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| Heavy Traffic, Universal, 2002 |
| Francis Rossi |
Lead Guitar, Lead Vocals |
| Rick Parfitt |
Lead Guitar, Lead Vocals |
| Andrew Bown |
Keyboards, Guitar, Harmonica, Bass, Vocals |
| Rhino Edwards |
Bass, Guitar, Vocals |
| Matt Letley |
Drums, Percussion |
| Produziert von: Status Quo |
Länge: 53 Min 49 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Blues And Rhythm [Rossi/Bown] | 8. Jam Side Down [Britten/Dore] |
| 2. All Stand [Roosi/Young] | 9. Diggin' Burt Bacharach [Rossi/Young] |
| 3. The Oriental [Rossi/Edwards] | 10. Do It Again [Edwards/Bown] |
| 4. Creepin' Up On You [Parfitt/Edwards] | 11. Another Day [Rossi/Young] |
| 5. Heavy Traffic [Rossi/Young/Edwards] | 12. I Don't Remember Anymore [Bown] |
| 6. Solid Gold [Rossi/Young] | 13. Rhythm Of Life [Rossi/Young] |
| 7. Green [Bown] | |
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"Es bleibt beim musikalischen Status quo ante, also beim vorherigen Zustand: Auf ihrem 83. LP-Werk machen STATUS QUO die gleiche Musik, die sie schon auf ihrer 29. und 37. Platte gemacht haben: Boogie, Boogie und nochmals Boogie!"
Damen und Herren, dies war die kürzeste Plattenbesprechung der Geschichte des Home of Rock.
Ja, wenn ich diese Zeilen nicht geklaut hätte. Hab ich aber.
Im Jahr 1976 (!) hat dies nämlich ein, leider nicht namentlich genannter, Kollege des damals noch existenten SOUNDS Magazins anlässlich der LP "Blue For You" geschrieben und sich im Anschluss an seine einleitenden Worte als Fan geoutet.
Wie sich die Zeiten doch ändern. SOUNDS gibt es lange nicht mehr, der ME/SOUNDS wird wohl eher nicht über die 259. Platte der alten Herren berichten, ob der Verfasser des damaligen Reviews schon in Rente ist weiß ich nicht, das Wort "geoutet" gab es auch noch nicht und ich war 14 und hab mir die Turnschuhe plattgehopst bei den Platten von Quo.
Nur eines ist immer noch so wie es immer war: Status Quo spielen Boogie, Boogie und nochmals Boogie!
Gut, in den letzten 20 Jahren konnte man über die eine oder andere Veröffentlichung geteilter Meinung sein. Zu platt und banal klang so manches Liedchen. Und wenn man die Lautstärke runterdrehte, war oft eine fatale Lalala-Schlager-Stimmung zu hören.
"Rockin' All Over The World" von 1978 war irgendwie so ein Wendepunkt in der Plattenkarriere der unverwüstlichen Jeansträger. Die ersten Scheiben in den Achtzigern waren noch ganz ordentlich, aber spätestens 1986, bei "In The Army Now" kamen selbst mir herbe Zweifel.
1991, also auch schon wieder 11 Jahre her, flackerte bei "Rock 'Till You Drop" wieder die alte Power auf. Immerhin war da ein tolles Remake von Forty Five Hundred Times vertreten.
"Thirsty Work" gefiel mir gar nicht und die beiden Cover-Alben "Don't Stop" und "Famous In The Last Century" mag ich auch nicht unbedingt als Höhepunkte sehen. "Under The Influence" war '99 recht gelungen und die Konzerte sind sowieso IMMER weltklasse gewesen.
Bypass hin, Zipperlein her, Rossi & Parfitt sind wieder da und das mit Macht. "Heavy Traffic" ist ein Hammer geworden! Und hat auch den entsprechenden Hammer-Sound.
Was sagt es dem Quo-isten, wenn hinter einem Songtitel in Klammern Rossi/Young steht?
Tipp: Caroline, Most Of The Time, Down Down oder Don't Waste My Time. Noch Fragen?
Auf "Heavy Traffic" ist Bob Young bei 6 Songs als Co-Autor genannt.
Da es im Aggregatszustand des Ausfallschritts keinen Rückschritt gibt, ist diese Rückbesinnung auf alte Tugenden nichts weiter als ein Schritt in die richtige Richtung. Kein lauwarmes Rossi/Frost Schubidu mehr. Immer auf die 4 und vorwärts und aufpassen wegen Bandscheibenvorfallgefahr.
Die schwächste Nummer, weil beliebig und austauschbar, ist die einzige Fremdkomposition, Jam Side Down von Charlie Dore und Terry Britten (Dank für den Hinweis an Herbert Zach von www.coverinfo.de). Logischerweise wird diese Nummer auch als erste Single veröffentlicht. Man will ja schließlich nicht Mami und Papi vor's ergraute Köpfchen stoßen.
Positiv fällt auf, dass Rhino Edwards mit Andy Bown zusammen einen satten, ich sag es nicht gern, Boogie gemacht hat. Do It Again wäre 1975 die erste Single gewesen. Mit Harp und Volldampf in genau der richtigen Länge (3:45).
Dazu die ganzen Rossi/Young-Stampfer (Another Day geht so geil ab), ein paar witzige, ähm, Boogies wie The Oriental und I Don't Remember (übrigens von Rick so richtig kernig geplärrt), noch mal ein, pfffft, Boogie wie All Stand Up (solang ihr noch könnt).
Zur Abwechslung eine Nummer von Parfitt und Edwards, natürlich ein, uihuihuih, Boogie. Creepin' Up On You muss irgendwann 1974 in Ricks Kopf entstanden und danach in Vergessenheit geraten sein. Göttlich. Genau wie Solid Gold mit der netten Hammond mittendrin und man kann natürlich nur ganz vage einen 4/4 -Boogie-Takt erahnen.
Und es gibt die hübsche Nummer Green. Von Andy Bown geschrieben und gesungen. Soll ich es sagen? Das ist KEIN Boogie!
Natürlich wird diese Scharte sogleich bei Diggin' Burt Bacharach ausgemerzt. Woher nur kenne ich diese kleine Gitarren-Boogie-Solo?
Damit ich es nicht vergesse: Auf dieser Platte gibt es keine Schlager, keinen HipHop oder Jungle. Die junge aufstrebende Band STATUS QUO macht die gleiche Musik, die sie schon auf ihrer 29. und 37. Platte gemacht hat: Boogie, Boogie und nochmals Boogie!
Ich finde wirklich, 16 mal das Wort Boogie in einer Besprechung einer Boogie-Platte ist echt nicht zu viel.
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