|
|
| To Whom It May Concern, YearningRocks, 2008 |
| Jörn Kachelriess |
Vocals, Guitars, Bass, Keyboards, Programming |
| Armin Sander |
Bass |
| Nils Böhme |
Drums |
|
Länge: 48 Min 34 Sek |
Medium: CD |
|
 |
 |
| 1. Get A Life | 7. Morning Sun |
| 2. I Remember | 8. Smile |
| 3. It's Been A While | 9. Ain't My Day |
| 4. Blessing In Disguise | 10. Burning Wings |
| 5. The Night | 11. Inside Of Me |
| 6. Different Ways | 12. Bent Not Broken |
 |
Ich gehöre zu denen, die Billy Idol nur noch im "racken" Kopf ertragen können. Die Stimme ist markant und hat einen enormen Wiedererkennungswert, wäre sie doch nicht ganz so dick aufgetragen. Hier, im Fall von BENT NOT BROKEN, bekommen wir genau die Mischung, die mir wesentlich besser gefällt. Da behauptet Gitarrist und Sänger Jörn Kachelriess von sich, dass er noch weniger singen kann als Gitarre spielen. Typischer Fall von Tiefstapelei! Diese drei Jungs aus München lassen es krachen und überzeugen über weite Strecken mit geilem, modernen Rock. Und irgendwie sind sie der Beweis, dass man mit Idealismus, Ehrgeiz, Ausdauer und Beständigkeit sowie mit Können zu überzeugenden Ergebnissen kommen kann.
Im Umfeld findet man das selbst gegründete Label Yearning Records, wobei damit auch gleich das eigene Studio präsentiert wird. Dazu existiert die Werbeagentur mit selbigem Background. Legt man die Scheibe "To Whom It May Concern" in den Player, egal wo, es klingt satt und kräftig. Jörn Kachelriess, offensichtlich federführend, hat sich nach einigen musikalischen Ausflügen und damit verbundenen Weiterentwicklungen mit zwei ehemaligen Mitstreitern zusammengetan, mit denen er schon vor geraumer Zeit als Schülerband fungierte. Deswegen wird auch der Slogan ausgegeben "BENT NOT BROKEN - verbogen aber nicht gebrochen".
Bleibt die Frage, wohin der Weg führen soll. Natürlich stehen die Musiker inzwischen auf eigenen beruflichen Füßen, machen die Geschichte weitestgehend als Hobby, und dennoch verwehren sie sich gegen eine Geringschätzung als sog. Spaßobjekt. Dazu haben sie auch allen Grund. Obwohl ein Trio feuern BENT NOT BROKEN auf ihrem Album aus allen Rohren. Da wird nicht zwischen Rhythmus und gespielten Solo-Einlagen unterschieden. Dort, wo live die zweite Gitarre fehlen könnte, wurde sie hier selbstredend eingespielt. Das führt zu einer gekonnten und angenehmen Fülle. Der eine oder andere Effekt erledigt sein übriges. Das ist eben einfach modern. Stilistisch verpassen uns die Münchener sehr zu unserem Wohlgefallen eine Menge an geilen Riffs mit einem enormen Sound. Da ist vieles sicherlich nicht neu, doch wo THE CULT aufhören, fangen BENT NOT BROKEN eben an.
In Nummern wie beispielsweise Get A Life oder Ain't My Day regiert lauter und dreckiger Rock, wahrlich oldschool. In Blessing In Disguise wird zunehmend experimentiert, allerdings ist der rote Faden zu erkennen, an dem sich die Band innerhalb ihrer Komposition entlang hangelt. In Burning Wings finden wir zudem akustische Gitarren und sanft anmutende Tasten. Es fällt auf: Man kann skippen wohin man möchte, irgendwie trifft man immer eine gute und interessante Melodie. Und ich muss attestieren, dass ich eigentlich auch keinen richtigen Ausfall finde. Deswegen komme ich zu einem Fazit, welches lautet: Bitte einen Nachfolger einspielen, den Stil beibehalten und eben nach Lust und Laune an der eigenen Musik weiter arbeiten. Denn "To Whom It May Concern" hinterlässt einen erdigen, ehrlichen und bodenständigen Eindruck! Darüber hinaus empfehle ich am 18. Februar 2009 einen Besuch im Feierwerk in der Hansastraße in München, um BENT NOT BROKEN dort live spielen zu sehen.
Sagt uns die Meinung zu diesem Artikel oder ergänzt oder verbessert ihn:

|