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| Dark Blossom, CrossCut Records, 2001 |
| Lars Köster |
Drums, Louisiana Scrubboard, Maracas, Tambourine, Conga, Shaker |
| Andy Merck |
Electric, Upright & Six-String Bass |
| Tammo Lüers |
Electric, Gut-String, Baritone & Lap-Steel Guitars, Steinway, Farfisa |
| Ray Devaryo |
Vocals |
| Gäste: |
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| Wanda Jackson |
Vocals (Funnel Of Love) |
| The Swim Two Horns - Achim Gätjen & Ralf Benesch |
Alto & Baritone Sax |
| Willy Schwarz |
Accordion |
| Evelyn Gramel |
Ghost Vocals |
| Stefan Ulrich |
Darbuka |
| The Peak Twins |
Backing Vocals, Hand-Claps |
| Produziert von: The Zumo Kings & Velvetone |
Länge: 54 Min 00 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Violent Man (3:19) | 8. Bad Mood (5:20) |
| 2. Funnel Of Love (3:02) | 9. Her Love Rubbed Off (3:01) |
| 3. Dark Blossom (4:38) | 10. Last Destination (6:35) |
| 4. Born To Love One Woman (3:03) | 11. Back In The Cruel World (2:46) |
| 5. My Babe's On Vacation (4:11) | 12. Strictly For Dancing (2:32) |
| 6. No Explanation (4:16) | 13. Endless Sleep (5:25) |
| 7. Big Ten Inch (2:28) | 14. The Way Things Are (3:31) |
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"File under Roots/Rock" steht auf dem Cover. So viel zum Schubladendenken. VELVETONE aus Bremen sind mitnichten eine Desert Rock Kapelle und kein Neil Young Verschnitt.
VELVETONE machen Rock & Roll und Rhythm & Blues und Surf Sound, Cajun, Twang und Rockabilly. Also auch eine Art Roots Rock.
Sagt man Rock & amp; Roll, ist hier einerseits die ursprüngliche Version der 50er und 60er gemeint, andererseits eine verträglich zeitgemäße Art und Weise davon. Sagt man Rockabilly, ist NICHT die glitschig-ölige Entenschwanzfrisuren-Mucke dubioser Spardenker gemeint.
VELVETONE machen eine heiße, zuweilen gefährlich schaurige, authentische Musik, weit jenseits der ausgelutschten Klischees. Zweifelhaft, ob mittelalterliche Petticoatträgerinnen nachhaltig Spaß bei den Konzerten dieser Band haben. Zu ernsthaft, oft düster, hochkonzentriert, geschmackvoll und mit dem richtigen "From dusk till dawn"-Feeling kommt die Musik daher. Trotzdem wird natürlich der Spaß- und Swingfaktor immer hochgehalten.
Die Musiker haben darüber hinaus interessante Hintergründe: Sänger Ray Devaryo spielte beispielsweise bei den Spaß-Metallern DIMPLE MINDS Schlagzeug.
VELVETONE gibt es schon relativ lang und die mir vorliegende, zweite, CD ist aus dem Jahr 2001 (Dank dem Lutz vom Münchner Hide-Out Club!). Die Band bedient sich munter aus dem unerschöpflichen Fundus des "Roots Rock", covert Songs von Charlie McCoy, Don Johnston, Carl Perkins oder Sam Shepard und mixt diese mit eigenen Titeln (die nicht im Geringsten abfallen - man höre nur My Babe's On Vacation mit seinem Accordion).
Natürlich ein Höhepunkt ist Funnel Of Love mit Wanda Jackson am Gesang. VELVETONE haben Wanda schon als Backing Band begleitet.
Eine enge Beziehung hat die Band auch zu der U.S.-Band THE PALADINS um Dave Gonzalez, mit denen sie schon getourt sind. Passt gut zusammen.
VELVETONE verzichten dankenswerterweise auf genreübliche Einfaltspinseleien a la "scheppernde Snaredrum trifft auf gläserzerklirrende Einsaitengitarre und stupiden Stehbass". Natürlich sind die Songs relativ "simpel" gestrickt, aber sie sind handwerklich tadellos dargebracht und vor allem ist die CD gut produziert. Die verschiedenen Gäste an Blasinstrumenten, Accordion, Gesang und Percussion tun ein Übriges zum hervorragenden Gesamteindruck.
VELVETONE scheuen sich auch nicht, Songs mit über 6 Minuten Länge zu spielen. Die spezielle Stimmung von Last Destination kann sich so wunderbar entfalten. Kein Partyrenner, eher ein staubig-trauriger Wüstensong, bei dem man automatisch den Sombrero etwas tiefer zieht.
Gleich darauf kommt das fröhliche (aber nicht hysterische) Back In The Cruel World mit einer ganz anderen Message daher.
Um die Platte denn endgültig zum "Tarantino meets Speedy Gonzales"-Erlebnis zu machen, schleichen sich die Norddeutschen dann noch beängstigend düster durch den 50ies-Hit Endless Slepp von Jody Reynolds.
Eine der wenigen Platten, die traditionellen Rock & Roll und Rockabilly so zeigen, dass es mir nicht die Ohren verschließt. Auf die Tour im März und April 2003 darf man sich freuen.
Letztendlich sortiere ich die CD dann tatsächlich unter Roots Rock ein. Oder nein, unter "V" wie VELVETONE.
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