HoR Logo kl CD-Review:

The Doits

Lost, Lonely & Vicious

Logo Home-of-Rock
Startseite > CD-Reviews > The Doits > Lost, Lonely & Vicious

Link Homepage:
Offizielle The Doits Homepage
Link Kaufen:
www.amazon.de
Link Plattenfirma:
Wild Kingdom Records
Link Promotioncompany:
Starkult Promotion

Unser Disclaimer
Lost, Lonely & Vicious
Lost, Lonely & Vicious, Wild Kingdom, 2006
Altay Sagesen Vocals & Guitar
Anders Göransson Guitar & Backing Vocals
David Sagesen Bass
Tero Hakorinne Drums & Percussion
Produziert von: Christoffer Lundquist Länge: 42 Min 29 Sek Medium: CD
1. Solid Ground8. Turn My Water In To Wine
2. Lose All The Time9. Million
3. Take You Out10. Rightous In A Liars Mind
4. Love You From The Planet I'm On11. Gets To The Weaker One
5. Lost Lonely & Vicious12. Hey Kid, I Want You To Stay
6. I Could Never Make You Stay13. Ghosts & Goblins
7. Hurt Someone

Das ist ja mal eine Platte, die mich direkt an alte Zeiten erinnert. So knapp 30 Jahre zurück, als junge Kerle wie Greg Kihn oder Johnny Thunders herumtobten und als Tom Petty mit Fug und Recht noch Rocker genannt werden durfte. Als Rock & Roll in der Tradition von Bands wie den STONES durchaus noch jugendlich wirkte und seinen naiven Charme nicht verloren hatte. Als Power-Pop noch keine Schublade für drittklassige Kopisten war. Als Schüler noch auf Entdeckungsreise ins lokale Plattengeschäft gingen und Pub Rock nicht für ein Kleidungsstück hielten.
Nun ja, damals waren die vier Jungs von THE DOITS grade eben geboren - und das macht "Lost, Lonely & Vicious" interessant. Wie kommen die vier Schweden auf ausgerechnet diesen Sound? Große Brüder, junge Eltern oder ein Plattenhändler irgendwo in der schwedischen Provinz, der ihnen alte Vinyls verkauft hat?

Wie üblich, hat unser Oberpfadfinder Stierlen THE DOITS bereits lange vor mir entdeckt und ihre erste CD "This Is Rocket Science" besprochen, die Band live gesehen und mit Sänger und Gitarrist Altay Sagesen ein Interview geführt. Schon verblüffend, dass mir der immer einen Schritt voraus ist. Also hinterher hecheln und schnell die erste CD besorgt um eine Vergleichsmöglichkeit zu haben. Und schau, im Grunde hat sich nicht viel bewegt seit Ende 2004 (und auch die Wortwahl der Rezensenten unterscheidet sich nicht besonders groß). Noch immer klingt das mehr nach BEATLES, BYRDS, FLAMING GROOVIES, HEARTBREAKERS, THE KNACK und TYLA GANG als nach Schweden-Rotzrock. Wie angenehm.

Nun darf man sich von derlei Musik keine Sensationen und Geschwindigkeitsrekorde versprechen. Die Gitarren twangen mehr im geschmeidigen Rock & Roll Style als sie grundlos kreischen, das Schlagzeug rollt und wirbelt mehr als es poltert und der Gesang klingt mehr nach Neugier und ich-bin-noch-jung-aber-hab-schon-mehr-erlebt-als-du Attitüde denn nach Endvierziger Abgeklärtheitsphrasendrescherei und Rettet den Regenwald Gutmenschgebrummel.
Klar ist, dass sich in die dreizehn Songs auch ein, zwei eher ereignislose Nümmerchen einschleichen. Die werden je nach Hörer aber sicher unterschiedlich sein, denn jeder wird sich seine Lieblingsreferenzen selbst aussuchen und wer eben grade nicht auf Sixties-Pop steht, wird diese Songs ausblenden und lieber zum straighten Seventies-Rock tendieren. Alles drauf auf "Lost, Lonely & Vicious", dennoch keineswegs ein verwirrender Stilmix, schließlich hat sich das Eine auf das Andere begründet.

Unkomplizierte, frische und eingängige Musik einer ebensolchen Band. Daran hat vermutlich auch Produzent Christoffer Lundquist seinen Anteil, der hatte schon bei ROXETTE verschiedentlich die Finger im Spiel. Auch ne gute Popband.

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 25.06.2006

Sagt uns die Meinung zu diesem Artikel oder ergänzt oder verbessert ihn:
Startseite > CD-Reviews > The Doits > Lost, Lonely & Vicious

 
© Home of Rock 2001 - 2008, Impressum