (wo wir wieder beim Begriff "Pop" sind) und natürlich einige Balladen.
Wichtigster Unterschied zu "Sternzeit" sind die Texte. Da sind sie wieder, die klaren Ansagen. Weichei versteht man. "Du bist ein Arschloch" ist eine eindeutig zuordenbare Wertschätzung. Weg sind die deutsch-lyrischen Ergüsse, keine Kompromisse mehr, wir sagen was wir denken. Das tut gut!
Wir sprechen auf "Frei!" natürlich immer noch von massentauglicher Musik. Ob man es als Pop oder Rock oder Vanillepudding bezeichnet, spielt dabei keine Rolle. Wichtig ist, was aus den Boxen kommt und das geht eben auch so, ohne Weichspüler und dafür mit (Slide) Gitarre.
Wenn schließlich auch noch ein Song der MÜNCHNER FREIHEIT gecovert wird (Ohne Dich), ohne dass man auf der Schleimspur ausrutscht, dann wird bewusst, wie konsequent SNAILSHOUSE ihren Weg zurück in die Zukunft gehen.
Okay, das (eigentlich gelungene) Remake von Amadeus hat einen Makel. Der wienerische Zungenschlag fehlt, aber wie sollte den ein Pfälzer glaubwürdig hinkriegen?
Ansonsten ist "Frei!" ein wunderbar gelungenes Album.
Als Bonus drehen SNAILSHOUSE noch der Industrie eine lange Nase. Es gibt einen Video-Track auf der CD, einen Internetcode zum Download eines 23-minütigen Videos und außerdem kostet die CD nur 12 (!) Euro beim direkten Kauf über die Homepage der Band. Klasse!!
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