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The Quill

Hooray! It's A Deathtrip

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Hooray! It's A Deathtrip
Hooray! It's A Deathtrip, Steamhammer/SPV, 2003
Magnus Ekwall Vocals
Christian Carlssen Guitars
Roger Nilssen Bass
Jolle Atlagic Drums
Produziert von: Rickard Bengtssen & The Quill Länge: 52 Min 14 Sek Medium: CD
1. Spinning Around7. Hammerhead
2. Nothing Ever Change8. Giver
3. Come What May9. Man Posed
4. Too Close To The Sun10. Because I'm God
5. Handful Of Flies11. Control
6. American Powder

THE QUILL - der Stachel. Klingt gut. Flüssig. Zuhause in Schweden würden sie wohl GADD heißen und das klingt irgendwie "härter".
Hört man "Hooray! It's A Deathtrip", fragt man sich, warum diese Band bisher weitgehend unbemerkt blieb. Immerhin ist es bereits die vierte Veröffentlichung, die dritte bei der SPV und die Band gibt es seit über 10 Jahren. Ignoranten, die wir sind...

Mangels anderer Kategorien wird die Band in die Stoner-Schublade geschoben. Nicht wirklich zu Unrecht, aber was ist schon Stoner Rock? Eine Mischung aus BLACK SABBATH und LED ZEPPELIN, lauten Gitarren und elegischen Grooves im Tieftonbereich. Und ganz genau so, plus ein paar mehr oder weniger modernere Einflüsse (inklusive DEEP PURPLE), präsentieren sich THE QUILL auch.

"Hooray! It's A Deathtrip" hat etliche sehr positive Merkmale. Die Band ergießt sich nicht in - vermeintlich typisch skandinavischer - Düsternis und Traurigkeit, es wird relativ fröhlich dahingerockt, zweitens läuft man nicht Gefahr, einen auf Dauer langweiligen Doom-Sound präsentiert zu bekommen und drittens haben die Schweden, neben einem klasse Schlagzeuger, in Magnus Ekwall einen ganz großartigen Sänger, der wunderbar rau und bluesig shoutet. Kein neuer Paul Rodgers natürlich, aber viel mehr als die genreüblichen Schreihälse. Nicht ganz verkehrt ist der Vergleich mit Ray Gillen (BADLANDS).

Man merkt den Band die Erfahrung an. Mühelos und ohne zu ermüden rockt die CD über alle 11 Songs kräftig und fließend und teilweise sogar höchst Dauerbrenner-verdächtig.
Herausragend sind dabei Songs wie American Powder, ein Powerkracher der (mich) an Glanztaten von GRAND FUNK erinnert, das asiatisch-mystische Handful Of Flies, sozusagen die Hommage an LED ZEPPELIN, das lange, hypnotische Man Posed oder das halbakustische Hammerhead.

Tolle Band, deren Backkatalog ich mir besorgen werde.

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 13.09.2003

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