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| In Search Of The Fourth Chord, Fourth Chord Records/Edel Records, 2007 |
| Francis Rossi |
Guitars, Vocals, Keyboards |
| Rick Parfitt |
Guitars, Vocals, Keyboards |
| John 'Rhino' Edwards |
Bass, Vocals, Guitar, Kazoo |
| Andrew Bown |
Keyboards, Harmonica, Guitars, Vocals |
| Matthew Letley |
Drums, Percussion |
| Gäste: |
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| Laura Macara |
Choir (Tongue Tied) |
| Chlö Du Pré |
Choir (Tongue Tied), Cello (One By One) |
| Daniel Jackman |
2nd Bass (Tongue Tied) |
| Freddie Edwards |
2nd & 3rd Guitar Solo (Bad News) |
| Kevin McAlea |
Piano (I Don't Wanna Hurt You Anymore) |
| Bob Young |
Harmonica (Pennsylvania Blues Tonight & My Little Heartbreaker) |
| Pip Williams |
Additional Guitars |
| Produziert von: Pip Williams |
Länge: 58 Min 41 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Beginning Of The End [Rossi/Edwards] | 9. My Little Heartbreaker [Rossi/Young] |
| 2. Alright [Parfitt/Morris] | 10. Hold Me [Parfitt/Morris/Climie] |
| 3. Pennsylvania Blues Tonight [Rossi/Young] | 11. Saddling Up [Rossi/Bown] |
| 4. I Don't Wanna Hurt You Anymore [Rossi/Young] | 12. Bad News [Edwards] |
| 5. Electric Arena [Rossi/Young] | 13. Tongue Tied [Rossi/Young] |
| 6. Gravy Train [Edwards] | Bonus Track: |
| 7. Figure Of Eight [Bown] | 14. One By One [Parfitt/Young] |
| 8. You're The One For Me [Letley] | |
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Nur 35 Jahre zu spät kommt dieser Albumtitel: "In Search Of The Fourth Chord". Dem gemeinen Fan fehlte er nie, der vierte Akkord, aber man hätte sich ab frühesten Jugendtagen mit diesem Statement aus vielen Diskussionen retten können. "Du, die suchen ihn doch selber, also lass mich in Ruhe mit dem Schmarrn, dass ich ein Primitivling bin."
Die Wahrheit werden Verächter sowieso nie ergründen, also lassen wir sie weiter in ihrem Glauben, dass STATUS QUO eine Band für Minderbemittelte ist.
Alles ist endlich, vermutlich auch Rick Parfitt und Francis Rossi, also darf man sich angesichts des knalligen Einstiegs in die diesjährige Platte durchaus auch einen (natürlich debilen) Gedanken machen. Beginning Of The End - einen Humor haben diese Briten. Aber wirklich. Trotzdem, irgendwie denkt man an eine so ganz langsam endende Party. Da kann Rick gleich darauf noch so enthusiastisch "Alright, I be alright, I'm movin on" plärren, irgendwas ist anders. Dabei kommt Alright im genau richtig angeschrägten Manni-Kaltz-Bananenflanken-Boogierhythmus daher. Das Ding hat das Zeug zum Klassiker, man muss ihm nur die Zeit dazu geben.
Sollte Rick vielleicht wirklich aufhören zu rauchen? Unsinn, das hilft irgendwann auch nichts mehr und vermindert nur den Genuss.
Über Songs wie Pennsylvania Blues Tonight oder Electric Arena regen sich die Fans traditionell auf. Es muss einem auch nicht gefallen, aber es gab in der Vergangenheit weitaus schlimmere Versuche - an dieser Stelle wird nicht das böse Wort von der Army erwähnt! Hier bewegt sich die Sache immerhin nicht auf Schlagerniveau, und das obwohl die CD von Pip Williams produziert wurde, der bekanntlich für eben jenes schlimme "In The Army Now"-Album verantwortlich war. Bedeutend langweiliger erscheinen die zigsten Aufführungen von I Don't Wanna Hurt You Anymore, Figure Of Eight und, mit Einschränkungen, Saddling Up. So was gibt es seit etwa "If You Can't Stand The Heat" immer und immer wieder. Rossi und Bob Young bzw. Andy Bown haben schon spannendere Songs geschrieben. Füllmaterial.
Fast ist man versucht My Little Heartbreaker in die gleiche Schublade zu stecken, da fällt auf, dass die Nummer ganz ungezügelten Spaß vermittelt, inklusive Klimper-Piano und Solo eines Gitarrengottes (keine Lacher jetzt!).
Noch mal ein ganz anderes Kaliber ist das scheppernde Gravy Train. Grandioses Schlagzeug, bodenlose Riff-Gebirge, Bown absolut richtig eingesetzt. 'Rhino', der Verursacher dieses Desasters für Prog-Fans, ist schon ein richtiger Drecksack, und dabei hatten wir ihn damals alle wegen seiner kurzen Haare verlacht. Sein Bad News bohrt wenig später in die gleiche Wunde. Merke: Gib dem Rossi und dem Parfitt den richtigen Song, dann spielen sie sich die Finger blutig.
Matt Letley darf auch ran und liefert mit You're The One For Me einen unspektakulären aber wirksamen Gitarrenrocker ab. Klingt zwar irgendwie nach 1975, aber das stört ja nun wirklich niemanden. Andererseits befällt einen hier die düstere Vermutung, dass dieser elende 4th Chord gar nicht wirklich notwendig ist. Kann es sein?
Und dann gibt es noch zwei persönliche Dinge zu sagen. Erstens. Die Plattenfirma kündigt einen "European Bonus Track" namens One By One an, und verschickt prompt an die europäischen Journalisten die Promo-CD ohne genau diesen Song. Das ist einmal mehr eine vertrauensbildende Maßnahme, die die Zusammenarbeit mit den großen Firmen so leicht und erquicklich macht. Pappnasen, betriebswirtschaftliche. Dass die witzige "Lehrerin", die sagt, "Now, let's listen to the music and try to identify the chord", natürlich auch weggeschnitten wurde ist keine Frage. Wir Schreiberlinge haben eh keinerlei Humor.
One By One ist eine uralte Ballade, die etwa 1978 von Rick Parfitt, Bob Young, Micky Moody (g) und Neil Murray (b) als Demo aufgenommen wurde. Es gibt wohl eine Compilation anlässlich des 40. Jubiläums, auf der das Original vertreten ist (mir gänzlich unbekannt). Anyway, es ist eine schöne Ballade, die ich auf illegalem Weg bekommen habe. Das wollen die Firmen offensichtlich so. Glückwunsch.
Zweitens. STATUS QUO haben mich über all die Jahre immer lachend und schwitzend hinterlassen. Das tun sie auch diesmal, bloß klingen Songs wie das zuerst angesprochene Beginning Of The End doppelsinnig und vor allem das (die Promo-CD) abschließende Tongue Tied grässlich depressiv. Rossi singt hier so augenscheinlich absichtlich desolat zu einem überaus nachdenklichen Text, dass einem schaudert. "Why does living goes so fast?" Auf der anderen Seite darf man um Teufels Willen nicht zu viel in die Musik von QUO hineininterpretieren.
Haltet durch, Jungs! Ich brauch euch noch ne ganze Weile. Danke.
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