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| Fire On The Highway, Eigenvertrieb, 2003 |
| Eli |
Lead Vocals, Acoustic & Electric Guitars |
| Mark Tucker |
Lead, Rhythm & Slide Guitars |
| Rick Mobley |
Drums, Percussion, Backing Vocals |
| Rick Martin |
Bass, Backing Vocals |
| Gäste: |
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| Suzi Ramirez, Casie Shaner, Kristi Hatfield, Tracey Provence |
Backing Vocals |
| Steve Paris |
Piano, Organ |
| Kevin Means |
Banjo |
| Gypsy dhruva' |
Congas |
| Bubba |
Whistle, Backing Vocals |
| Produziert von: The Road Dawgs, Hughie Thomasson & Ean Evans |
Länge: 47 Min 21 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Softail | 6. Can't You See |
| 2. Thrillseeker | 7. Skies Of Carolina |
| 3. I'm Mean Business | 8. Take A Walk |
| 4. Southern Breeze | 9. Fire On The Highway |
| 5. Good Times | 10. Wheels Are Turnin' |
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Machen wir doch mal den 3-Faktoren-Qualitätswettbewerb.
Disziplin 1: Originalitätsfaktor. Dieses Spiel endet bei den ROAD DAWGS mit einem klaren Eigentor. Ein Best of Southern Rock 1971 bis '79. Danach standen alle Uhren still und die Gegner sind in den letzten 25 Jahren locker vorbeigezogen.
Runde 2. Soundfaktor. Da hilft kein Hughie Thomasson und kein Ean Evans (s.a. LYNYRD SKYNYRD/OUTLAWS), die beide irgendwie am Sound rumgeschraubt haben, die Platte klingt nicht gut. Fertig. 0:2.
Letzte Chance, Rockfaktor. Die Niederlage ist nicht mehr zu verhindern, aber immerhin ziehen sich die Männer aus West Virginia noch achtbar aus der Affäre. "Fire On The Highway" rockt nämlich wirklich. Und das in großen Teilen ziemlich ausgezeichnet.
In gewissen Southern Rock-Zirkeln wird seit Monaten über B-Bands, völlig überflüssige Projekte, Zukunft der Szene und was-kann-uns-noch-helfen diskutiert. Ich will es mal in aller Deutlichkeit sagen: Eine weitere Band der Klasse THE ROAD DAWGS - zumal in der vorliegenden Verfassung - nützt der Szene nichts. Denn es werden keine neuen Fans gewonnen, höchstens die paar Allessammler befriedigt. ABER! Die Band hat eine ganze Menge Potential und das gilt es zu nutzen. "Fire On The Highway" ist das erste Album und wir haben in den letzten Jahren eine Menge Debüts gehört, die im obigen Test nicht wirklich überzeugend gewesen wären und viele Bands haben trotzdem im zweiten Anlauf einen ganz großen Wurf gelandet. Musikalisch, nicht kommerziell natürlich. Meine Freunde REBEL STORM an erster Stelle genannt.
Bei einem Erstlingswerk werden naturgemäß alle Fehler gemacht, die man nur machen kann. Schließlich soll die Welt sehen, was man so alles drauf hat und darunter leidet in den meisten Fällen die Spontanität. Außerdem wartet ja keiner auf eine erste CD und man hat dementsprechend alle Zeit der Welt. Die wird in der Regel für alle möglichen Verschlimmbesserungen aufgewendet.
Ich weiß nicht, wo der Hase bei den Dawgs im Pfeffer lag, es kann auf jeden Fall nur besser werden.
Allerdings steht zuerst mal noch ein Fragezeichen hinter der Zukunft der Road Dawgs. Laut Homepage sind sie derzeit nur noch zu dritt, also ohne zweite Leadgitarre und einen Pianisten haben sie ohnehin nur im Studio. Werden uns da etwa falsche Tatsachen vorgemacht?
Kommen wir noch einmal auf den ersten Teil des Tests zurück. "Fire On The Highway" ist wirklich von Anfang bis Ende zusammengeklaut. Eine Prise POINT BLANK, ein wenig OUTLAWS, viel SKYNYRD und ALLMANs, sieben Löffel HATCHET (etwas mehr Farrar als Danny Joe) eine ordentliche Schippe Charlie Daniels und das gewürzt mit Can't You See von der MARSHALL TUCKER BAND (hervorragend übrigens). Hab ich irgend einen Einfluss vergessen? Egal, er ist auf jeden Fall enthalten.
Ein kleines Manko stellen die stellenweise nicht perfekt zupackenden Gitarren dar. Ein wenig brachialer wäre ab und an nett gewesen. Oder liegt es nur am Mix und es verbirgt sich ein verkappter Moss/Hlubek/Nugent hinter dem offenbar nicht mehr existenten Mark Tucker?
Am Gesang ist nichts zu mäkeln, Eli hat ein klasse Stimmchen. Die Mädels im Background sind live sicher nicht dabei und nicht jede Band hat ein blondes Drum-Tier mit Muskelbergen im Gepäck. So weit wäre also alles im grünen Bereich. Keine Sensation, aber durchaus solides und bestens anhörbares Handwerk (wenn man nur genügend am Equalizer seiner Stereoanlage dreht).
Für die kleine Southern Rock Fangemeinde ist "Fire On The Highway" natürlich ohnehin ein Muss. Alle anderen können, müssen aber nicht, tun sich aber keinen Schaden mit dieser Band. Time will tell.
Und jetzt fällt mir auch ein, bei wem die Jungs Softail so dreist geklaut haben. Der Gesang ist Jimmy Farrar, aber diese Basslinie und die Gitarre... Ted Nugent, Stranglehold!
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