|
|
| Lettin' Go, Telarc International, 2000 |
| Frank "Son" Seals |
Lead Guitar & Vocals, Rhythm Guitar (Funky Bitch) |
| Scott Healy |
Keyboards |
| Al Kooper |
Hammond B3 |
| Mike Merritt |
Bass |
| Mark Pender & Dan Rabinovitz |
Trumpet |
| Richard Rosenberg |
Baritone Saxophone |
| Jimmy Vivino |
Rhythm & Acoustic Guitar |
| Fred Walcott |
Percussion |
| James Wormworth |
Drums |
| Trey Anastasio, Jeff "Jabo" Bihlman & Scott "Little" Bihlman |
Guitar (Funky Bitch) |
| Tim Wire |
Organ (Funky Bitch) |
| Jason Kott |
Bass (Funky Bitch) |
|
Länge: 70 Min 41 Sek |
Medium: CD |
|
 |  |
| 1. Bad Blood | 8. Dear Son |
| 2. Let It Go | 9. I Got Some Of My Money |
| 3. Give The Devil His Due | 10. Rockin' And Rollin' Tonight |
| 4. Doc's Blues | 11. Bad Luck Child |
| 5. Hair On A Frog | 12. Blues Holy Ghost |
| 6. Jelly, Jelly | 13. Love Had A Breakdown |
| 7. Osceola Rock | 14. Funky Bitch |
 |
Frank "Son" Seals, oder einfach Son Seals, mit seiner letzten CD-Veröffentlichung. Leider starb Son Seals Ende 2004 an Diabetes. Wie diese Krankheit seinem Körper zugesetzt hat, ist auf dem in hellem, freundlichen Blau gehaltenen Coverfoto zu sehen. Melancholie gepaart mit Trauer schleichen sich ein, sieht man ihn mit amputiertem linken Unterschenkel auf dem Bürosessel sitzen.
Nichtsdestotrotz ist "Lettin' Go", nach vier Jahren "Sendepause", eine tolle, in keinster Weise traurige CD, im Gegenteil, sie strotzt vor Spielfreude, so wie man es von Son Seals gewohnt ist. Vergleiche mit "Bad Axe" (1984) sind erlaubt.
Seine Stimme und sein Gitarrenstil hat nichts an Authentizität und Ausgewogenheit verloren. Es ist nicht übertrieben zu behaupten, dass Son Seals noch stimmlich noch zugelegt hat.
Und diese Band, allen voran Al Kooper an der Hammond B3, gibt Son Seals einen dermaßen soliden Boden unter seinen musikalischen Füßen, dem kann sich auch ein Son Seals nicht entziehen. man höre nur "Bad Luck Child".
Wir bekommen von Son Seals auf "Lettin' Go" ein volles Menü serviert. Ausflüge in leichten Funk, R&B, Gospel, ein wenig Country, akustische Gitarre, traurige Balladen, der Teller ist groß genug, um fast alles unter die silberne (oder goldene?) Blueshaube zu bekommen.
Fast alles weswegen? Weil ich mit dem selbstgeschriebenen Osceola Rock doch ein bitteres Salatblatt im Gericht finde. Diesen billigen Abklatsch von Jailhouse Rock hat Seals nun wirklich nicht nötig. Aber es sind ja nur 4:20 Minuten die man vergessen kann.
Auf den letzten Song muss ich noch etwas näher eingehen. Funky Bitch ist ein Jam, der hinlangt. Son Seals spielt ja "nur" die Rhythmusgitarre. Kein geringere als PHISHs Trey Anastasio an den Saiten der Leadgitarre. Eine energiegeladene Version wird hier geboten, das kommt zum Abschluss der CD sehr gut.
Dieses Menü macht einen rundum satt und zufrieden.
Eine alles in allem eine supertolle CD eines der anerkannten Stars der Chicagoer Bluesszene.
Sagt uns die Meinung zu diesem Artikel oder ergänzt oder verbessert ihn:

|