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| Vegas Vampire, Eigenvertrieb, 2004 |
| Emil Bendixen |
Vocals & Bass |
| Rene Shades |
Lead Guitars & Backing Vocals |
| B. Dixon |
Drums |
| Leo Ener |
Rhythm Guitar |
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Länge: 22 Min 48 Sek |
Medium: EP |
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| 1. Under My Skin | 4. Black Star |
| 2. Propellerhead | 5. Adenaline |
| 3. Freakshow | 6. Shaker |
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Selten kommt das vor, aber manchmal... Eine Band schickt ein Demo, im Infoblatt stehen die Schubladen, in die der Schreibknecht die Kapelle ablegen soll und es fallen Namen. In diesem Fall lese ich FOO FIGHTERS, GOO GOO DOLLS und GUNS N' ROSES. Ab damit zu den Kollegen, die solch neumodischen Kram hören, ich bin hier der Vogel für Rock & Roll nicht unter 45 (Jahren, nicht Umdrehungen).
10 Minuten Zeit gehabt, CD aus Neugierde kurz angetestet und beim Opener alle Urteile bestätigt bekommen. Dazu ein Gesang, der an einen Singen könnenden James Hetfield erinnert.
Weiterlesen und staunen. Diese dänisch/spanische Kapelle hat ein paar Jährchen auf dem Buckel, der Basser und der Gitarrist waren in der Band von Mike Tramp, dem ehemaligen WHITE LION Boss, inzwischen residiert man in Berlin. Derweil läuft Song #2. Weiterhören und staunen.
Nein, dieses Demo ist nichts für die Kollegen mit dem neumodischen Kram. Das ist schon mein Fall, denn VEGAS VAMPIRE machen richtig eingängigen Rock mit zwar modernem aber durchaus klassisch geprägtem Zuschnitt. Seeehr ohrenfreundlich, seeehr radiotauglich, seeehr angenehm.
Ob das nun das nächste große Ding ist bleibt fraglich. Letztendlich haben wir es mit Mainstream in zeitgemäßer Verpackung zu tun. Schmerzt nicht, nervt nicht, ist beileibe keine Freakshow wie der gleichnamige Song ankündigt und hat mit Black Star einen todsicheren Balladenhit. Hätten wir heute das Jahr 1987.
Auch den Hetfield muss ich zurücknehmen. Emil Bendixen klingt eher wie sein ehemaliger Chef Tramp oder Jon Bongiovi. Dass dabei ganz leicht angeschrägte Melodic Rocker wie Adrenaline herauskommen ist löblich und macht Hoffnung, dass das Genre sich vielleicht doch irgendwann von den Vorbildern JOURNEY und FOREIGNER verabschiedet und nachgerade wenigstens halbwegs nach Neuzeit tönt.
Mein Lieblingssong ist der flotte Stomper Shaker, der zwischendurch ein paar Pop-Punk Hooks raushaut. Oder ums deutlich zu sagen: My Sharona ist zu hören.
VEGAS VAMPIRE sind eine Band mit handwerklichem Vermögen und mit dem Händchen für Ohrwürmer. Bei solcher Musik besteht allerdings immer die Gefahr des Abrutschens in seichte Gefilde. Sollten die Jungs es aber schaffen, im leicht welligen Rockgewässer zu bleiben, fehlt ihnen nur noch der Deal mit einer einflussreichen Plattenfirma.
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