HoR Logo kl CD-Review:

Bert Heerink

Better Yet...

Logo Home-of-Rock
Startseite > CD-Reviews > Bert Heerink > Better Yet...

Link Homepage:
Offizielle Bert Heerink Homepage
Link Kaufen:
www.amazon.de
Link Plattenfirma:
AOR Heaven
Mehr Info:
All Music Guide (englisch)

Unser Disclaimer
Better Yet...
Better Yet..., AOR Heaven, 2009
Bert Heerink Vocals
Produziert von: Michael Voss Länge: 42 Min 34 Sek Medium: CD
1. Panic Attack6. All Fired Up
2. April7. Can't Make It
3. Whose Side Are You On8. Restless Heart
4. Falling Down9. Precious
5. Love Is Like Heaven10. Significance

Endlich: Rockmusik für Veganer ist erfunden! Wer sich wirklich vegan ernährt, verzichtet auch auf Honig, denn die armen Bienchen werden schließlich gnadenlos ausgebeutet für das klebrige Zeug.
Das Album "Better Yet…" von Bert Heerink ist nach den Richtlinien des Veganismus erstellt, es wurden weder Tiere noch tierische Produkte dafür verwendet oder gar missbraucht. Das bedeutet: "Better Yet…" ist ausschließlich synthetisch hergestellt, kein (Trommel-) Fell, Darm oder Haar musste leiden, hier wird nur auf den Nerven des Hörers herumgetrampelt. Das aber ganz und gar hemmungslos. Als Melodic Rock wird das Ergebnis auch noch verkauft, als ob der Kunde eine Tofu-Bratwurst wäre.

Der Holländer Bert Heerink war mal Sänger der Band TEASER (nachdem die eine tolle LP veröffentlicht hatte) und trällerte danach weiterhin für den TEASER-Gründer und Gitarristen Ad van den Berg, der seine nächste Band kurzerhand VANDENBERG nannte und leidlich erfolgreich drei LPs veröffentlichte, bevor er in die kommerzielle Hochphase von WHITESNAKE platzte - und aus verschiedenen Gründen trotzdem nicht zum Weltstar wurde. Kollege Heerink probierte es ab Mitte der 80er in ein paar anderen Rockbands erfolglos und verschwand bald aus der Szene. Heute wissen wir, dass Bert Heerink als Entertainer, Crooner oder, falls es derlei in Holland gibt, Schlagersänger ganz bekannt ist, einzig mit Rock hat er seit langer, langer Zeit nichts mehr zu tun. Das Motiv für "Better Yet…" liegt demzufolge im Dunklen.
Vielleicht ist der Name Michael Voss ein Fingerzeig, denn auf dessen zweiter (und guter) VOICES OF ROCK-Rehamaßnahme für alternde Sangeskünstler ist Heerink auch vertreten. Möglicherweise dachte sich Voss, dass er dann auch gleich ein ganzes Album mit Bert ohne Cindy produzieren könnte. Nun kennt man den Christenmensch Michael Voss als durchaus ernstzunehmenden Musiker und Produzenten, "Better Yet…" muss also ein Ausrutscher sein, denn ein so fleischloses Produkt hat man von ihm wohl noch nicht gehört.

Bert Heerink hat sich Songs von überaus namhaften Menschen besorgt, darunter Russ Ballard und Harry Hess von HAREM SCAREM. Warum er aber ausschließlich deren windelweiche Restposten erworben hat? Wir wissen es nicht.
Musiker werden auf der Promoversion des Albums nicht erwähnt, aber es klingt ohnehin wie ein komplett am Computer gezimmertes Machwerk, das, bis auf Stimme und Gitarre, gut ohne menschliche Hilfe auskommt. Bei aller Liebe, so viel Schmus und Trullala hat absolut nichts mit Melodic Rock zu tun, das ist Hausfrauenmusik fürs Banalradio, nicht für Rocker, selbst wenn sie Melodic als Vorname haben. Für einen ernsthaften Wiedereinstieg in die Rockmusik hätte Heerink ein anderes Pfund auffahren müssen als "Better Yet…", denn das ist ein fades und zähes Stück Schnitzel-Surrogat. Vegan eben.

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 05.09.2009

Sagt uns die Meinung zu diesem Artikel oder ergänzt oder verbessert ihn:

Startseite > CD-Reviews > Bert Heerink > Better Yet...

 
© Home of Rock 2001 - 2008, Impressum