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End Isolation

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End Isolation
End Isolation, Oscillation Music, 2006
Eric Vocals
Lenny Guitar & Keyboards
Robin Bass
7even Drums
Produziert von: Nils Ricke & Eroc Länge: 41 Min 00 Sek Medium: CD
1. All I Wanted6. Timid Child
2. Another Try7. Wounds
3. Buried8. My Choice
4. Our Isolation9. Expired
5. Just An Illusion10. Desperate

"End Isolation" ist das Debütalbum der Hamburger Band [soon]. Aber wenn man es im Player rotieren lässt (und so schnell bekommt man es nach dem Einlegen dann nicht mehr raus) klingt das beileibe nicht nach Eierschalen hinter den Ohren, sondern ambitioniert, clever und äußerst stil- und selbstbewusst. Den Hörer erwartet ein reizvoll düsterer Alternativerock, durch harte Riffs am Köcheln gehalten, mit atmosphärischen Sounds und einer klaren Stimme des souverän agierenden Sängers Eric am Mikro. Dazu kommt eine kompetente, druckvoll-transparente Produktion, die unter anderem der ehemalige GROBSCHNITT-Schlagzeuger Eroc, der ja mittlerweile ein gefragter Produzent ist (XANDRIA, MYSTIC PROPHECY oder auch THE TRACEELORDS) zu verantworten hat.

Dabei ist der Spagat zwischen durchaus eingängigen Refrains und knackigen, experimentellen und rhythmisch vielfältigen Passagen gelungen, ohne einen Bruch in den Stücken zu haben. Besonders gelungen sind Just An Illusion mit der recht ruppigen Strophe und dem alles umschlingenden Chorus, das lebendig pulsierende All I Wanted, das etwas in Richtung Electronic Body Music gehende Buried oder das funkige Wounds mit dem strahlend hymnischen Refrain. Aber auch auf dem glatten Parkett der Balladen machen SOON mit Desperate eine wirklich gute Figur.

Insgesamt beweist das Quartett von der Elbe ein Gespür für eingängige Melodien, ohne dabei zu sehr in die DEPECHE-MODE-Ecke abzudriften und, wie leider häufig beim Dark Wave, zu seicht und substanzlos zu werden. Vielmehr verleiht der rockige Biss dem ganzen die nötige Würze und Tiefe und sorgt für Hörgenuss ohne Reue. Eine unbedingte Empfehlung.

Ralf Stierlen, (Impressum, Artikelliste), 11.10.2006

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