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Trigger

Distort And Explode

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Distort & Explode
Distort & Explode, Nicotine Records, 2002
Olle Netzler Vocals, Guitars
Robert Holmqvist Bass, Backing Vocals
Glenn K-G Halvarsson Drums, Backing Vocals
Gäste:
Robert Brännström Harmonica
Sven Jannson Piano, Moog, Backing Vocals
Pontus Westman, Fabian Edmar, Jocke Olsson Backing Vocals
Mackahbuzz Flute
Produziert von: Trigger Länge: 36 Min 28 Sek Medium: CD
1. Alright7. Kick It
2. Tonight8. Change
3. Turn It Off9. Game/Show
4. Unforced Peace [Roky Erickson]10. Good Stuff/Bad Stuff
5. Understand11. Distort & Explode
6. Coo Coo [Peter Albin]12. Sister (Full Version)

Mach Dir keine Sorgen um die Nachbarn! Sie werden Dich lieben...
Wenn die Party vorbei ist, so gegen halb 5, und wenn sie endlich in ihren Buchhalterschlaf sinken können. Sie werden Dich auch nicht mehr mit dem lästigen Grüßen auf der Treppe nerven. Auch die wegen Deiner Abwesenheit nicht zustellbaren Pakete werden sie nicht mehr annehmen. Und zum Blumen gießen während Deinem Urlaub, solltest Du künftig jemand anderen beauftragen.
Und das alles hast Du der Band TRIGGER aus Schweden zu verdanken.

12 Songs in 36 Minuten lassen kaum auf eine Jam Band schließen. Und prompt halten sich die 3 Rabauken auch nicht mit sinnlosen Soli auf. Punkrock ist angesagt. Volle Kanne auf die Denkbeule und das verhältnismäßig abwechslungsreich und tadellos gespielt, immerhin gibt es so exotische Instrumente wie Harp, Flöte, Moog oder Piano zu hören. Auch im Geschwindigkeitsbereich zeigt man sich flexibel.

10 Eigengewächse und 2 Covers, davon eins von Roky Erickson (Garagenrock- und Drogen-Ikone seit den Siebzigern, u.a. mit den 13th FLOOR ELEVATORS tätig) und eines, Coo Coo, von Peter Albin (Bassist von BIG BROTHER & THE HOLDING COMPANY) aus dem Jahr 1967. Klasse gemacht. Punk mit Flöte und Celtic-Einfluss.
Ach ja, eine halbakustische Ballade namens Understand gibt es auch noch.

Zwischendurch kommen auch ein paar typische Sixties-Töne zum Vorschein, die werden aber gnadenlos und flugs von sägenden, krachenden Gitarren wieder platt gemacht.
Wirklich spannend wird es, wenn im Titelsong ein Moog völlig branchenfremde Geräusche von sich gibt und die Band in einen Frühsiebziger-LSD-Garagensound verfällt.

"Distort & Explode" ist der dritte Longplayer von TRIGGER. Dazu gibt es einige Compilation-Beiträge.
Man sollte die Band im Auge behalten, denn im Bereich Punk ist so viel Abwechslung nicht täglich zu kriegen. International genug klingen die Jungs auf alle Fälle. Von MC5, den RAMONES über AC/DC zu den WHO und natürlich Lemmy reichen die Einflüsse. Dazu kommt ein italienisches Label (Nicotine Records) und eine holländische Promo-Agentur (Evil Bitch 666).

Cooles Teil!

Fred Schmidtlein , (Impressum, Artikelliste), 27.11.2002

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