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CD-Review:
Two MoonHard Live |
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Jetzt steht es 3 zu 1 im Duell Süd- gegen Nordstaaten. Speziell im Angriff ist der Süden einfach überlegen. Einer einzigen (Kay-Hendrik) Speer-Spitze in der Nordauswahl bei NOCTURN stehen gleich 8 Mittel- und Flügelstürmer bei LIZARD, FLATMAN und den Aufsteigern von TWO MOON gegenüber. Oder anders ausgedrückt: Auch bei TWO MOON sind 3 Gitarren im Sturm tätig. Wer braucht da noch eine Defensivabteilung? Seit 1998 gibt es TWO MOON und sie mischen die Bayreuther Umgebung gründlich auf. Der M(usikalische)K(ontroll)A(ausschuss) gibt hiermit das Ergebnis bekannt: Es ist schon verblüffend, dass in letzter Zeit plötzlich saustarke Southern Bands quasi aus dem Nichts auftauchen. Wenn man sich die Jungs der 2 Monde anhört, wie sie von Beginn an abmarschieren und Vollgas geben, kann man sich wirklich nur freuen. Es scheint beinahe, als sei die Zeit von Kopfsockenträgern und Post-Grunge-Hampelmännern vorbei. Station Man wird als Blues angekündigt. Der nervöse und vom Blues gelangweilte Hörer sollte aber nicht sogleich auf die "Weiter"-Taste drücken. Der Schrankenwärter kommt ausgesprochen rockig daher und groovt sich 4 Minuten lang äußerst kernig durch seinen harten Arbeitstag. Logisch, so einer muss schließlich ordentlich hinlangen. Da werden keine Bleistifte balanciert, die Harp-Guitar-Schranke senkt und hebt sich im Sekundentakt. Positiv auffällig an "Hard Live" ist die weitgehende Eigenständigkeit der Band. Natürlich hört man die eine oder andere Reminiszenz an alte Helden, so viele Bands mit Twin-Guitar gibt es schließlich nicht, aber die Franken sind KEINE Klau- und Coverband. Temposteigerung dann wieder bei Lose Your Head. Feiner Gesang (auch aus dem Background), Boogie in den Gitarren, die Harp schön dezent hinten, Break und dann mein persönlicher Liebling: Country Rock, ohne "New" davor, dann bei Broken Mirror. Klassische Slide Guitar, ein Schuss akustische Klampfe und drüber schöne Soli. Der Highway kommt mir in den Sinn... Was will man noch sagen? "Hard Live" ist tadellos gelungen, der Sound ist glasklar, die Songs passen, die Band ist tight und die Fangemeinde wartet auf das Gipfeltreffen der deutschen Southern Rock Bands. Wenn sich die, zahlenmäßig unterlegenen, Jungs aus dem Norden (ich meine NOCTURN) anstrengen, verleihen wir ihnen bei diesem Spiel einen Ehrenpunkt. Elfmeterschießen ist bekanntlich Glückssache. Fred Schmidtlein , (Impressum, Artikelliste), 17.11.2002
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