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Brian Howe

Circus Bar

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Frontiers Records
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Circus Bar
Circus Bar, Frontiers Records, 2010
Brian Howe Vocals
Brooks Paschal, Dean Aicher, James Paul Wisner, Tyson Shipman, Pat Travers (My Town) Guitars
Brooks Paschal, Miguel Gonzalez, Wayne Nelson Bass
Matt Brown Drums
Luke Davids Piano, Strings
Produziert von: Rafe McKenna Länge: 51 Min 15 Sek Medium: CD
1. I'm Back8. My Town
2. Life's Mystery9. How 'Bout That
3. There's This Girl10. Feels Like I'm Coming Home
4. Could Have Been You11. If You Want Trouble
5. Surrounded12. Feelings
6. Flying13. Holy Water
7. How It Could Have Been14. Little George Street

Eigentlich sollte diese Review schon früher erscheinen - aber als ich das erste Mal den Waschzettel vom Marketing las, stand da als Stil 'Heavy Metal'. CD angehört… Nachdem ich mich wieder gefangen und meinen Lachanfall überwunden hatte, traute ich mich länger nicht an die CD heran, aus Angst vor einem weiteren Lachflash.
Naja, irgendwann war es dann gut, und ich wollte die Review schreiben, als ich in dem von mir sehr geschätzten Magazin "Rocks" - der PLAYBOY unter den Print Mags (man liest es hauptsächlich wegen der guten Artikel…) - ein Interview mit Brian las, in dem er sich über seine Zeit bei BAD COMPANY ausließ und das Ganze in der Behauptung gipfelte: "Die erste Scheibe war die beste, alle anderen einen Tick schlechter…", und "Was ist denn aus denen geworden ohne mich?", und wo Brian vom verstaubten BAD CO.-Sound faselt und wie eifersüchtig Mick Ralphs auf ich ihn war.
Und das, wohl gemerkt, von dem Sänger, der mit BAD CO. ein erträgliches Album, "Dangerous Age", mit einer Reihe ganz guter Songs - Holy Water, Stranger Stranger und das wirklich gute Boys Cry Tough plus noch ein paar andere gemacht hat; und zusätzlich zwei weitere, sehr mittelmäßige Alben, "Fame And Fortune" mit dem gerade noch ausreichenden Titeltrack und "Here Comes Trouble" mit einem brauchbaren Titeltrack und How 'bout That - und dann entlassen wurde, zwei weitere Soloalben machte - und das war's.
Pause, lange Pause, bevor ich mir zutraute, eine halbwegs objektive Review zu verfassen, denn - hey! - der redet nicht über irgendwen, sondern über die Kings of Reduction - die bösen Jungs des "Eine Note zuviel und Du bist tot!" - und die mit ihm eingespielten Alben im poppigen US-Mainstream-80er-Sound lassen jeden Hard Rock Fan schaudern. Klar war Mick Ralphs sauer!

Nun also, auf in den Zirkus und Mr. Howes Werk in den Player. Hat irgendjemand einen anderen Sound als BAD CO., US-Version erwartet? Nein? Gut so. Hat irgendjemand einen ähnlich guten, auf den Punkt spielenden Drummer wie Simon Kirke erwartet? Nein?. Hat irgendjemand den wieder auferstandenen Paul Kosoff, aka Mick Ralphs, an der Gitarre...
Hat irgendjemand Lou 'II' Gramm und einen Sound zwischen FOREIGNER-Schmusern und Power Pop erwartet? Ja? Gut so.
Also alles Mist? Nein, ein paar Stücke sind gut - die beiden BAD CO. Remakes Holy Water und How 'bout That sind zugegebenermaßen besser als die Originale und machen großen Spaß. There's This Girl rockt und hat Ecken und Kanten und ist sehr gut, man trommelt auf dem Lenkrad herum ehe man sich versieht.
Flying ist eine samtweiche, sehr schöne Ballade, wirklich großes emotionales Theater; My Town wieder ein brauchbarer Rocker (zwischendrin drei, vier Balladen, die den Album Flow völlig zerstören). If You Want Trouble (wirklich, der Track heißt so!) ist natürlich ein BAD CO. Rocker.
Nur: Dieser Sound - Micky Maus an den Reglern, oder doch Donald Duck? Nein, Rafe McKenna, der ja die 80er BAD CO. Scheiben produziert hatte - wen wundert's also. Und warum singt Herr Howe eigentlich immer so 'expressiv' - gepresst, um den Songs Bedeutung zu verleihen?

Pass mal auf, Brian: Hättest Du, anstatt über Deine alten Arbeitgeber herzuziehen, denen ein Angebot gemacht, und hättest etwas mehr BAD CO. anstatt Sirenen-Stadion-Sound im 80er Stil zugelassen, dann wären auch die mäßigen Stücke Deiner CD, die es ja doch zuhauf gibt, aufgefangen worden, denn eins ist klar: natürlich hatten BAD CO. eine Reihe mittelmäßiger Songs, aber das fiel nicht so sehr auf, weil eben dieser 'verstaubte' Sound aber noch den mäßigsten Song aufpolierte.
So bleibt die Frage, warum jemand auf dicke Hose macht und dann auf dieser Schiene zum Erfolg reiten will, dabei aber seine besten Pferde im Stall mit Zaumzeug aus seiner BAD CO.--Zeit aufschirrt.
Ladet euch die genannten Songs als MP3 runter, und das wäre es dann; mehr braucht es nicht, wenn überhaupt.
So, ich hoffe, das war objektiv genug.

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 26.02.2010


 
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