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Steve Morse

Prime Cuts

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Magna Carta Records
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www.amazon.de
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All Music Guide (englisch)

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Prime Cuts
Prime Cuts, Magna Carta Records, 2005
Steve Morse Guitars, Keyboards, Overdubs
Dave LaRue, Billy Sheehan Bass
Van Romaine, Mike Portnoy, Terry Bozzio Drums, Percussion
Brendt Allman, David Townson Rhythm Guitar (La Villa Strangiato)
James Murphy Guitar (La Villa Strangiato)
Jordan Rudess Keyboards (Quantum Soup)
John Petrucci Guitar (Quantum Soup)
Mark Wood Electric Seven String Viper Violin (Quantum Soup)
Mark Gage aka Vapourspace Remix (Led On)
Produziert von: Peter Morticelli & Mike Varney Länge: 50 Min 19 Sek plus ca. 11 Min Video Medium: CD
1. Heightened Awareness (The Steve Morse Band - "Split Decision")6. Busybodies (The Steve Morse Band - "Split Decision")
2. Prognosis (Steve Morse - "Major Impacts")7. Led On (Vapourspace - "Sonic Redidue From Vapourspace")
3. La Villa Strangiato ("Working Man" - Tribute To Rush)8. Air On A 6 String (Steve Morse - "Major Impacts 2")
4. The Clap ("Tales From Yesterday" - Tribute To Yes)9. Wooden Music (Steve Morse - "Major Impacts 2")
5. Quantum Soup (Jordan Rudess - "Feeding The Wheel)Video "The Guitar Show TV Series" & Interview

Nach 30 Jahren als "Recording Artist", ungefähr ebenso vielen Platten mit den berühmt-berüchtigten DIXIE DREGS, als Solokünstler oder als Gitarrist der Alters-Inkarnation von DEEP PURPLE ist es immer wieder mal an der Zeit, ein wenig Rückschau zu betreiben und eine kleine Compilation auf den Markt zu werfen. Diesmal beschränkt man sich auf die letzten 10 Jahre bzw. die Zeit beim Plattenlabel Magna Carta. Gerecht wird man Steve Morse damit selbstverständlich nicht, aber das wird man diesem Genie ohnehin nur, wenn man ALLE seine Werke und Nebenprojekte im Schrank stehen hat. Für diejenigen Hardcorefans ist "Prime Cuts" natürlich uninteressant, Gelegenheitskundschaft, Neueinsteiger und Nicht-Allesfresser sind gut bedient.

Temporär gestreift werden die Soloalben "Major Impacts" (2000), "Split Decision" (2002) und "Major Impacts 2" (2004). Davon wird der Hund nicht satt - was grundsätzlich für die ganze CD gilt, denn gerade mal 50 Minuten Spielzeit ist wirklich dürftig - und Magna Carta packen deswegen einige vermutlich relativ unbekannte Arbeiten aus Steves umfangreichen Schaffen für "Tribute to..." Alben bzw. Soloplatten anderer Musiker auf "Prime Cuts".
In diesen 30 Minuten "Fremdarbeit" wird einmal mehr klar, wie exorbitant sensibel Steve Morse sich in die Werke anderer Musiker eindenken kann und wie sehr sein Spiel diese Stücke beeinflusst. So ist z.B. La Villa Strangiato von RUSH (aus deren nicht unumstrittenen 80er-Album "Hemispheres") trotz relativer Originalgetreue so beeindruckend geworden, dass man unwillkürlich Vergleiche zwischen Morse und Alex Lifeson zieht. Natürlich unterstellt kein normaler Mensch Lifeson, Lee und Peart mangelndes Können, aber Morse und Bassist Billy Sheehan (MR. BIG) rocken den Zehnminüter gewaltig. Das zugehörige Album "Working Man - Tribute To Rush" aus dem Jahr 1996 braucht man eher nicht. Ähnliches gilt für "Tales Of Yesterday", einer 1995 produzierten "Verbeugung" vor YES. Morse ist mit dem hübschen kleinen Akustikstück The Clap dabei (im Original auf "The Yes Album", 1971).

Wirklich schwierig und komplex geht es auf Quantum Soup zu. Morse spielte 2001 für Jordan Rudess von DREAM THEATER auf dessen Album "Feeding The Wheel". Ganze elf Minuten Hochleistungsprog fordern den Zuhörer, dafür bekommt man aber wirkliche instrumentale Spitzenleistungen.
Sehr strange und durchaus diskussionswürdig ist der Led On Remix von Mark Gage. Gage ist auch bekannt als Vapourspace und hat 2002 diverse Acts von Magna Carta durch seinen elektronischen Wolf gedreht. Das relativ unauffällige Stück, ursprünglich auf "Major Impacts" enthalten, bekommt durch den Ambient-Elektriker auf jeden Fall ein neues Gesicht und regt die Phantasie an. Ob allerdings ein ganzes Album solcher Spielereien nötig ist?

Normalerweise sollte eine solche CD zum kleinen Preis verkauft werden. Momentan wird aber ein stolzer Normalpreis verlangt und da muss der Konsument durchaus abwägen, ob sich eine Anschaffung lohnt. Musikalisch tut sie es sicher, aber wer die ursprünglichen Alben besitzt, wird angesichts nur weniger ihm nicht bekannter Stücke ins Grübeln kommen.

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 02.09.2005

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