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| Going Home, Kijam Records, 2007 |
| C. David Johnson |
Lead Guitar & Vocals |
| Al Halpin |
Lead & Slide Guitars |
| James Petty |
Bass |
| Frank O'Brien |
Hammond B3 |
| Jim McCoy |
Drums |
| Produziert von: Joe Pitts & David Johnson |
Länge: 47 Min 45 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Looking Forward | 7. Disappear |
| 2. You've Got It Made | 8. Looka Here |
| 3. Run | 9. Nothin' Stays The Same |
| 4. Going Home | 10. Back In Your Arms |
| 5. Me & My Guitar | 11. Without You |
| 6. Show You | 12. Sure Enjoyed The Ride |
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Warum? Warum gehen große, gestandene, erwachsene Männer her und nehmen eine solche CD auf? Wir wissen es nicht.
Was mit einem elektrisierenden Riff beginnt, endet nach wenigen Sekunden in Erstaunen. Warum ist die Gitarre nicht sauber durchgespielt, was macht der Schlagzeuger da, was passiert dem Sänger ständig? Jessas na, a Frau am Pissoir, fällt dem Zyniker dazu ein. Aber nein, es ist ja Southern Rock - krass bestes Musik die wo es gibt auf Welt für echte Männer.
THE FABULOUS HIGHTOPS haben eine CD namens "Going Home" aufgenommen und wer den Titelsong hört, bezweifelt die Aussage. Ein Sänger mit solchen Schmerzen geht nicht mehr heim, der lässt sich mit seinen beiden gebrochenen Beinen ins nächste Hospital fahren. Allerdings sind es Kampfverletzungen, denn vorher hat er nämlich dem Schlagzeuger beide Arme zerhauen, anders sind die massiven Ausrutscher dieses mit Sicherheit sympathischen Menschen nicht zu erklären.
Dem Hörer werden ebenfalls Schmerzen bereitet. Die HighTops scheinen einem Sadistenzirkel entsprungen zu sein, denn im genannten Titelsong sägt der Slidegitarrist dermaßen an den Nerven, dass neben dem Chirurgen auch der Psychologe in allerhöchster Alarmbereitschaft sein sollte. Warum nur, warum?
So, jetzt wird vermutlich der Reflex des Southern Rockers einsetzen und dem Kritiker pure Bösartigkeit unterstellen. Unterstellung! Der Kritiker ist durchaus willig, nur das Ohr wird schwach bei solchen CDs.
Sagen wir es doch mal direkt: Die im Grunde eigentlich anhörbaren Kompositionen dieser Band sind zwar spannend und neuartig wie ein fröhliches "Ja Hallooo, schön euch bei mir zu sehen, liebe Zillertaler Hosenträger" von Florian Silbereisen im Mutantenstadel, aber damit könnte man leben. Einfach ätzend ist die Ausführung und Produktion. HEY! Wer will solch eklatante Spielfehler auf einer CD hören?
Da helfen alle herbeigeholten Klischees nichts, keine (gefakten) zweistimmigen Gitarrensoli, keine Hemmungsorgel, kein (angedeuteter) Boogie. Spätestens beim Gesang von Without You sagt man "ja, bitte".
Diese Band ist vermutlich nicht so grottenschlecht wie ihre CD. Live dürfte es sich um eine veritable Coverband handeln, bei der es auf den einen oder anderen krummen Ton nicht ankommt (früher gab es solche Bands in den Bars osteuropäischer Hotels). Das hier ist allerdings Plastikvergeudung und sicher nicht im Sinne eines wirksamen Umweltrettungsabkommens.
Sorry, Männer, that's Bullenscheiße.
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