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| Semiprecious Serenades, Plane Records, 2007 |
| Corny Henker |
Guitar, Vocals |
| Benjamin Lindt |
Guitar |
| Konrad von Brück |
Bass, Vocals |
| Marko Rosploch |
Drums, Vocals |
| Gäste: |
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| Andreas Goldman |
Bass (We Are Golden & Teenage Pop), Keyboards |
| Anja |
Additional Vocals (Offday Princess & Smalltalk) |
| Produziert von: Andreas Goldman |
Länge: 51 Min 47 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Intro | 8. I'll Never Get Used To This |
| 2. Offday Princess | 9. Comeback And Conquer |
| 3. Perfect Start, Perfect Stop | 10. Beautiful |
| 4. The Quick And The Dead | 11. We Are Golden |
| 5. Virtuality | 12. Focused |
| 6. Sometimes | 13. Teenage Pop |
| 7. Smalltalk (Won't Save My World) | |
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Beim Zusammentragen der relevanten Links für diese Besprechung stieß ich auf den ekelhaften Begriff "Emopoppunk". Emo. E-m-o. Mit die blödeste aller Bezeichnungen für Musik, weil wenn's nicht emotional beeindruckt, ist grundsätzlich jede Musik für den Eimer. Sogar KRAFTWERK haben mit Emotionen gespielt. Und würden mich THE FLYING WINDMILL kalt lassen, hier stünde . nichts.
Pop und Punk, okay, das lassen wir gelten. Pop und Punk aus Dresden in diesem Fall. Was die Emotionen betrifft, die SPORTFREUNDE STILLER fassen einem ähnlich kumpelhaft an die Schulter. Deutsche Texte natürlich, aber irgendwie geht die rumpelige Simpelmucke der Bayern in die gleiche Richtung wie die der fliegenden Windmühlen.
Bei derlei leichtverdaulichem Krach von der Basis passiert es gerne, dass die Songs links rein und rechts sofort wieder raus fliegen. Oder gleich gar nicht den Weg ins Kleinhirn finden. THE FLYING WINDMILL haben es als junge Band natürlich auch nicht geschafft, alle 13 Songs mit gleichem Ohrwurmcharakter zu versehen, drei, vier Nummern sind belanglos. Dafür gibt's allerdings über 50 Minuten Service (zugegeben, ein paar Minuten Stille vor dem Outro mussten offenbar unbedingt sein). Aber es sind ein paar überaus vorzügliche Hits gelungen. An erster Stelle das schier nach Airplay schreiende Offday Princess. So einen Fetz-Schlager hört man selten, veredelt noch durch eine Anja am Co-Gesang. Suuuper!
Perfect Start, Perfect Stop steht kaum nach. Immer schön nach vorne, bloß nicht depressiv rumnölen, Gitarre und Schlagzeug noch nen Schuss lauter, zwei Pfund Melodie unterrühren, dann fällt kaum mehr auf, dass diese Art von Jungspundlärm nicht die Bohne innovativ ist. Sind aber Papst-Witze auch nicht, und trotzdem lustig.
Englische Einflüsse sind zu finden, amerikanische auch, deutsche ebenfalls (was als Kompliment an die deutsche Popmusik der letzten Jahre aufzufassen ist), Scheu vor großen Gesten haben die Milchgesichter auch nicht. Wenn das mal nicht mindestens ins Vorprogramm einer gerade angesagten Band führt.
Klasse Rockmusik aus dem Grenzbereich Pop/Punk. Macht großen Spaß, tut bis auf den fürchterlich sperrigen Albumtitel "Semiprecious Serenades" nicht weh und überzeugt mit seiner juvenilen Unbekümmertheit. Die bringen auch alte Säcke zum Hüpfen. Probiert es aus:
10/04/07, Nürnberg, Z-Bau
11/04/07, Köln, MTC
12/04/07, Hamburg, Astra Stube
13/04/07, Buxtehude, Garage
14/04/07, Remscheid, Kultshockk
25/04/07, Leipzig, Moritzbastei
28/04/07, Crinitz, Pfarrscheune [geiler Name für nen Club, oder?]
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